45. Europäische Warenbörse in Wien

Nach 1994 ist es wieder so weit: Die Börse für landwirtschaftliche Produkte in Wien trägt eine Europäische Warenbörse aus. Von 20. bis 22. Oktober 2005 ist Wien der Schauplatz.
Die Europäische Warenbörse ist die 1960 gegründete Vereinigung von 47 Warenbörsen in zwölf europäischen Ländern mit Sitz in Straßburg; zu ihrer alljährlichen, heuer in Wien anberaumten Generalversammlung und dem europäischen Börsetag werden mehr als 2.000 Besucher erwartet.

Die jährliche Europäische Warenbörse ist ein etabliertes Ereignis und Anlaufpunkt für Marktteilnehmer aus den Branchen Getreide, Ölsaaten, Futtermittel in Europa und Übersee. Dem Austragungsort Wien kommt dabei die Rolle einer repräsentativen Plattform für persönliche und wirtschaftliche Kontakte im seit der EU-Erweiterung stark zunehmenden Handel des westlichen Europas mit dem mittel- und osteuropäischen Raum zu.

Inhaltlich setzt sich der Gastgeber und designierte Europäische Börsepräsident Rudolf Kunisch zum Ziel, dem Handel mit landwirtschaftlichen Produkten in Europa über die Funktion der Börsen möglichst einheitliche und verlässliche Rahmenbedingungen zu setzen.

Ein einheitlicher deutsch-österreichisch-italienischer Musterkontrakt für den Getreidehandel ist nicht zuletzt auf Initiative der Wiener Produktenbörse schon Realität.

Warenbörsen mit ihren Funktionen Preisnotierung aufgrund tatsächlich stattgefundener Handelsgeschäfte mit dem Verkauf physischer Ware, der Festsetzung von Usancen und deren Durchsetzung mit eigenen Schiedsgerichten erfüllen wichtige Funktionen für die Transparenz der Agrarmärkte und für die Rechtssicherheit bei deren Geschäften.


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Aktualisiert am: 17.10.2005 11:25
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