3. Österreichisches Milchforum der AMA in Wien

Unter dem Motto „Zukunft und Visionen für die Milchwirtschaft“ fand das 3. Österreichische Milchforum im Schloss Schönbrunn statt. Viele Experten aus der Österreichischen Milchbranche wohnten diesem interessanten Forum bei.
Dr. Mikinovic und DI Braunshofer sind sich einig. Die Versorgungssicherheit ist zu gewährleisten.
Dr. Mikinovic und DI Braunshofer sind sich einig. Die Versorgungssicherheit ist zu gewährleisten.
Hintergrund für die positive Entwicklung des Marktes sind weltweit steigende Notierungen für Rohstoffe und auch für Milchprodukte. Diese Entwicklung sowie steigende Rohstoff- und Energiepreise machen allerdings auch Anpassungen der Molkereiabgabepreise an die Handelsketten erforderlich. Gentechnikfreiheit, regionale Spezialitäten, der hohe Anteil an Bioprodukten, hohe Umweltstandards und spezielle umweltfreundliche Produktionsbedingungen (z.B. Heumilch) unterstreichen die Einzigartigkeit der österreichischen Milchprodukte. Diese abzusichern und weiterhin auszubauen erfordert die Bereitschaft der öffentlichen Hand, des Handels und der Verbraucher, die Mehrkosten abzugelten. Daher ist es auch nicht förderlich, wenn im Zuge diverser Bestpreis- oder Tiefpreisgarantien unterschiedliche ausländische Qualitäten mit den hohen österreichischen Qualitätsstandards verglichen werden und damit massiver Preisdruck auf die österreichischen Erzeuger und Verarbeiter ausgeübt wird, im Gegenteil es bedarf entsprechender Bereitschaft und Initiativen diese hohen erstklassigen Qualitäten weiterhin zu ermöglichen und die Mehrkosten abzudecken. Anstelle der „Bestpreisgarantie“ sollte vielmehr eine Garantie für höchste Qualität in den Vordergrund gestellt werden.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Diese zu fördern und abzusichern sollte das oberste Bemühen der Neukonzeption der Agrarpolitik sowie der Politik des Lebensmittelhandels sein. Dies erfordert entsprechende Weichenstellungen in den politischen Beschlüssen zur zukünftigen gemeinsamen Agrarpolitik und beim „Milchpaket der EU“. Stabilisierung auf dem Markt und die Verringerung der hohen Volatilität sind notwendig, weiters ein Förderprogramm, welches die Erzeugung hochwertiger Produkte und die Produktion in Berg- und benachteiligten Regionen durch entsprechende Förderungen und Rahmenbedingungen besonders unterstützt. Schließlich gilt es durch entsprechende Rahmenbedingungen sicherzustellen, dass entlang der Wertschöpfungskette in der Lebensmittelwirtschaft keine strukturellen Marktungleichgewichte entstehen, die eine langfristig positive Entwicklung gefährden könnten. Insgesamt geht es darum, den Milchstandort Österreich durch ein abgestimmtes Maßnahmenpaket zu stärken.


Aktualisiert am: 10.11.2011 21:25
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