2. Tiroler Tierschutzpreis

Die Landwirtschaftskammer Tirol hat bereits zum zweiten Mal den Tierschutzpreis ausgeschrieben. Standen 2008 noch die Milchviehbetriebe im Fokus der Auswahl, so sind es diesmal die Mutterkuhbetriebe.
Der Tiroler Tierschutzpreis wird, nach einem Milchviehbetrieb, diesmal an einen Mutterkuhhalter verliehen. (Foto: Darmann)
Der Tiroler Tierschutzpreis wird, nach einem Milchviehbetrieb, diesmal an einen Mutterkuhhalter verliehen. (Foto: Darmann)
Die Auszeichnung „Tierschutzpreis“ soll Fixpunkt jedes bäuerlichen Jahres werden, jeweils mit unterschiedlichem Schwerpunkt und Kategorie. Waren es im vergangenen Jahr noch die Milchviehbetriebe, die besonders ausgezeichnet wurden, so sind es 2009/2010 die Tiroler Mutterkuhhalter, die sich den strengen Auswahlkriterien stellen. Hintergrundidee ist es, im Sinne des Tierschutzgesetzes, vorbildliche Betriebe vor den Vorhang zu holen, die neben Wirtschaftlichkeit auf Nachhaltigkeit und tiergerechte Haltung setzen.

Wirtschaftlichkeit mit Kuhkomfort
Betriebe, die den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichen Überlegungen, Einhaltung der tierschutzrechtlichen Vorgaben und Nachhaltigkeit im Stall erkannt haben, sollten belohnt werden und gleichzeitig ein Ansporn für alle anderen sein, so erklären LK-Präsident Josef Hechenberger und Kammerdirektor Richard Norz die Hintergründe des Tierschutzpreises. Diesmal liegt das Hauptaugenmerk auf den Tiroler Mutterkuhhaltern. Jeder Betrieb der mitmachen wollte, musste vorab einige K.O.-Kriterien erfüllen, um in die engere Auswahl zu kommen. „Die enge Eingrenzung hat die Anzahl der möglichen Betriebe stark dezimiert. Aus allen Bezirken Tirols sind 46 Anmeldungen eingegangen. Uns geht es aber nicht darum, möglichst viele teilnehmende Betriebe zu haben, sondern nur die Besten der Besten“, erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger und weiter: „Es wird in jedem Bezirk einen Sieger geben und aus diesen acht wird anschließend durch eine unabhängige Expertenjury der Landessieger gekürt.“

Ursprünglichkeit - Mutterkuhhaltung.
Mutterkuhhaltung ist die ursprünglichste Form der Rinderhaltung. Die Kuh ernährt ihr Kalb mit der eigenen Milch, das Kalb wächst unter optimalen Bedingungen auf. Mit dieser Form der Rinderhaltung kann auch im Berggebiet mit bester Verwertung des Grundfutters über die Kuh, Qualitätsfleisch (Jungrind) erzeugt werden. Diese extensive Form der Mutterkuhhaltung hat in Tirol bereits stark an Bedeutung gewonnen und ist nicht mehr weg zu denken.

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Aktualisiert am: 05.01.2010 20:40
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