110 Jahre BOKU-Versuchswirtschaft in Groß Enzersdorf

Die Boku- Versuchswirtschaft feierte vor kurzem mit einer Festveranstaltung ihr 110 Jahre Jubiläum in Groß Enzersdorf. Zu den Highlights der Veranstaltung zählten die Antrittsvorlesung von Herrn Andreas Gronauer Leiter des Departments für Nachhaltige Agrarsysteme, Maschinenvorführungen auf den Versuchsfeldern sowie eine Diskussionsrunde zum Thema „Agrartechnik Österreich – Quo Vadis?“.
Martin H. Gerzabek, Rektor BOKU Wien und Andreas Klauser Konzernchef Case/Steyr bei der Übergabe des Steyr CVT 6160.
Martin H. Gerzabek, Rektor BOKU Wien und Andreas Klauser Konzernchef Case/Steyr bei der Übergabe des Steyr CVT 6160.
Seit 1903 wird auf dem 140 ha großen Praxisbetrieb in Groß Enzersdorf ackerbauliche Forschung auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Bereits anlässlich des 100. Geburtstages wurden die teils aus der Kaiserzeit stammenden Gebäude generalsaniert. Im Jahr 2004 stand der Betrieb dann beinahe vor dem Aus, da die Verlegung des Praxisbetriebes nach Tulln geplant war. Diese Pläne verschwanden später aber wieder in der Schublade.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierte Prof. DI Dr. Andreas Gronauer seine Antrittsvorlesung „Herausforderungen und Lösungsansätze für die Agrartechnik“. Dabei richtete er sein Hauptaugenmerk vor allem auf die Einbindung neuer Daten-Technologien zur Effizienzsteigerung automatisierter Prozessabläufe sowie neuer „Apps“ für eine Vielzahl von Anwendungen, von Informationen bis zur Dokumentation. Anschließend leitete Gronauer eine Podiumsdiskussion an der unter anderem Case/Steyr Konzernchef Andreas Klauser, August Astl Generalsekretär Landwirtschaftskammer Österreich, Hans-Peter Kaul Department Leiter BOKU Wien, Heinz Koptetz Präsident Weltbiomasseverband und Anton Wagner, Obmann Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter teilnahmen.
Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Landtechnik Hersteller Case/Steyr, Pöttinger und Massey Ferguson mit Generalimporteur Austro Diesel. Case/Steyr Konzernchef Andreas Klauser übergab anlässlich der Feierlichkeiten der Forschungsanstalt einen Steyr CVT 6160. Die 140.000 Euro teure Zugmaschine wird in den kommenden beiden Jahren der Anstalt Leihweise zur Verfügung gestellt.

Andreas Gronauer bei seiner Antrittsvorlesung als Leiter des Departments für Nachhaltige Agrarsysteme.
Andreas Gronauer bei seiner Antrittsvorlesung als Leiter des Departments für Nachhaltige Agrarsysteme.
Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Andreas Gronauer
Andreas Gronauer wurde am 18.05.1960 in München geboren. Nach abgeschlossenen Studium an der TU München- Weihenstephan war er von 1988 bis 2002 an der technischen Universität München tätig. Weiters fiel bis 2011 die Leitung der Forschergruppe „Gasförmige Emissionen aus der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung“, Leitung der Arbeitsgruppen „Reststoffverwertung“ und „Emissionsanalyse“ an der Bayrischen Landesanstalt für Landtechnik sowie die Leitung der Abteilung „Energie- und Umwelttechnik“ in seinen Tätigkeitsbereich. Von 2003 bis 2007 wirkte Andreas Gronauer als stellvertretender Institutsleiter des Institutes für Landtechnik, Bauwesen und Umwelttechnik. Seit 2011 ist Andreas Gronauer als Professor für Agrarsystemtechnik an der BOKU Wien tätig. Ausgezeichnet wurde Gronauer bislang mit dem Anton-Schlüter-Preis sowie dem Heinrich Baur-Förderpreis für herausragende wissenschaftliche Leistungen.

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Aktualisiert am: 13.05.2013 10:50
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