11. ALPE-ADRIA-Biosymposium

Bio-Landbau ist aktiver Klimaschutz war heuer das Thema, doch die Auswahl der Referate und Exkursionen zeigte, dass Klimaschutz in der Verantwortung aller liegt.
Landesrat Manfred Wegscheider (2vl) und Bio Ernte Steiermark Obmann Herbert Kain (2vr) präsentieren das Pflanzenöl-Auto.
Landesrat Manfred Wegscheider (2vl) und Bio Ernte Steiermark Obmann Herbert Kain (2vr) präsentieren das Pflanzenöl-Auto.
In Gleisdorf im forumKLOSTER trafen sich am 26. und 27. November die Vertreter der Regionen, Herbert Kain, Obmann der Bio ernte Austria, konnte ein zahlreiches Publikum begrüßen. Zum Auftakt bereitete Sissy Sonnleitner speziell ein regionales und biologisches Menü energiesparend zu, Univ. Prof. DI Dr. Michael Narodoslawsky berechnete dazu den ökologischen Fußabdruck. Ein Elektroauto und ein mit Pflanzenöl betriebener PKW zeigte, dass Mobilität auch ohne fossile Energieträger möglich ist.

Regionale Energienutzung als Schwerpunkt
Das Symposium, das jedes Jahr in einem anderen Mitgliedsland stattfindet, befasste sich heuer mit regionaler Energienutzung, nachwachsenden Rohstoffen als Chance für ländliche Regionen und der speziellen Rolle des Bio-Landbaus im Klimaschutz. Die Bio-Bauern sehen ihren ökologischen Auftrag nicht nur in der nachhaltigen Landbewirtschaftung und in der Erzeugung von gesunden biologischen Lebensmitteln sondern auch in der ressourcenschonenden Energiegewinnung und –verwendung.

Klimaneutrale Energieerzeugung und Energieverwendung zeigten die Exkursionen zu den Elektrizitätswerken Feistritzwerke Steweag GmbH und zu KWB. Der globale Klimawandel und die regionalen Energieressourcen waren die folgenden Referatsthemen, und auch am zweiten Tag wurde dem Klimawandel sowie der Rolle der Landwirtschaft im Klimaschutz aus globaler Sicht breiter Raum gewidmet.

Kimafreundliche Ernährung
Auch die Art der Ernährung, Essgewohnheiten und Ernährungseinstellungen beeinflussen die Emissionen der klimarelevanten Gase. Zu diesem Themenkomplex gab es am zweiten Tag reichlich Information von Dr. Sophie Karmasin (Motivforschung) und Mag. Hans Putzer (Chefredakteur „Neues Land“).

Die Region Bio Alpe Adria als grenzüberschreitendes, vernetztes „Entwicklungsprojekt“ in Steiermark, Friaul Julisch-Venetien, Veneto, Kärnten und Slowenien setzt immer wieder Initiativen und initiiert Projekte im Ökobreiech, um nachhaltige Wege und Maßnahmen zum Klimaschutz zu definieren. Eine ganze Region, die es sich zum Ziel gesetzt hat, aktiv Klimaschutz zu betreiben, bewirkt mehr als ein einzelner Hof – 6000 Bio-Betriebe stehen dahinter.


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Aktualisiert am: 11.12.2007 20:43
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