1. Tag der jungen Landwirtschaft

Wir müssen Unternehmer werden, um Bauer bleiben zu können“. Auf diesen Nenner brachte Martin Wetschka, Obmann der Bauernbund Jugend, die Ergebnisse des „1. Tages der jungen Landwirtschaft“, der in der HBLFA Raumberg stattfand.
Rund 150 Jungbäuerinnen und Jungbauern sowie HBLFA-Schüler diskutierten mit hochkarätigen Referenten über Strategien und entwarfen Zukunftsszenarios für die heimische Landwirtschaft. Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese Zukunft der Landwirtschaft nur in vitalen, ökonomisch lebensfähigen Betrieben liegen kann. „Viele Jungbauern haben mittlerweile ökonomische Leitbetriebe entwickelt. Unsere Aufgabe ist es, diese Leitbetriebe als Orientierung für die weitere Ausrichtung der politischen Rahmenbedingungen zu nehmen“, so Wetschka.

modernes Management

Wege dorthin sind ein modernes Betriebsmanagement, ein wettbewerbsfähiges Beratungsangebot, beste Aus- und Weiterbildung sowie neue Kooperationsmodelle. „Diese dürfen sich nicht auf reine Maschinenkooperationen beschränken, sondern es geht um echte Betriebskooperationen. Denn in einer Zeit, in der nicht die Erträge, sondern die Kosten den Unternehmenserfolg bestimmen, geht es darum, eben diese Kosten entsprechend zu reduzieren“, sagte Maximilian Hardegg, Chef der gleichnamigen Gutsverwaltung.

Jungbauern-Generalsekretär Norbert Totschnig hob in diesem Zusammenhang hervor, dass es von großer Wichtigkeit ist, dass der Anteil der Landwirte an der Gesamtbeschäftigung nicht unter drei Prozent sinkt: „Sonst besteht die Gefahr, dass die Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten künftig aufgegeben wird.“

Problem kleine Struktur

In Österreich seien bereits heute rund 66 Prozent der Flächen kleiner als 0,5 Hektar. „Diese Zahl zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine gemeinsame, kooperative und differenzierte Bewirtschaftung ist. Daher sollte man darüber nachdenken, die Aufgaben und Möglichkeiten der Maschinenringe auszuweiten, hin zu einem umfassenden Landmanagement mit infrastrukturellen und sozialen Aufgaben. Erste derartige Entwicklungen sind bereits in der Praxis erkennbar“, so der Jungbauern-Generalsekretär.

Die Referenten des ersten Tags der Jungen Landwirtschaft in der HBLFA Raumberg
Die Referenten des ersten Tags der Jungen Landwirtschaft in der HBLFA Raumberg



Aktualisiert am: 13.10.2005 13:19
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