1. Hirsesymposium in der Steiermark

Das 1. Hirsesymposium lockte viele Pioniere an. Nach der Einführung der verpflichtenden Fruchtfolge könnte Hirse in viehintensiven Gebieten eine Alternative zu Mais darstellen.
Die Organisatoren und Referenten des 1. Hirsesymposiums sorgten für eine hochkarätige Veranstaltung.
Die Organisatoren und Referenten des 1. Hirsesymposiums sorgten für eine hochkarätige Veranstaltung.
Pioniere und solchen, die es noch werden wollen, trafen sich Mitte September zum 1. Hirsesymposium in der Fachschule Hatzendorf. Der fortschrittliche Landwirt und die Landwirtschaftskammer Steiermark luden zu dieser Infoveranstaltung ein. Experten aus Frankreich, Deutschland, Tschechien und natürlich auch Österreich berichteten über ihre Erfahrungen. Finanziert wurde diese Veranstaltung von den Saatgutfirmen KWS und RAGT. Beide gelten als Marktführer im Hirsesorten-Segment.
Neben einer allgemeinen Vorstellung der Körner- und Biomassehirse mit ihren Eigenschaften wurde auch auf die Herausforderung der chemischen Unkrautbekämpfung eingegangen. Aufgrund der sehr langsamen Jugendentwicklung ist der Unkrautdruck relativ hoch. Das Problem ist, dass eine Bekämpfung von Unkräuter und Ungräser mit den derzeit zugelassenen Herbiziden generell erst ab dem 3-Blatt-Stadium der Hirse möglich ist. Vor allem die Bekämpfung der Unkrauthirsen (Borsten- oder Hühnerhirsen) ist aufgrund der botanischen Verwandtschaft schwierig. Weiters stellten Rudolf Schmied (LK STMK) und Dr. Gerhard Stalljohann von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen den Futterwert von Körnerhirse vor. Beide haben bereits Fütterungsversuche bei Schweinen durchgeführt. Aber auch pflanzenbauliche Versuche laufen bereits seit 2011 in der Steiermark. Dr. Dagobert Eberdorfer, Leiter des Versuchsreferats, stellt seine Ergebnisse vor.

Den Tagungsband dieser Veranstaltung sowie ausgewählte Vortragsunterlagen finden Sie im Downloadcenter oder in der rechten Spalte neben diesem Artikel.

Aktualisiert am: 03.10.2012 08:46
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