1. Fest: Die Bauern stürmen Graz

An 56 Ständen zeigen heute steirische Bauern der Grazer Stadtbevölkerung, was bäuerliche Vielfalt bedeutet. Die Bauern bieten kulinarische Köstlichkeiten, und ein handwerkliches und kulturelles Rahmenprogramm für die Grazer an. Ziel der Veranstaltung ist es, die bäuerlichen Leistungen aufzuzeigen und Produzenten und Konsumenten enger aneinander zu binden.
Baunerbunddirektor Franz Tonner und die Familie Jauk aus Frauental zusammen mit einer Kundin beim Fest Die Bauern stürmen Graz in der Grazer Innenstadt.
Baunerbunddirektor Franz Tonner und die Familie Jauk aus Frauental zusammen mit einer Kundin beim Fest Die Bauern stürmen Graz in der Grazer Innenstadt.
Veranstalter dieser eintägigen Veranstaltung in der Grazer Innenstadt war der Steirische Bauernbund, der in einer Pressekonferenz medial auch einige Zusatzbotschaften zu verkaufen versuchte.

Achse Bauern -Konsumenten stärken

So wies Bauernbundobmann LK-Österreich Präsident Gerhard Wlodkowsky bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass Behauptungen, wonach die heimischen Bauern die gestiegenen Lebensmittelkosten verursachten, schlichtweg falsch seien. Vielmehr klaffe die Schere zwischen Erzeuger - und Verbraucherpreisen immer weiter auseinander. Globale Entwicklungen wie dynamische Nachfragemärkte in Fernost, schlechte Ernten und Spekulantentum täten das ihre, um Lebensmittelpreise nach oben zu treiben. Wlodkowsky stellte klar, dass die Bauern wertvolle Nahrungsmittel zu besten Qualitäten erzeugen würden, dass es aber dafür auch faire Preise geben müsse. Anderenfalls sehe es um die Ernährungssicherheit in unserem Lande schlecht aus. "Wir wollen mit diesem Fest die Achse zu den Konsumenten, den wichtigsten Partnern der Bauern, stärken", so der Präsident.

Bauer bringt dem Land viel

Agrarlandesrat Hans Seitinger stellte die Leistungen der Bauern für die Gesellschaft vor. Der Bauer sei nicht länger nur mehr Nahrungsmittelproduzent alleine, er sei auch Landschaftserhalter, Tourismusfachmann, Dienstleister und wichtiger Kulturträger in unserem Land. Damit die Bauern all diese Funktionen auch in Zukunft wahrnehmen können, braucht es einheitliche politische Rahmenbedingungen sowie Verbündete, die Konsumenten. Nur wer österreichische Produkte zu angemessenen Preisen kaufe, sichere all diese wichtigen Leistungen der heimischen Landwirtschaft ab, meinte der Agrarlandesrat. Sein Appell an die Konsumenten und die Gesellschaft lautet: Bewerten wir die Leistungen der Bauernschaft einmal echt und seriös! Dann wird uns schnell klar werden, welcher tatsächliche Wert in unseren hochqualitativen heimischen bäuerlichen Lebensmitteln steckt, und dass diese um einen Billigstpreis nicht zu haben sind. Wer für die Geiz ist Geil Mentalität einstehe, der sei gegen eine bäuerliche Landwirtschaft in Österreich, so Agrarlandesrat Hans Seitinger.

Graz ist große Bauerngemeinde

Bauernbunddirektor Franz Tonner hob die Bedeutung der Stadt Graz als Bauerngemeinde hervor. Graz habe als Gemeinde die meisten agrarischen Betriebe der Steiermark. Er zeigte sich weiters erfreut darüber, dieses wichtige Fest für Bauern und Konsumenten in Graz auf die Beine gestellt zu haben. Das Fest Die Bauern stürmen Graz passe schließlich sehr gut in die Reihe der Aktivitäten anläßlich der Bauernbundinitiative Geschmack der Heimat


Aktualisiert am: 26.06.2008 13:44
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