Neuseelands Milchbauern geben Fonterra grünes Licht

Die neuseeländischen Milchviehhalter haben der Molkereigenossenschaft Fonterra grünes Licht für die Neuordnung ihrer Kapitalstruktur gegeben.
Fast 90% der neuseeländischen Milchbauern stimmten für den Vorschlag, Anteilsscheine von Fonterra künftig untereinander zu handeln.
Fast 90% der neuseeländischen Milchbauern stimmten für den Vorschlag, Anteilsscheine von Fonterra künftig untereinander zu handeln.
Fast 90% der Landwirte stimmten für den Vorschlag, Anteilsscheine künftig untereinander zu handeln. Fonterra befreit sich dadurch vom Bilanzrisiko, Anteile zurückkaufen zu müssen. Die genossenschaftlichen Milcherzeuger werden ihre Inhaberscheine stattdessen untereinander auf einem regulierten Markt bis zum Zweifachen ihrer Milchproduktion kaufen und verkaufen können. Außerdem ist die Einführung eines Inhaberfonds geplant. Dieser soll die Liquidität des Anteilmarktes sicherstellen. Dazu kauft der Fonds Dividendenrechte von den Landwirten. Das Stimm- und Lieferrecht bleibt jedoch beim Erzeuger. Die technischen Einzelheiten des Konzeptes sollen in den nächsten anderthalb Jahren geklärt werden.

Modell zu Finanzierung des Unternehmens
Aufsichtsratschef Sir Henry van der Heyden sieht in der beschlossenen Neuordnung ein auf viele Jahre tragfähiges Modell zur Finanzierung des Unternehmens. Die Kapitalstruktur sei nun auf absehbare Zeit kein Thema mehr. Neuseelands Landwirtschaftsminister David Carter begrüßte die Entscheidung als wichtigen Schritt hin zu einer stabileren Kapitalausstattung des Unternehmens. Der Vorsitzende des Milchausschusses im neuseeländischen Bauernverband, Lachlan McKenzie, sprach von einem wahren Freudentag für die Milchwirtschaft und für Fonterra. McKenzie betonte, das gewählte Modell belasse die Genossenschaft weiterhin vollständig in der Kontrolle der Landwirte. (aiz)


Aktualisiert am: 02.07.2010 10:15
Landwirt.com Händler Landwirt.com User