Mutterkuhhaltung braucht Tierbeobachtung

Wer Erfolg in der Mutterkuhhaltung anstrebt, muß die Tiere aufmerksam beobachten, die Fruchtbarkeit und das Geburtsmanagement im Griff haben, und die Kälber bestens betreuen. Das ist das Fazit des heurigen Mutterkuhfachtags der LWK NÖ.
Erfolgreiche Mutterkuhhaltung braucht sorgsame Bauern
Erfolgreiche Mutterkuhhaltung braucht sorgsame Bauern
Tiere zeigen Probleme frühzeitig an. Wenn der Tierbesitzer diese Probleme richtig erkennt, können schwere Krankheiten vermieden werden. Hilfestellung beim Deuten von Tierverhalten gab die Kärntner Tierärztin Dr. Elisabeth Stöger. Dr. Peter Steiner referierte zu den Themen Rund um die Geburt und Fruchtbarkeitsstörungen beim Rind. Er stellte die These auf, dass rund 90 Prozent der Schwergeburten durch falsche oder zu rasche Geburtshilfe ausgelöst werden. Er appelierte an die Mutterkuhhalter, den Kühen Zeit für eine normale Geburt in Ruhe in einem gut eingestreuten und hygienischen Abkalbestall zu lassen.

Bericht aus der Praxis

Der Weinviertler Landwirt Heinz Walkersdorfer berichtete über seine ersten Erfahrungen mit Mutterkühen . Insgesamt 8 Betriebe haben im Rahmen des Projektes Rinderhaltung im Weinviertel mit Mutterkuhhaltung begonnen.

Dr. Daniela Klein hielt den letzten Vortrag des Fachtags zum Thema Gesundes Kalb-Kapital in der Mutterkuhhaltung. Sie gab Ratschläge zur Eindämmung von Durchfällen und Parasitenbefall.DI August Bittermann von der Niederösterreichischen Landeslandwirtschaftskammer moderierte die Tagung und konnte rund 200 interessierte Teilnehmer aus mehreren Bundesländern in St. Pölten begrüßen.

Nächste Bundesfleischrinderschau 2007 in Ried

Am Rande der Tagung war zu vernehmen, dass die nächste Bundesfleischrinderschau im Rahmen der Rieder Messe 2007 stattfinden soll.


Aktualisiert am: 21.02.2006 11:35
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