Eine gute Beziehung: Kontakt zwischen Ferkelerzeuger und Mäster pflegen

„Direktbeziehungen zwischen Ferkelerzeugern und Mästern sind eine Möglichkeit, die vorherrschende Anonymität in der Wertschöpfungskette zu durchbrechen und ökonomische Vorteile für beide Seiten zu erzielen.“
Auf diese ökonomische wie auch partnerschaftliche Stärke verwies Arnold Krämer, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in seinem Vortrag auf dem 16. Rheinischen Schweinetag. Voraussetzung für eine langjährige und funktionierende Geschäftsbeziehung zwischen Ferkelerzeuger und Mäster ist, dass beide Seiten von der Zusammenarbeit profitieren. „Der Ferkelerzeuger erwartet einen stabilen und sicheren Absatz sowie einen höheren Erlös pro Ferkel. Der Mäster rechnet damit, über gute Qualitäten höhere Mast- und Schlachtleistungen zu erzielen. Außerdem können im Einzelfall durch die Ausschaltung des Zwischenhandels entsprechende Handelsgewinne untereinander aufgeteilt werden“, zählte Krämer die Pluspunkte einer gut funktionierenden Direktbeziehung auf.

Eine Kooperation bringt für beide Seiten viele Vorteile

Es gibt ebenso Fälle, in welchen eine derartige Kooperation nicht läuft und schlechtere ökonomische Ergebnisse erzielt werden als bei sonstigen Zukaufferkeln. In der Regel ist der Grund in mangelnder Kommunikation zwischen Ferkelerzeuger und Mäster zu finden. Meilenstein für eine erfolgreiche Direktbeziehung ist die Ferkelqualität. Je mehr Informationen der Mäster dem Ferkelerzeuger über den Mastverlauf und die Schlachtkörperauswertung zukommen lässt, desto gezielter kann der Ferkelerzeuger handeln. Umgekehrt liefern gezielte Informationen zum Gesundheitsstatus und Fütterungsmanagement der Ferkel dem Mäster wertvolle Hinweise, die bares Geld bringen. Ferkelerzeuger und Mäster arbeiten besonders effektiv zusammen, wenn persönliche und unternehmerische Gesinnung sich decken. „Vertrauen, Zuverlässigkeit, Offenheit und Ehrlichkeit sowie das Ziel, die Ferkelaufzucht und –mast ständig weiter zu optimieren, sind Eigenschaften, die beide Seiten in die Direktbeziehung einbringen sollten“, fasste Krämer zusammen. Die Unterstützung durch Fachberater und im Idealfall durch den gleichen Hoftierarzt sichert den produktionstechnischen und ökonomischen Erfolg. (Quelle: deuka.de)


Autor:
Aktualisiert am: 22.12.2009 06:50
Landwirt.com Händler Landwirt.com User