Brennholzspalter vergleichen: Informationstag an der FAST Ort

Sich selbst von verschiedenen Brennholzspaltern überzeugen konnten Interessierte am 12.10.2012 an der forstlichen Ausbildungsstätte des BFW in Ort.
Siegfried Sperrer von der FAST Ort zeigt und erklärt Interessierten die bewerteten Eigenheiten der Brennholzspalter.
Siegfried Sperrer von der FAST Ort zeigt und erklärt Interessierten die bewerteten Eigenheiten der Brennholzspalter.
Im Rahmen eines Vergleichstestes, initiert durch den „Fortschrittlichen Landwirt“ und den Partnern BLT Wieselburg und der forstlichen Ausbildungsstätte Ort, wurden Vertikalspalter von sieben verschiedenen Herstellern verglichen.
Die Scheitholzerzeugung ist nach wie vor bedeutend. Steigende Kosten für fossile Energieträger machen die Erzeugung und den Verkauf für Landwirte interessanter denn je. Dennoch gilt es die Effizienz der Brennholzerzeugung zu steigern um die Wertschöpfung zu erhöhen. Unter diesem Hintergrund lud Direktor Dr. Wolfgang Jirikowski zum Praxistag in die forstliche Ausbildungsstätte Ort ein. Der Vormittag umfasste eine Reihe von Kurzvorträgen zum Thema Sicherheitsanforderungen an Brennholzspaltern. Hierzu standen Berater der SVB und AUVA auch Rede und Antwort. Denn neben gesetzlich geforderten Vorgaben sollte auch immer bedacht werden: Wer einen Spalter verleiht oder verkauft, der nicht den allgemein gültigen Vorschriften entspricht ist haftbar.
Dies trifft vor allem die immer noch häufig umgangene aber aus Sicherheitsgründen verpflichtende Zweihandschaltung. Über die Sicherheit eines Brennholzspalters geben aber noch mehr Parameter Auskunft, wie etwa Gelenkwellenablage, Kennzeichnung, Herstellerschilder oder auch der hydraulische Stammheber und das Einklappen des Hydraulikzylinders für die Transportstellung.

Unfallzahlen reduzieren

Zwischen2007 und 2011 gab es insgesamt 97 Unfälle im Rahmen der Holzzerkleinerung. Ein Vergleich aus dem Jahre 2010 errechnet Gesamtkosten eines Unfalles von etwa 6.600 Euro. Um solche oft tragische Unfälle zu vermeiden, gilt es sowohl an der Weiterentwicklung der Maschinen zu arbeiten, als auch das Bedienpersonal zu schulen. Faktoren, wie stundenlanges Spalten mindern die Konzentration und bedingen ein höheres Unfallpotenzial. – Warum also nicht zwischendurch etwas anderes machen?
Am Nachmittag ging es an den praktischen Teil. Jeder der Spalter konnte im Einsatz gesehen, selbst probiert und zumindest mit den Mitbewerbern verglichen werden. Denn neben den an der BLT Wieselburg ermittelten Kennwerten ist das ideale Gerät nicht immer das leistungsstärkste.

Den kompletten Testbericht der sieben Brennholzspalter lesen Sie in Ausgabe 21/2012 des „Fortschrittlichen Landwirts“.

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Aktualisiert am: 13.10.2012 12:48
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