Bio Austria von ÖPUL Entwurf enttäuscht

Seit 16. Februar 2006 liegt der Entwurf für das neue Programm Ländliche Entwicklung vor. Dabei scheinen die Biolandwirtschaft ebenso wie die extensive konventionelle Grünnlandwirtschaft vom derzeitigen ÖPUL Entwurf stärker von Kürzungen betroffen, wie andere Sparten. Bio Austria wehrt sich in einer Stellungnahme gegen diese Ungleichbehandlung.

-"Es wird keine Umverteilung erfolgen, weder zwischen Grünland und Acker, noch zwischen Bio und konventionell" oder-"Die Biomaßnahmen werden einen relativ geringeren Verlust im Vergleich zu den konventionellen Maßnahmen erfahren." Diese Versprechungen zum neuen ÖPUL gab es noch zu Beginn der Verhandlungen vor wenigen Monaten. Die Realität droht nun anders auszusehen:

Budget sowieso rund 20 Prozent kleiner

Der geplante und von der EU vorgegebene budgetäre Rahmen von 525 Mio. Euro für das neue ÖPUL-Programm bedeutet, dass sich zwangsläufig sowieso ein Gesamtverlust von 18% im Vergleich zum bisherigen Budgetrahmen ergibt.

Entwurf widerspricht Zusagen

Nach genauer Durchsicht des jüngsten ÖPUL Entwurfes, der am 13. März im Rahmen eines Dialogtages des BMLFUW zu Ende diskutiert wierden soll, widerspricht dieser den oben genannten Zusagen deutlich:



Betriebe, die bisher an der Maßnahme Reduktion Acker teilgenommen haben und im neuen Programm auf USB Acker umsteigen, werden von der finanziellen Reduktion nicht oder nur wenig berührt. Sowohl die Flächenprämie als auch zusätzliche Maßnahmen ermöglichen zumindest die gleichen Prämien wie bisher, bzw. sogar eine Steigerung.

gekürzte Grünlandprämien

Die Grünlandprämien sollen jedoch insgesamt reduziert werden, sowohl Bio, als auch konventionell. Bio Austria will deshalb nicht akzeptieren, dass eventuelle Umschichtungen innerhalb des ÖPUL zugunsten der konventionellen Landwirtschaft auf Kosten der Biolandwirtschaft geschehen. Sollen Umschichtungen erfolgen, dann kann dies nur innerhalb konventioneller Maßnahmen geschehen, meinen die Biobauern unter Obmann Hannes Tomic.

Die Sinnhaftigkeit eines Agrarumweltprogramms ist aufgrund dieser Punkte für Bio Austria in Frage zu stellen.


Aktualisiert am: 23.03.2006 11:18
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