Landwirt Weblog - iderfdes

Benutzername: iderfdes

Geschlecht: männlich

Mein Betrieb:
Milchvieh
Nebenerwerb
30 - 40 ha

Hobbies: Vielleicht schaff ich mir mal eins an. Obwohl eines hab ich schon: Ich mach andauernd haufenweise Fotos von allen möglichen Dingen, wie man im Fotoalbum sieht. PS: Im Deutschen schreibt sich das "Hobbys" (mit y), wenn ich nicht irre....
Motto: "Lieber heimlich schlau als unheimlich blöd"........................"Wenn man etwas will, findet man Wege; wenn man etwas nicht will, findet man Gründe".............................."Ich bin liebenswert: Tausende Fliegen können nicht irren"..........

Einfache Lösungen 3 29-Apr-2012 10:45

Weil in der Tenne noch einiges an Handarbeit angesagt ist, habe ich mich entschlossen, die Durchlüftung zu verbessern. Angefangen mit einem relativ großen Schiebetor, das Herstellen ist aber im Verhältnis recht aufwändig, außerdem ist die unter Hälfte meist nutzlos, weil mit Heu bedeckt. Deshalb bin ich dazu übergegangen, einfache Fensteröffnungen auszuschneiden. Erst drei Bretter über der Schalung angebracht, damit sie nicht auseinander fallen, wenn das Loch ausgesägt wird und dort mit der Stichsäge durchgeschnitten, wo die Scharniere oben angeschraubt werden, dann die Schaniere angeschraubt und den Rest ausgesägt. Herunten im Winkel von 45 Grad nach außen hängend, damit kein Wasser eindringen kann. Der Unterschied ist besonders bei windigem Wetter einmalig, auch ein gewisser Trocknungseffekt ist merkbar, wenn auch nicht übermäßig stark.

Einfache Lösungen 2 29-Apr-2012 10:39

Die Viehbürste wird gerne angenommen, die Feder stammt von einem Ascona, Bj. 1987, Überbleibsel aus der Tieferlegung. Erst hab ich den Fehler gemacht, die Feder an der Halterung anzuschweißen, da ist sie aber nach einiger Zeit abgebrochen, hab sie flexibel angeklemmt, jetzt hält sie schon jahrelang. Erst hatte ich statt der Bürste einen normalen Straßenbesen, der hielt der Belastung aber nicht lange stand. Eine zweite ist am Wasserfass montiert, damit sich die Kühe auch auf der Weide überall etwas kratzen und die Fliegen abstreifen können. Damit das besser geht, sind es dort zwei Bürsten im Winkel von 90 Grad.

Einfache Lösungen 1 29-Apr-2012 10:24

 

 

 

 

Die einseitige Belastung durch den Melkeimer hat meinem Kreuz nie gut getan, nach einer OP im letzten Jahr nehm ich einen Wagen, um die Milch raus zu bringen. Der ist ca. 40 Jahre alt und hat früher dazu gedient, die Milchkannen zur Sammelstelle zu bringen. Ich hab ihn einfach hinten abgeschnitten. Die großen Reifen sind recht ideal, weil ich einige kleine Stufen zu bewältigen habe, nur die "Ladefläche" ist mit 30 cm etwas zu hoch, sodass ich den Eimer immer anheben muss. Eine Tieferlegung wäre eigentlich kein Problem, da es keine durchgehende Achse gibt. Die Lager sind übrigens noch original, beim neuen Milchtank muss ich jedes Jahr mindestens eines wechseln. 

Mist streuen, dass es nur so staubt. 26-Mar-2011 12:01

Zwar sind die Böden hier in der Gegend ziemlich kalkreich, aber ein paar nasse Stellen bedürfen einer extra Kalkung. Kunstdüngerstreuer besitze ich keinen und die Ausbringung mit der Hand wird mir auch schon zu aufwändig, deshalb hab ich es heuer mal gemeinsam mit der Mistausbringung versucht.

 

Auch wenn sich der eine oder andere vielleicht gefragt hat, ob der Biobauer da was heimlich unter den Mist mischt, weil es so staubt.

Forstliches 27-Aug-2010 14:00

Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass ich mehr als eineinhalb Meter hohe Jungbäume nicht mehr auszumähen brauche, aber da hab ich mich wohl getäuscht.

 

Obwohl die überwuchernden Bäume in besserem Zustand sind als jene, die der Sonne ausgesetzt waren.

Auch wenn mir das eher nach einem Pilz als nach Sonnenbrand aussieht.

An der Borkenkäferfront musste ich leider feststellen, dass der Weg durch den Bach, der früher mit dem 540er ohne Allrad und mit Mähantrieb am Unterboden befahren wurde, heute kaum mehr mit dem leeren 958er zu durchqueren ist.

Oben einen Weg zu bauen, um das mühsam händisch hinunter gebrachte Holz wieder aufzuseilen, erschien mir wenig sinnvoll, also bleibt nicht viel anderes übrig als das Holz aus dem Wald zu holen, im Bach zu lagern

und dann zur anderen Seite zu seilen. Falls dazwischen nicht Hochwasser kommt.

Aber wenn ich schon mal 20 fm im Bach liegen habe,

dann MUSS es ja tagelang durchregnen, ist ja kla. Der Großteil ist noch da, einige Stämme sind aber schon ziemlich weit stromabwärts.

Bridge over troubled water.

Zum Glück bau ich so eine Brücke in ein paar Minuten. Und wenn meine zwanzig Jahre alten Forststiefel nicht löchrig wie Schweizer Käse wären, hätt ich wahrscheinlich auch gar keine nassen Füße bekommen.

Mein erster Neuer 04-May-2010 10:09

Mein erstes neues, wenn auch nicht mein teuerstes Auto.

Aber bei einem Neupreis von unter 7000 Euro und drei Jahren oder 100 000 km Garantie braucht man sich wirklich kein gebrauchtes Auto zu kaufen.

Aber was bekommt man schon für 7000?

Zuerst einmal gar nichts, weil die Auslieferung kostet noch über 200 extra. Dazu noch Metallicblau und natürlich eine AHV. Dann 50 Euro für zwei Schmutzfänger und für die automobilen Grundbedürfnisse fehlt noch ein Radio.

 

Dafür gibts halt keinen nutzlosen Schrott wie Klimaanlage, Fensterheber, höhenverstellbare Gurte, Licht im Kofferraum, Servolenkung oder Seitenairbags. Keine Umluftregelung, keine Zierblenden und Gott sei Dank auch kein Warnpiepser, wenn irgendetwas offen oder nicht angegurtet ist. Drehzahlmesser und hintere Kopfstützen sind serienmäßig, ABS mit Bremsassistent, zwei Airbags, (abschaltbarer Beifahrerairbag für Kindersitz) höhenverstellbare Scheinwerfer . Dafür kein Reserverad.

Der 1200er mit 75 PS ist mir in schlechter Erinnerung aus dem deutlich schwereren Clio Grandtour, fährt sich im Dacia überraschend gut, was wohl am geringen Kampfgewicht von unter 1000 kg liegen wird. Hab ihn trotzdem in der ersten Zeit dreimal am Tag abgewürgt. Sehr gute Bodenfreiheit, billige Anmutung im Innenraum - nona.

Jetzt spendier ich ihm noch ein paar Liter Hohlraum- und Unterbodenschutz, Schmutzfänger und dann kanns losgehen.

 

Der Käfer, das Schwein 13-Aug-2009 18:19

In diesem sibirischen Sommer ist der einzige, der eine gesunde Bräune (mehr oder weniger gesund, also eigentlich gar nicht, aber so gesund soll Bräune sowieso nicht sein) abbekommen hat, wieder einmal der Wald.

Die Aufarbeitung des Käferholzes hat auch heuer wieder Priorität, viel schneller ist da das vom benachbarten Forstbetrieb beauftragte Schlägerungsunternehmen. Dort wird auch viel effektiver gearbeitet. Die ganze Forststraße als Holzlager zu verwenden, schafft viel mehr Platz für Holz.

Aber leider etwas weniger Platz für Fahrzeuge. Auch die Urlauber, die im Zuge der Wanderwochen derzeit hier verstärkt unterwegs sind, zeigen sich etwas verwundert, sind aber trotz des oftmals fortgeschrittenen Alters noch recht flott im Überklettern.

Auf einem Streifen von gut vier Metern an der Grenze hat man Bäume stehen lassen als Schutz gegen Sonne und Wind.

Normalerweise freu ich mich auch darüber, wenn es nicht alles Käferbäume wären. Da gibts auch noch ein paar andere Hinterlassenschaften, die können aber auch von den angesprochenen Urlaubsgästen stammen, heuer hab ich ja überhaupt schon alles Mögliche gefunden, von der Herrenunterhose bis zum Kondom am Stock. (Ohne Zusammenhang allerdings an weit von einander entfernten Orten.)

Ich persönlich bring das Holz lieber zum unteren Waldrand, weil das geht von ganz alleine. Einfach in Falllinie fällen und dann asten, bis der Stamm von alleine ins Rutschen kommt.

Gut, da gibts auch schon etwas mehr Brennholz als normal, aber arbeitstechnisch einfach perfekt und sehr imposant, wenn ein größerer Baum mit Schwung durch den Wald in die Grimming donnert.  Man muss sich nur im richtigen Moment schnell vom Stamm entfernen.

Besonders, wenn man grad draufsteht.

Blechdach auf der Alm 03-Apr-2009 15:54

Im Sommer kann man ein Blechdach zwar als unpassend empfinden, aber jeden Winter bin ich froh, dass ich eines habe.

 

Wenn man sich im Vergleich dazu ansieht, wie viel Schneelast die anderen Dächer zu tragen haben.

Drei Stunden hab ich an der kleinen Hütte geschaufelt. Nach zwei Stunden Fußmarsch. (Der Schneehaufen links ist auf dem Hüttendach, das man am Bildrand unten etwas erkennen kann - links von der Schaufel.)

 

Die Lawine ist erst Monate später gekommen.

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