Landwirt Weblog - Holzmarkt

Benutzername: Holzmarkt
Preise auf leicht niedrigerem Niveau (März 2012) 28-Mar-2012 10:42
Aktuelle Wirtschaftsanalysen zeigen, dass die Weltkonjunktur nach einer Abschwächung Ende 2011 im ersten Quartal 2012 wieder leicht anzieht. Getragen wird diese Entwicklung hauptsächlich vom Wachstum in Asien und den USA. In Europa fällt das Wirtschaftswachstum weiterhin gedämpft aus. Konjunkturprognosen für Österreich gehen davon aus, dass sich der negative Trend von Ende 2011 nicht weiter fortsetzt.
Bei aktuell durchschnittlicher bis guter Rundholzversorgung der Sägeindustrie zieht die Nachfrage nach Nadelsägerundholz wieder leicht an. Die Abfuhr des Rundholzes ist aufgrund von Tauwetter bedingten Straßensperren regional stark eingeschränkt. Die Preise für Nadelsägerundholz haben sich gegenüber dem Vormonat weiter gefestigt, teilweise werden wieder Prämien für größere Mengen und prompte Lieferung gewährt.
Waldbesitzern wird empfohlen, die momentanen Absatzmöglichkeiten für Sägerundholz zu nutzen und konkreter Nachfrage zu entsprechen. Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk gelegt werden.
Gegen Ende der Einschlagsaison für Laubsägerundholz ist keine Belebung mehr bei Rotbuche und Ahorn zu erwarten. Eiche und Buntlaubhölzer sind bei attraktiven Preisen weiterhin gut nachgefragt.
Die Preise für Industrieholz sind bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Zellstoffindustrie gegenüber dem Vormonat unverändert, die Zufuhr erfolgt weiterhin kontingentiert. Der Absatz von Buchenfaserholz läuft bei stabilen Preisen problemlos. Alle Plattenholzsortimente werden bei ebenfalls stabilen Preisen rege nachgefragt.
Alle Energieholzkunden sind aufgrund des milden Winters ausreichend mit Brennmaterial versorgt, entsprechend ruhig verläuft der Energieholzmarkt. Produzenten und Konsumenten wird empfohlen, rechtzeitig Lager für die nächste Heizsaison anzulegen.
Bei der Waldarbeit sollte besonders auf im vergangenen Winter geworfene oder gebrochene Bäume und vom Borkenkäfer vorgeschädigte Bestände geachtet werden. Durch rechtzeitige Aufarbeitung kann dem Borkenkäfer frühzeitig potenzielles Brutmaterial vor dem ersten Schwärmhöhepunkt ab etwa Mitte April entzogen werden. Die anhaltend guten Rahmenbedingungen am Holzmarkt sollten zu einer großzügigen Aufarbeitung genutzt werden.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang März 2012. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Preise auf niedrigerem Niveau wieder stabil (Feber 2012) 05-Mar-2012 09:47
Wirtschaftsexperten prognostizieren im Vergleich zum Vorjahr für 2012 eine Stagnation der Wirtschaftsleistung im Euro-Raum. Diese Entwicklung trifft auch Österreich, da ein Rückgang der Exporte zu wichtigen Handelspartnern wie Italien oder Deutschland erwartet wird. Die Bauwirtschaft stagniert weiterhin, der wachsende Holzanteil im Neubau und im Sanierungsbereich sollte jedoch leichte Impulse für den Holzabsatz bringen.Obwohl der Schnittholzabsatz vor allem in Italien und in den Krisenregionen Nordafrikas noch nicht das ursprünglich hohe Niveau erreicht hat, herrscht bei Nadelsägerundholz gute Nachfrage nach allen Sortimenten und Holzarten. Bei mittlerer bis guter Versorgung der Sägeindustrie fließt das bisher erzeugte Rundholz in Abhängigkeit der Befahrbarkeit der Forststraßen zügig ab. Die Preise für Nadelsägerundholz haben sich gegenüber dem Vormonat auf vermindertem Niveau wieder stabilisiert.Waldbesitzern wird empfohlen, kein Rundholz ohne vertragliche Vereinbarungen zu produzieren. Auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk sollte immer geachtet werden. Eine Belebung des Marktes für Rotbuchensägerundholz ist für die laufende Einschlagsaison nicht mehr zu erwarten, wohingegen der Bedarf an Eiche und Buntlaubhölzern bei attraktiven Preisen hoch ist. Der Export von Pappelrundholz nach Italien hat sich deutlich verschlechtert und ist angespannt. Alle drei Wertholzsubmissionen der Waldverbände haben bei gestiegenem Angebot mit einem Durchschnittserlös von € 357,- je Festmeter ein gutes Ergebnis gebracht.Die Preise für Industrieholz sind bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Zellstoffindustrie gegenüber dem Vormonat stabil, die Zufuhr erfolgt weiterhin teilweise kontingentiert. Der Absatz von Buchenfaserholz läuft problemlos, zum Teil wird auch Sägerundholz schlechterer Qualität in eigenen Verträgen zu Blochholz-Preisen mit übernommen. Alle Plattenholzsortimente werden rege nachgefragt. Damit bleiben Pflege- und Durchforstungseingriffe weiterhin attraktiv und bieten so wie das Energieholz derzeit ein Ventil für Nutzungen im Laubholzbereich. Der Verbrauch der großen Energieholzkunden ist aufgrund der Kälteperiode ab Anfang Februar gestiegen, die Nachfrage bleibt bei allgemein sinkenden Lagerständen stabil. Die Nachfrage nach hochqualitativem, zwei Jahre gelagertem Brennholz ist aktuell besonders rege. Produzenten und Konsumenten wird empfohlen, bereits jetzt Lager für die nächste Heizperiode anzulegen. Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Februar 2012. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick:
http://www.landwirt.com/Download/Daten/829/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick:
http://www.landwirt.com/Download/Daten/828/landwirt.html
Preise um einige Euros abgesenkt (Jänner 2011) 19-Jan-2012 10:37
Aktuelle Wirtschaftsanalysen zeigen, dass die Dynamik der Realwirtschaft in Europa weiter nachlässt, jedoch kein Einbruch der Wirtschaftsleistung zu erkennen ist. Im dritten Quartal 2011 gingen die Bauinvestitionen im Vergleich zu leichten Steigerungen in den ersten beiden Quartalen zurück. In naher Zukunft kann aufgrund verstärkter Anstrengungen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nicht mit einem Anspringen der Baukonjunktur gerechnet werden.
Nach Weihnachtsurlauben und Revisionsstillständen, die auf bis zu drei Wochen ausgedehnt wurden, bewegen sich die Rundholzlagerstände der Sägewerke auf hohem Niveau, teilweise ist die Anlieferung kontingentiert. Die Preise für Nadelsägerundholz sind aufgrund der guten Versorgungslage und Absatz bedingten Produktionsanpassungen der Sägewerke für das Leitsortiment Fichte B, Media 2b Österreich weit um zwei bis fünf Euro gesunken. Die Orkane „Joachim“ und „Andrea“ haben nur geringe direkte Schäden angerichtet. Die intensiven Niederschläge haben aber vor allem in Westösterreich regional Schneedruckschäden verursacht, die aber kein marktrelevantes Ausmaß erreicht haben. Die Aufarbeitung der Hauptmengen wird aufgrund der Schneemengen erst im Laufe des Frühjahrs erfolgen, die Einschlagsaktivität ist generell gesunken.
Waldbesitzern wird empfohlen, kein Rundholz ohne vertragliche Vereinbarungen zu produzieren und für einen raschen Holzabtransport zu sorgen. Auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk sollte besonders geachtet werden.
Der Absatz von Laubsägerundholz gestaltet sich bei Rotbuche zäh, eine deutliche Belebung für die laufende Einschlagsaison ist nicht zu erwarten. Im Gegensatz dazu ist der Bedarf nach Eiche und Buntlaubhölzern bei attraktiven Preisen hoch. Ahorn ist ebenfalls gut nachgefragt. Dies spiegelt sich auch beim Mengenangebot bei den Wertholzsubmissionen in Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark wieder, wo Eiche und Ahorn die Hauptmengen stellen. Die Esche verzeichnet eine leichte Nachfragebelebung.
Die Zellstoffpreise sind im letzten Quartal 2011 von hohem Niveau ausgehend um gut 15 % gesunken. Die Papier- und Zellstoffindustrie erwartet für 2012 insgesamt aber einen stabilen Holzbedarf. Die Preise für Schleifholz sind bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Zellstoffindustrie für Neuabschlüsse das erste Quartal betreffend leicht zurückgegangen, die Zufuhr erfolgt weiterhin teilweise kontingentiert. Faserholz aller Holzarten und alle Plattenholzsortimente werden bei stabilen Preisen laufend übernommen.
Der Verbrauch der großen Energieholzkunden liegt aufgrund des bis Mitte Jänner sehr milden Winters deutlich unter dem Vorjahr. Der Energieholzmarkt verläuft dementsprechend ruhig.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Jänner 2012. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/800/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/801/landwirt.html
Stagnationsprognosen bewirken leicht rückläufige Preise (Dezember 2011) 20-Dec-2011 12:03
Das Wachstum der Weltwirtschaft verliert weiter an Tempo. Für 2012 gehen Wirtschaftsexperten auch für Österreich von einem deutlich gebremsten Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 aus. Zusätzlich verunsichern Eurokrise und Diskussionen um die Sanierung der Staatsbudgets Märkte und Konsumenten. Hauptsächlich fossile Energieträger sorgen derzeit für eine vergleichsweise hohe Inflation.
Aufgrund des anhaltend stockenden Absatzes bei Schnittholz hat die Sägeindustrie ihre Produktion in den letzten Wochen zurückgenommen. Dies hat bei allgemein stärkeren Holzernteaktivitäten zu einem raschen Aufbau der Rundholzlager geführt. Derzeit ist die Anlieferung bei den meisten Sägewerken kontingentiert wodurch es zu Verzögerungen bei der Rundholzabfuhr kommt. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist grundsätzlich gegeben, einzelne Abnehmer haben die Preise für Nadelsägerundholz jedoch bereits durch ein Absenken der Preisspitzen angepasst. Die weiterhin angespannte Situation auf den Schnittholzmärkten bewirkt eine ausgeprägte Zurückhaltung bei Vertragsabschlüssen für das erste Quartal 2012. Zur Entlastung der Märkte beabsichtigen die größeren Sägewerke Weihnachtsurlaube und Revisionsstillstände länger als üblich, auf bis zu drei Wochen auszudehnen. Der Holzanfall durch Sturm „Berit“ Ende November in Schweden wird problemlos im Normaleinschlag untergebracht.Der Absatz von Laubsägerundholz gestaltet sich unterschiedlich. Die Nachfrage nach Rotbuche wird zu weiterhin unattraktiven Preisen auf niedrigem Niveau bedient. Eiche und Pappel sind zu den guten Vorjahrespreisen rege nachgefragt. Anderes Buntlaubholz guter Qualitäten wird in den Bundesländern Steiermark, Nieder- und Oberösterreich primär für die Submissionen der Waldverbände Ende Jänner 2012 erzeugt.
Waldbesitzern wird empfohlen, kein Rundholz ohne vertragliche Vereinbarungen zu produzieren und für einen raschen Holzabtransport zu sorgen. Auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk sollte besonders geachtet werden.
Der Industrieholzmarkt stellt sich bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Plattenindustrie weiterhin differenziert dar. Der Absatz von Schleif- und Plattenholz erfolgt zu stabilen Preisen, die Zufuhr ist jedoch teilweise kontingentiert. Die Abnahme von Faserholz aller Holzarten erfolgt bei stabilen Preisen zügig.
Alle Energieholzsortimente sind weiterhin gut nachgefragt. Die Energiebilanz 2010 weist steigende Anteile erneuerbarer Energieträger besonders im Raumwärmebereich aus, was sich auch auf die Brennholznachfrage positiv auswirkt.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Dezember 2011. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/779/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/778/landwirt.html
Preise auf hohem Niveau noch fest (November 2011) 23-Nov-2011 11:28
Die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seit Mitte 2011 vor allem auch für den Euro-Raum verschlechtert. Die Prognosen zum Wirtschaftswachstum mussten deutlich zurückgenommen werden und auch für das nächste Jahr ist mit einem deutlich abgeschwächten Wachstum zu rechnen. Davon betroffen sind insbesondere auch Export orientierte Länder wie Deutschland und Österreich. Sinkende Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand lassen den Tiefbau weiterhin stagnieren, wohingegen im Wohnbau aktuell leicht positive Wachstumsraten zu verzeichnen sind.
Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist trotz eines gegenüber der ersten Jahreshälfte deutlich geringeren Schnittholzabsatzes anhaltend hoch. Es konnten für den Winter noch keine nennenswerten Rundholzlager bei den Sägewerken aufgebaut werden. In den kommenden Wochen sollte daher auch bei nun steigenden Holzernteaktivitäten volle Aufnahmefähigkeit gegeben sein. Die Holzanlieferung erfolgt dementsprechend und auch aufgrund der anhaltend guten Witterung problemlos und zügig. Die Preise für Nadelsägerundholz haben sich gegenüber dem Vormonat auf hohem Niveau weiter gefestigt.
Beim Laubsägerundholz setzt sich der Trend des Vorjahres fort. Gefragt sind insbesondere dünklere Holzarten wie Eiche und Nuss, sowie Buntlaubhölzer. Bei den von den Waldverbänden an den Standorten Heiligenkreuz (NÖ), St. Florian (OÖ) und Großwilfersdorf (Stmk.) durchgeführten Wertholzsubmissionen Ende Jänner 2012 wird daher auch eine rege Nachfrage erwartet. Keine Verbesserung ist noch beim Absatz von Rotbuche zu verzeichnen, die Preise bewegen sich auf dem niedrigen Vorjahresniveau.
Waldbesitzern wird eindringlich empfohlen, die aktuell sehr attraktiven Preise und sonstigen Rahmenbedingungen am Rundholzmarkt rasch zu nutzen und jedenfalls vor der Holzernte für vertragliche Sicherheiten im Verkauf zu sorgen. Benötigte Holzerntekapazitäten sollten rechtzeitig organisiert werden.
Der Industrieholzmarkt stellt sich bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Plattenindustrie weiterhin differenziert dar. Der Absatz von Schleif- und Plattenholz erfolgt zu stabilen Preisen, die Zufuhr ist jedoch teilweise kontingentiert. Die Abnahme von Faserholz aller Holzarten erfolgt bei stabilen Preisen zügig.
Alle Energieholzsortimente sind weiterhin gut nachgefragt. Neu in Betrieb gegangene Heizwerke und der laufende Bedarf in der Heizsaison sorgen für stabile bis regional steigende Preise. Alles Brennholz ist weiterhin sehr gut absetzbar.
Die Bestände sollten weiterhin aufmerksam auf „Käfernester“ kontrolliert werden. Häufig treten diese erst jetzt, nach Abplatzen der Rinde sichtbar in Erscheinung. Eine großzügige Aufarbeitung unter Mitnahme scheinbar gesunder Randbäume wird empfohlen.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang November 2011. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/767/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/768/landwirt.html
Holzpreise immer noch gut, aber Konjunktur schwächt sich ab (September 2011) 19-Sep-2011 17:11
Nach der kräftigen Erholung seit dem Herbst 2010 ist nunmehr eine deutliche Abschwächung der internationalen Konjunktur zu beobachten. Während aus Asien nach wie vor starke Wachstumsimpulse kommen, fiel das Wirtschaftswachstum in den USA im II. Quartal mäßig aus. Maßnahmen zur Sanierung der Staatshaushalte in südeuropäischen Staaten wie Griechenland, Portugal und Italien lassen auch für Europa einen Rückgang des Wirtschaftswachstums erwarten. Im Vergleich zum Tiefbau entwickelt sich der Hochbau in Österreich weiterhin gut.
Bei saisonal geringerem Angebot an Nadelsägerundholz haben sich die Preise gegenüber dem Vormonat auf ansprechendem Niveau weiter gefestigt. Regional werden Prämien für prompte Lieferung und größere Mengen gewährt. Trotz deutlich verringerter Produktion im August und stockendem Absatz auf den Schnittholzmärkten sind sowohl Rundholz- als auch Schnittholzlager der Sägewerke generell niedrig. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist weiterhin anhaltend hoch, die Abfuhr erfolgt problemlos und zügig. Es ist ein für die Jahreszeit üblicher, stärkerer Anfall an Käferholz zu verzeichnen, der problemlos vom Markt aufgenommen wird.
Es wird empfohlen, die sehr attraktiven Absatzmöglichkeiten für Nadelsägerundholz jetzt zu nutzen, konkreter Nachfrage sollte rasch entsprochen werden. Käfernester und befallene Einzelbäume sollten großzügig aufgearbeitet werden, um die Vermehrung des Borkenkäfers nach dem zweiten Schwärmhöhepunkt im August zu verhindern. Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk auf vertragliche Sicherheiten, einen raschen Holzabtransport und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk gelegt werden.
Die Nachfrage nach Schleifholz ist durch einen vergleichsweise hohen Anfall von Sägenebenprodukten und hohe Lagerstände der Industriebetriebe derzeit geringer als in den Vormonaten. Die Preise haben regional neuerlich leicht nachgegeben, die Anlieferung ist teilweise kontingentiert. Die Abnahme von Faserholz aller Holzarten erfolgt bei stabilen Preisen zügig.
Der Lageraufbau beim Energieholz für die kommende Heizsaison ist voll im Gange, teilweise fließt Industrieholz zum Energieholz ab.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang September 2011. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/767/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/768/landwirt.html
Markt weiter gut, aber Auswirkungen der Italienfinanzkrise unklar (Juli 2011) 25-Jul-2011 19:37
Die internationale Konjunktur flaut auf hohem Niveau leicht ab, auch der Euro-Raum zeigt eine Verlangsamung des Wirtschaftsaufschwunges. In Österreich entspricht die Geschäftslage im Hochbau dem langjährigen Durchschnitt, der Produktionsindex im Tiefbau liegt jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert. Wie rasch sich insbesondere die italienische Finanzkrise und das damit verbundene Sparpaket auf den Holzverbrauch auswirken wird kann derzeit nur schwer abgeschätzt werden.
Die gute Versorgung der österreichischen Sägewerke mit Nadelrundholz hat in den vergangenen Wochen auch eine hohe Nadelschnittholz-Produktion nach sich gezogen. Einige größere Sägewerksbetreiber haben über die Ferienmonate Produktionsrücknahmen angekündigt, was sich auf die Rundholzanlieferung aber nicht negativ auswirken sollte. Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist für die Jahreszeit ungewohnt hoch. Die Sägewerke sind weiterhin aufnahmefähig und um kontinuierliche Rundholzabnahme bemüht. Der Nachfrage entsprechend haben die Abschlüsse für das dritte Quartal zu einer geringen Preissteigerung geführt. Für das Leitsortiment Fichte, Qualität B, Stärkeklasse 2b+, waren Anfang Juli bis zu 97,- Euro je Festmeter zu erlösen.
Auch wenn das Holzaufkommen infolge Borkenkäferbefall bisher unter den Erwartungen geblieben ist, wird empfohlen die Bestände weiterhin intensiv auf frischen Stehendbefall zu kontrollieren. Sowohl Einzelbäume als auch Käfernester sollten sorgfältig aufgearbeitet und ohne Verzögerung aus dem Wald abtransportiert werden.
Bei Schleifholz sind die Werke der Papier- und Zellstoffindustrie gut versorgt, aber weiterhin aufnahmefähig. Nördlich des Alpenhauptkammes wurden die Preise Anfang Juli um drei Euro gesenkt. Der Bedarf an Faserholz ist bei allen Holzarten weiterhin hoch, die Preise sind allgemein stabil.
Der Lageraufbau beim Energieholz für die kommende Heizsaison ist voll im Gange, teilweise kommt es zu Verzögerungen bei der Anlieferung.
Bei Verkäufen sollte höchstes Augenmerk auf vertragliche Sicherheiten, einen raschen Holzabtransport und usancenkonforme Übernahme gelegt werden.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juli 2011. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/747/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/746/landwirt.html
Blochpreise mit ersten Abzügen, gute Nachfrage nach ofenfertigem Brennholz (Juni 2011) 16-Jun-2011 08:45
Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa verläuft uneinheitlich. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Österreich entwickeln sich im Vergleich zu südeuropäischen Ländern weiterhin positiv. Etwas getrübt wird der Aufschwung durch steigende Preise für fossile Energieträger, welche aktuell die wichtigste Inflationskomponente darstellen. In der Bauwirtschaft setzen sich die Stabilisierungstendenzen nicht weiter fort. Einzig im Sanierungsbereich wird eine weitere Erholung in den nächsten Monaten erwartet.
Aktuell sind Angebot und Nachfrage bei Nadelsägerundholz bei guter Versorgung der Sägewerke noch ausgeglichen. Nach einer kurzen Anlieferungsspitze im Mai sind die Sägewerke weiterhin aufnahmefähig, das Rundholz fließt wieder zügig ab. Bei anhaltend hohem Rundholzbedarf und aktuell deutlich geringerer Holzernteaktivität werden dennoch Preisabschläge für stärkeres Blochholz vorgenommen. Die Rundholzpreise sind gegenüber dem Vormonat unverändert stabil.
Es wird empfohlen, die Bestände intensiv auf frischen Befall durch Borkenkäfer zu kontrollieren. Sowohl Einzelbäume als auch Käfernester sollten großzügig aufgearbeitet und ohne Verzögerung aus dem Wald abtransportiert werden. Bei Verkäufen sollte weiterhin höchstes Augenmerk auf vertragliche Sicherheiten, einen raschen Holzabtransport und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk gelegt werden.
Papier-, Zellstoff- und Plattenindustrie signalisieren weiterhin volle Aufnahmefähigkeit. Die Nachfrage nach Industrierundholz ist anhaltend gut, die Übernahme erfolgt allgemein wieder problemlos. Die Preise für Faser- und Schleifholz sind in Kärnten und Niederösterreich leicht gestiegen und tendieren auch sonst steigend. Die Abnahme von Buchenfaserholz erfolgt kontinuierlich, die Preise sind stabil. Alle Plattenholzsortimente werden ebenfalls anhaltend gut nachgefragt. Durchforstungs- und Pflegeeingriffe gewinnen daher weiter an Attraktivität.
Der Energieholzmarkt verläuft saisonbedingt ruhig. Die Lager für die nächste Saison sind teilweise bereits aufgebaut, bei Großanlagen ist aber eine laufende Abnahme gesichert. Anhaltend groß ist die Nachfrage nach ofenfertigem Brennholz, die Preise sind regional leicht gestiegen.
Die Brennholzlager sollten für die nächste Saison ausreichend gefüllt werden, um den steigenden Bedarf decken zu können. Die Ergebnisse der Biomasseheizungserhebung 2010 weisen ein stetiges Wachstum von Holzheizungen aus.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juni 2011. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/738/landwirt.html
Die aktuellen Holzpreise im Überblick
http://www.landwirt.com/Download/Daten/739/landwirt.html
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