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mein Tagebuch
Holzmarkt weiter angespannt (Juli 08)

Die Schnittholzmärkte in Europa und Übersee haben sich nicht verbessert. Die  Sägeindustrie fährt mit gedrosselter Produktion um die Märkte zu entlasten und hat für den Hochsommer längere Betriebsstillstände als üblich angekündigt. Die Aufarbeitung und Vermarktung des Windwurfholzes außerhalb der Schadenszentren in der Steiermark und Kärnten ist so gut wie abgeschlossen. In diesen Regionen ist teilweise eine leicht steigende Nachfrage nach Nadel-Sägerundholz festzustellen. Die Talsohle der Preisentwicklung für Nadelsägerundholz scheint überwunden. Bei vereinzelten Preisverbesserungen sind die Preise im Allgemeinen auf niedrigem Niveau stabil. Daher beschränken sich die Holzernteaktivitäten fast ausschließlich auf Kalamitätsholz. Der abrupte Preisverfall nach den Windwürfen hat zudem dazu geführt, dass Schlagbegradigungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Einzelne Windwürfe durch Gewitterstürme haben allenfalls lokale Bedeutung. Die phytosanitären Fällungen wegen Käferbefalls sind bisher in geringerem Ausmaß erforderlich gewesen als befürchtet. Der

Nadelfaserholzmarkt

ist gesättigt, die Lager sind übervoll, die Produktion kann nicht empfohlen werden. Schleifholz wird im Herbst wieder gefragt sein. Die Preise sind derzeit stabil. Bei Rotbuchenfaserholz ist das Angebot kalamitätsbedingt höher als die Nachfrage, die Lieferung ist zu stabilen Bedingungen im Rahmen bestehender Verträge möglich. Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen. Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Energieholz versorgt, KWK-Anlagen mit größerem laufenden Bedarf werden problemlos versorgt. Eine Belebung der Nachfrage ist erst wieder mit Beginn der Heizsaison zu erwarten. Auch wenn die  bisher relativ nasse und kühle Witterung die

Entwicklung der Borkenkäfer

nicht begünstigt hat, müssen  die Bestände konsequent auf frischen Borkenkäferbefall kontrolliert werden. Lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist raschest aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. 

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juli 2008 und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.

 

Die langjährige Holzpreisentwicklung:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/409/landwirt.html

Der aktuelle Holzpreis:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/410/landwirt.html

Märkte voll - Preise niedrig (Juni 08)

Die Schnittholzmärkte in Europa und Übersee sind anhaltend überlastet. Der europäische Export an Schnittholz und weiterverarbeiteten Produkten nach Japan und der Absatz in die USA sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen.

Wenig Exportnachfrage

Obwohl man sich in der Hauptsaison befindet, meldet die österreichische Sägeindustrie auf den Exportmärkten keine Nachfragebelebung gegenüber dem ersten Quartal. Der italienische Markt stagniert auf hohem Niveau. Für den August haben die Sägewerke längere Betriebsstillstände als üblich angekündigt. Die Aufarbeitung und Vermarktung des Windwurfholzes außerhalb der Schadenszentren in der Steiermark und Kärnten wird bis Ende Juni abgeschlossen sein. In diesen Regionen ist daher wieder eine leicht steigende Nachfrage nach Nadel-Sägerundholz für den Sommer festzustellen. In Niederösterreich ist bereits jetzt konkrete Nachfrage nach Schwachholzsortimenten aus frischer Produktion (Durchforstung) gegeben.

Preise auf niedrigem Niveau

Allgemein sind die Preise auf niedrigem Niveau stabil. Daher beschränken sich die Holzernteaktivitäten derzeit noch fast ausschließlich auf Kalamitätsholz. Der abrupte Preisverfall nach den Windwürfen hat zudem dazu geführt, dass Schlagbegradigungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Die Versorgung der Sägewerke ist grundsätzlich gut, die Zufuhr allgemein ohne größere Beschränkungen möglich. Der Industrieholzmarkt ist trotz der Rücknahme von Importen weiterhin gesättigt. Die Lager sind übervoll. Insbesondere der Absatz beim Schleifholz stockt noch deutlich, eine Entspannung ist jedoch im dritten Quartal zu erwarten. Die Preise sind stabil. Auch bei Rotbuchenfaserholz ist das Angebot kalamitätsbedingt höher als die Nachfrage, zur Entspannung wurden von der Firma Lenzing zusätzliche Wasserlager eingerichtet. Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen.

Energieholzmarkt erst ab Herbst belebt

Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Energieholz versorgt. Eine Belebung der Nachfrage ist erst wieder mit Beginn der Heizsaison zu erwarten. Die bisher relativ nasse und kühle Witterung hat die Entwicklung der Borkenkäfer etwas gehemmt. Dennoch sind die Bestände weiterhin konsequent auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist raschest aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen.

Preise siehe Grafiken

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juni 2008 und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.

 

Die langjährige Holzpreisentwicklung:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/397/landwirt.html

Der aktuelle Holzpreis: http://www.landwirt.com/Download/Daten/398/landwirt.html

 

Kalamitäten prägen Holzmarkt noch immer

Das globale Wirtschaftswachstum schwächt sich zwar ab, wird aber nicht unterbrochen. Besonders betroffen sind die USA, aber auch europäische Staaten. Wachstumsmotoren bleiben China, Indien und die Osteuropäischen Staaten.Der Schnittholzabsatz in die USA gestaltet sich aufgrund des stark reduzierten Bedarfes und der anhaltend ungünstigen Währungsrelation weiterhin schwierig. In Italien sollte der Holzbedarf trotz schwächelnder Wirtschaftsentwicklung aufgrund des Renovierungssektors weiterhin hoch bleiben. Die Bauwirtschaft in den osteuropäischen Ländern gewinnt weiter an Kraft, Großbritannien entwickelt sich ebenfalls günstig. Österreich bleibt aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums der Bauproduktion ein interessanter Absatzmarkt. Die Holzernteaktivitäten beschränken sich derzeit fast ausschließlich auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Die Aufarbeitung des Windwurfholzes läuft zügig, der Holzabtransport stockt jedoch vor allem wegen der für die Jahreszeit üblichen Straßensperren. Aktuell besteht zwar noch ein allgemeines Überangebot an Nadel-Sägerundholz, bis Ende Juni sollte aber außerhalb der Hauptschadensgebiete Kärnten und Steiermark das Schadholz vom Markt aufgenommen sein. Zur rascheren Entspannung des Marktes werden auch von der Forstwirtschaft Nasslager angelegt. Trotz aller Bemühungen sind die Preise weiter gesunken, die Talsohle dürfte jedoch bereits erreicht sein.Der Industrieholzmarkt ist allgemein gesättigt, das Angebot auch bei Rotbuche ist höher als die Nachfrage. Aufgrund des Überangebotes und der wieder steigenden Anlieferung von Sägerestholz haben die Preise beim Nadel-Faserholz um bis zu zwei Euro nachgegeben, beim Schleifholz ist die Preisreduktion nördlich der Alpen deutlicher ausgefallen; teilweise werden auch Mengenkontingente zurückgenommen.Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Um zusätzliche Holzschäden zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Aufarbeitungsgeschwindigkeit den Möglichkeiten des Holzabtransportes anzupassen. Der Frischholzeinschlag sollte bis auf weiteres ruhen. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen.Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Holz versorgt, auch dieser Bereich profitiert vom aktuellen Überangebot.Die Bestände sind wieder verstärkt auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, das Holz ist zeitgerecht und rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Neuabschlüsse nach den Windwürfen und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.

Die langjährige Holzpreisentwicklung:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/372/landwirt.html

Der aktuelle Holzpreis:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/373/landwirt.html

nach Stürmen - Holzmarkt übervoll

Nur einen Monat nach dem Orkan „Paula“ hat das Sturmtief „Emma“ weitere Schäden am Wald verursacht. Diese liegen mit knapp 10 Millionen Festmetern in Mitteleuropa weit unter den Befürchtungen, treffen jedoch auf einen bereits angespannten Rund- und Schnittholzmarkt.In Österreich sind durch die beiden Stürme rund 8,3 Millionen Festmeter Holz, mit den Schwerpunkten Steiermark, Kärnten und Oberösterreich, angefallen. Der Nadel-Sägerundholzmarkt ist Österreich weit äußerst angespannt, die Situation hat sich aufgrund des neuerlichen Windwurfes zusätzlich verschärft. Die Sägeindustrie ist bei weiterhin gedrosselter Produktion auf viele Monate hinaus gut bevorratet und hat Mühe die Sturmholzmengen in den nächsten Monaten aufzunehmen. Um phytosanitäre Folgeschäden und Qualitätseinbußen bei bereits aufgearbeitetem Holz zu vermeiden, ist die Forstwirtschaft bemüht Nasslager anzulegen. Die Preise für Nadel-Sägerundholz sind bei neuen Vertragsabschlüssen deutlich um bis zu 15,- Euro je Festmeter gefallen.Die Papier- und Plattenindustrie ist anhaltend gut mit Industrieholz versorgt. Das Rundholz fließt derzeit entsprechend der vertraglichen Vereinbarungen ab, die Preise sind stabil. Ab Ende des zweiten Quartals ist jedoch windwurfbedingt auch bei Sägehackgut mit einer deutlichen Erhöhung des Angebots zu rechnen. Zur Sicherstellung der Versorgung mit Schleifholz und Rotbuchen–Faserholz im vierten Quartal ist die Papierindustrie bemüht Nasslager anzulegen. Es wird bekundet, die Importe so wie im Vorjahr weiter zurückzunehmen.Die von den Stürmen verschont gebliebenen Waldbesitzer sollten derzeit kein Nadelholz produzieren. Normalnutzungen sollten -falls nicht bereits erfolgt- rasch gestoppt und bis auf weiteres verschoben werden. Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben höchste Priorität. Um Wert vermindernde Folgeschäden (Verblauung, Borkenkäferbefall) zu vermeiden, ist die Aufarbeitungsgeschwindigkeit den Möglichkeiten des Holzabtransportes anzupassen. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen.Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut versorgt aber für Energieholz grundsätzlich aufnahmefähig. Die klassischen Brennholzsortimente sind weiterhin gefragt.Aus phytosanitären Gründen sollte in den Schadensgebieten Bruchholz vor geworfenem Holz, Einzelbäume/Nester vor flächigen Würfen, Tieflagen vor Hochlagen und Sonnseiten vor Schattseiten aufgearbeitet werden. Die Bestände sind verstärkt auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, das Holz rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Durch „Emma“ vereinzelt angefallene Bäume sollten von den größeren Forstbetrieben zur Entlastung des Marktes als Borkenkäfer-Fangbäume verwertet werden.Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Neuabschlüsse nach dem Windwurf „Paula“ und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.

Die aktuellen Holzpreise:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/365/landwirt.html

Die langjährige Holzpreisentwicklung:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/364/landwirt.html

Jänner -verhaltene Nachfrage nach Rundholz -aber regional unterschiedlich
Die österreichische Sägeindustrie hat zur Entlastung der Schnittholzmärkte die Produktion in den letzten Wochen reduziert, man hofft auf Stabilisierung im Frühjahr.Je nach individueller Produktionsrücknahme und dem Verhalten der Sägewerke nach dem Windwurf ist die Versorgung und damit die Nachfrage nach Nadelsägerundholz unterschiedlich. Insgesamt ist jedoch ausgehend vom Schnittholzmarkt die Nachfrage für die Jahreszeit verhalten. Die Sägewerke sind generell aufnahmefähig, aus dem Süden Österreichs werden aber Zufuhrbeschränkungen zu einzelnen Werken gemeldet. Die Rundholzpreise sind insbesondere bei guten Qualitäten weiter gestiegen und befinden sich allgemein auf ansprechendem Niveau. Die Preise in den Windwurfregionen gleichen sich wieder dem allgemeinen Preisniveau an.Die Lärche ist bei weiter gestiegenen Preisen nach wie vor stark nachgefragt. Beim Laubholz ist insbesondere die Nachfrage nach Eiche, Ahorn und Pappel groß. Starke, rotkernige Buche wird gesucht, weiße Buche ist schwerer absetzbar.  Qualifizierter Nachfrage nach Frischholz, zu festen Preisen und garantierter Abfuhr sollte jedenfalls nachgekommen werden, damit die heimische Sägeindustrie ihre Marktanteile halten bzw. ausbauen kann. Auf Transparenz bei den Abmaßprotokollen und Zahlungssicherheit sollte geachtet werden.Bei Schleifholz ist die Nachfrage nördlich der Alpen rege, dort sind die Preise kürzlich gestiegen. Das Preisniveau vom Jänner 2007 ist damit wieder erreicht bzw. überschritten.Durch den verringerten Anfall an Sägerestholz entspannt sich der Markt für Nadelfaserholz, wegen nach wie vor hoher Lager ist die Zufuhr teilweise kontingentiert, eine endgültige Entspannung wird im zweiten Quartal erwartet. Beim Buchenfaserholz sind Angebot und Nachfrage ausgeglichen.Bei gesicherter Abnahme wird aufgrund des interessanten Preisniveaus von Schleifholz die Produktion dieses Sortimentes empfohlen.Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion laufen im Vollbetrieb, die Abnehmer sind wieder für Energieholz aufnahmefähig Die Nachfrage nach den klassischen Brennholzsortimenten ist unvermindert groß.Käferbäume sollten aus phytosanitären Gründen bis zum Frühjahr aufgearbeitet und aus dem Wald abtransportiert werden. Vor allem in den Windwurfgebieten ist heuer mit einem stärkeren Befallsdruck zu rechnen.

 

Die Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Jänner 2008. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.

 

Die aktuellen Holzpreise:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/331/landwirt.html

Die langjährige Holzpreisentwicklung:

http://www.landwirt.com/Download/Daten/330/landwirt.html

 
 
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