Landwirt Weblog - Holzmarkt

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Holzmarkt im Juni 16-Jun-2015 09:53

Die Erholung der Wirtschaft in einigen Ländern des Euro-Raumes, die erhöhte Binnennachfrage in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien sowie die Belebung der Industrieproduktion in Osteuropa begünstigen derzeit die Konjunktur in der EU. Die österreichische Wirtschaft konnte davon jedoch nur in geringem Ausmaß profitieren. Experten zeichnen zur Wirtschaftsentwicklung in Österreich weiterhin ein getrübtes Bild.

Die österreichischen Sägestandorte sind sehr gut mit Nadelsägerundholz bevorratet. Daher ist die Nachfrage weiterhin verhalten. Auch die Holzabfuhr bzw. Holzanlieferung zu den Werken gestaltet sich in Abhängigkeit der Versorgungslage und dem regionalen Schadholzanfall der letzten Monate. So verläuft diese insbesondere in Niederösterreich schleppend, aber auch in Salzburg und der Steiermark ist die Zufuhr zu den Werken kontingentiert. Bereits problemlos läuft die Holzabfuhr aus dem Wald in Oberösterreich und in Kärnten. Die Sägerundholzpreise sind nach dem Sturm „Niklas“ zum Teil deutlich gesunken, wobei auch ein Nord-Süd-Gefälle zu beobachten ist. Dies zeigt sich besonders deutlich zwischen Nord- und Osttirol, wo ein Preisunterschied von € 10,- je FMO gegeben ist. Das Preisband für das Leitsortiment Fichte, B, 2b bewegt sich zwischen € 85,- und € 97,- je FMO. Insbesondere in den Gebieten mit verzögerter Holzabfuhr beschränken sich die Holzernteaktivitäten weiterhin auf die Schadholzaufarbeitung. Der Absatz von Weiß- und Schwarzkiefer ist zu ebenfalls reduzierten Preisen möglich. Die Lärche konnte ihr gutes Preisniveau halten.

Nadelindustrierundholz wird ebenfalls verhalten nachgefragt, da die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sehr gut mit Rohstoff bevorratet sind. Aufgrund der Schadholzmengen und des Revisionsstillstandes in Gratkorn und dem Kesselausfall in Pöls ist die Absatzsituation grundsätzlich angespannt. Die Preise sind größtenteils stabil. Die Situation bei Buchenfaserholz ist im Vergleich zum Vormonat unverändert. Aufgrund der sehr guten Versorgungslage ist die Nachfrage gering, die Abnahme kontingentiert.

Der Energieholzmarkt verläuft der Jahreszeit entsprechend sehr ruhig. Die Standorte sind sehr gut versorgt. Es besteht auch ein gewisses Überangebot an Hackgut. Im aktuellen Marktumfeld ist es leicht, umfangreiche Energieholzlager aufzubauen. Die Nachfrage nach hochqualitativem, 2 jährig gelagertem Brennholz ist der Jahreszeit entsprechend normal.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende Mai bzw. Anfang Juni 2015. Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich Umsatzsteuer.

Holzmarkt im Mai 21-May-2015 09:39

Die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar wirkt positiv auf eine erhöhte Nachfrage außerhalb der Eurozone. Österreich kann im Vergleich zu anderen EU-Staaten nicht im selben Ausmaß davon profitieren, da ein Großteil der Exportwirtschaft innerhalb des Euro-Raumes stattfindet.

Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz ist derzeit verhalten, da die Standorte der Sägeindustrie sehr gut bevorratet sind. Die Holzernteaktivitäten beschränken sich im Wesentlichen auf die Schadholzaufarbeitung, die Holzabfuhr erfolgt schleppend. An einigen Standorten ist die Zufuhr auch kontingentiert. Auch wenn der Holzanfall des Sturmtiefs Niklas im Vergleich zum Gesamteinschlag gering ausfiel, haben die Preise vor allem in den Schadenszentren Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg merklich nachgegeben. Das Preisband für das Leitsortiment der Fichte hat sich vergrößert und befindet sich zwischen € 85,- und € 101,-  je FMO.

Die Standorte der Papier-, Platten- und Zellstoffindustrie sind sehr gut mit Nadelindustrierundholz bevorratet. Aufgrund des Revisionsstillstandes in Gratkorn sowie den noch laufenden Reparaturarbeiten in Pöls ist der Holzbedarf entsprechend gering. Folglich ist die Zufuhr streng kontingentiert. In Niederösterreich erfolgte eine Preisreduktion um 2 Euro, in den restlichen Bundesländern sind die Preise stabil. Mehrmengen an Buchenfaserholz aus dem Eisbruch werden aufgrund einer sehr guten Versorgungslage verhalten nachgefragt. Auch hier ist die Abnahme kontingentiert.

Die Nachfrage nach Energieholz ist der Jahreszeit entsprechend verhalten. Aufgrund des geringen Verbrauches in der vergangenen Heizperiode sind die Heizwerke sehr gut mit Rohstoff bevorratet. Der Absatz ist meist nur im Rahmen der abgeschlossenen Verträge möglich. Anfallende Brennholzsortimente im Zuge der Schadholzaufarbeitung sollten auf Lager gelegt werden, um den Bedarf an qualitativem Brennholz in den kommenden Saisonen decken zu können.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Ende April bzw. Anfang Mai 2015. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer zuzurechnen ist.

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