Landwirt Weblog - Felix05

Benutzername: Felix05

Geschlecht: männlich

Mein Betrieb:
Forst
Nichtlandwirt

Hobbies: Motorrad fahren, unser Hund Franko
Motto: Verlange von anderen nie mehr, als du selbst bereit bist, zu geben

Auch die Arbeit kann Spass machen 11-Jul-2010 19:59

Ja das kann sie wirklich, trotz aller Härte und allem Verdrängungswettbewerb.

Manchmal komme ich nämlich richtig aus der Werkstatt und dem kleinen Städtchen raus, vor allem in der Sommersaison.

Da verreisen die Leute wieder viel lieber, kein Wunder wenn die Sonne lacht und die Stadt der Liebe winkt.

Hier steh´n wir gerade vorm Eifelturm bei herrlichem Sonnenschein und für Paris ziemlich beruhigter Verkehrslage. Es ist nicht immer so einfach wie hier, einen Parkplatz direkt neben Frankreichs Wahrzeichen zu ergattern, für den man nicht bezahlen muss.

 

Bei jeder Paris Tour darf natürlich ein Ausflug zum berühmten Schloss von Versailles, dass als Jagdschloss für Ludwig XIII. gebaut wurde, nicht fehlen.

Ich selbst gehe da ganz anderen Neigungen nach, wenn die Touristen ausgestiegen sind und der Bus in einer Seitenstraße abgeparkt ist.

In Versailles befindet sich nämlich auch einer der größten Märkte Frankreichs, da kaufen sehr viele Pariser Spitzenköche ihre Waren taufrisch ein. Ich esse da erstmal sehr viel frisches Obst und schlendere gern durch die weltberühmten Markthallen.

Bevor man die Heimreise aus Paris antritt, sollte man diese Stadt bei Nacht gesehen haben. Ein unbeschreibliches Lichtermeer, dass einen immer auf´s Neue in seinen Bann zieht.

Vom Seineufer sieht man dann, wie der Eifelturm von unten nach oben zu leuchten beginnt und kann die Ausflugsschiffe anlegen sehen.

Dann steigt man wieder in den wohlklimatisierten City-Liner und tritt die Heimfahrt an.

Ich fahre diesen Bus besonders gern, er ist stark und sehr wendig, außerdem lässt er von der Ausstattung her für Gast und Fahrer keine Wünsche offen.

 

Wer weiß, die Welt ist ja bekanntlich ein Dorf und vielleicht fahren wir mal zusammen in die ewige Stadt an der Seine...

oder auch woanders hin.

Ich wünsche euch jedenfalls Allen eine Gute Zeit!

Sehenswertes bei uns daheim 26-Sep-2009 17:52

Haflingergestüt Meura

 

Von uns ca. 5 Kilometer entfernt liegt das kleine Bergdorf Meura.

Dort befindet sich das größte Haflingergestüt Europas. Alljährlich im Mai werden die Tiere auf die Weiden getrieben, dass hat bei uns schon fast Volksfestcharakter.

 

 

Aus allen Teilen des Landes reisen Pferdebegeisterte an, um diesen Höhepunkt live zu erleben.

 

 

Hier werden gerade die "Oldies" ausgetrieben.

 

 

Man kann förmlich die Stimmung fühlen, wenn die Pferde den ersten Weidegang genießen.

 

 

Das sind Tine (rechts) und Ronny. Die beiden sind für die praktische Ausbildung der Jugendlichen, welche den Beruf Pferdewirt erlernen, zuständig.

Reiten können die zwei wie der Teufel. Viele der besten Pferdewirte kommen aus Meura, ein Verdienst dieses Teams.

Gestern am 03.10.2009 haben wir dem Gestüt wieder einmal einen Besuch abgestattet. 

Es ist immer wieder auf´s Neue interessant und faszinierend. Die Sauberkeit und Ordnung sind einfach genial, gut derzeit ist der Weidebetrieb noch im Gange, da hat man im Stall nicht allzuviel Arbeit.

 

 

Die großen Rheinisch-Thüringischen Kaltblüter haben´s mir ganz besonders angetan.

Sie wurden bis 1990 im Wald eingesetzt bei Rückearbeiten.

In unserem Revier gab es acht Gespannführer mit ungefähr 25 Pferden, da war eigentlich der Wald sauberer als heute, überhaupt die schwer zugänglichen Stellen.

Ich überlege manchmal, ob´s nicht heute wieder Sinn machen würde, mit Pferden Holz auszurücken, Anfragen gäbe es mit Sicherheit.

 

 

Meine Frau hält es eher mit den Haflingern.

Die sind ja auch irgendwie knuddeliger. Derzeit leben etwa 350 Pferde auf dem Gestüt.

Wenn ich noch irgendwie Karten für die große Weihnachtsgala erwische, berichte ich euch von diesem Ereignis.

Das ist an Farbenpracht und schicken Kostümen und natürlich auch hübschen Frauen kaum zu toppen.

Mehr von uns und dem Grünen Herzen 21-Sep-2009 20:45

Hallo Freunde!

 

Das sind Franko und ich beim Feierabendbier. Er trinkt keines und ist deshalb in manchen Dingen etwas gelassener, als ich.

 

Er geht stark auf die 5 zu, bei mir muß bald eine Null angehängt werden. Zuhause sind wir gemeinsam mit Frauchen einer "kleinen" Tochter und den Eltern in Thüringen, dem Grünen Herzen Deutschlands.

 

 

Das ist mein "Arbeitsplatz" an so manchem Samstagabend.

Auf dem Grill, der bei uns Rost genannt wird, liegen Original Thüringer Rostbratwürste

Landschaftlich unterscheidet sich das Grüne Herz in bestimmten Gebieten nicht sonderlich von Österreich.

 

Das ist eine Freifläche, die hat Kyrill angelegt. Sie befindet sich nahe an der thüringisch-bayerischen Grenze. Die Natur ist aber schon wieder kräftig am regenerieren.     

 

Hier kann man Ernstthal am Rennsteig sehen. Das grüne Monster im Hintergrund ist das Glaswerk, größter Arbeitgeber unserer Region. Glas hat das Land und die Menschen seit Generationen geprägt. Die erste Hütte entstand in Lauscha. Lauscha wird auch gern die Wiege des gläsernen Christbaumschmuckes genannt. Meine Frau ist besonders stolz drauf, kein Wunder, sie ist ja da geboren und hat fast 20 Jahre da gelebt, bevor ich sie befreit habe.

 

Aber nicht nur Glas gibt´s im Thüringer Wald. Wir liegen auch an der historischen Porzellanstraße. Dieses Bild zeigt die Manufaktur in Lippelsdorf. Darauf bin ich stolz, weil da bin ich geboren und bis Anfang der siebziger Jahre mit Kuhbauern-Landwirtschaft aufgewachsen.

Die Fabrik ist noch immer in Familienbesitz und Denkmal des Landes Thüringen.

 

Dieses und die folgenden Bilder zeigen einen Blick vom "Tannenglück".

Das ist ein Wanderrastplatz in der Nähe des Rennsteiges vor den Toren der kleinen Fuhrmannsstadt Gräfenthal.

Von Gräfenthal aus zogen Fuhrleute mit ihren Gespannen bis Italien und an die Nordsee. Lange hat sich diese Tradition erhalten.

Heute erinnert eine einzige Spedition mit fünf Lastzügen an die große Fuhrmannszeit. Halt, noch ein alter Spruch:

 

Gräfenthaler Fuhrleut´und loses Geld, find´st du überall auf dieser Welt!

 

Hier sieht man wieder deutlich die Windbruchflächen.

An den felsigen Steilhängen verlangt die Holzernte den Forstwirten und der Technik teilweise alles ab, aber das kennt ihr ja selbst.

 

Schiefergestein, davon haben ganze Regionen bis Ende der achziger Jahre gelebt.

Im Raum Lehesten an der bayerischen Grenze war einer der größten Schieferbrüche Thüringens.

Viele Häuser sind noch mit 100 Jahre altem Schiefer gedeckt.

Heute wird kein original Thüringer Schiefer mehr abgebaut, in den verlassenen Brüchen blühen Blumen und Moos überzieht den harten Stein.

Unsere Häuser decken wir heute mit klangvollen Namen wie PREFA und ETERNIT.

Wer Schiefer haben will und bezahlen kann, nimmt ihn aus Frankreich oder Portugal.

Ja liebe Freunde, ich hoffe euch wenigstens einen kleinen Einblick vermittelt zu haben, wie´s bei uns dahoam iss.

Gruß vom Grünen Herzen, Lutz              

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