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Holzbedarf sinkt weiter - schlechte Aussichten am Holzmarkt (10/08)
Die dramatischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten der letzten Wochen zeigen bereits weltweit Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Die deutliche Abschwächung der Konjunktur –eine Rezession auch außerhalb der USA wird von Wirtschaftsexperten nicht mehr ausgeschlossen- und die Immobilienkrise wird auch die Bauwirtschaft treffen. Dadurch wird sich der weltweite Schnittholzverbrauch zumindest für das nächste Jahr weiter reduzieren.Die österreichische Sägeindustrie produziert wegen des anhaltenden weltweiten Überangebotes an Schnittholz weiterhin auf deutlich reduziertem Niveau. Beim Nadelsägerundholz ist eine deutliche Entspannung eingetreten. Um auch Nischenmärkte bedienen zu können und keine weiteren Marktanteile zu verlieren ist wieder zunehmender Bedarf an Frischholz gegeben. Die Sägerundholzpreise haben zwar in den östlichen und südlichen Bundesländern leicht angezogen, es besteht aber weiterhin ein deutliches Gefälle im Vergleich zu den vom heurigen Windwurf nicht betroffenen Bundesländern. Die Holznutzungen beschränken sich daher derzeit in diesen Bundesländern hauptsächlich auf Kalamitätsholz, Pflegemaßnahmen und wirtschaftlich notwendige Schlägerungen. Es werden aber mittlerweile zunehmend jene Verträge bedient, die aufgrund des Sturmholzanfalles im Frühjahr zurückgestellt wurden. Das Sägerundholz fließt auch in den Sturmschadenszentren der Steiermark zügig ab. Nasslager, die zur Entlastung des Marktes nach den Windwürfen befüllt worden sind, werden wegen des steigenden Holzbedarfes bereits wieder aufgelöst.Die Papier- und Plattendindustrie ist nach wie vor sehr gut mit Faserholz bevorratet, in den Sturmschadensgebieten der Steiermark gibt es zudem einen deutlichen Rückstau beim Abtransport aus dem Wald. Rotbuchen-Faserholz ist aufgrund umfangreicher Nasslager auf längere Zeit ausreichend vorhanden, sodass zumindest kurzfristig mit keinen Absatzverbesserungen zu rechnen ist. Da aufgrund der reduzierten Ernteaktivitäten beim Sägerundholz auch das Koppelprodukt Schleifholz ausbleibt, sollte die Nachfrage nach diesem Sortiment in den kommenden Wochen zunehmen.Der frühe Kälteeinbruch im September hat die Nachfrage nach Energieholzsortimenten leicht belebt. Die KWK-Anlagen laufen im Vollbetrieb. Vor allem die von den Stürmen geschädigten Bestände sind konsequent auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Sowohl lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Oktober 2008 und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist. Die aktuellen Holzpreise vom Oktober 2008: http://www.landwirt.com/Download/Daten/438/landwirt.html Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/439/landwirt.html
Holzmarkt noch immer problematisch (Aug. 08)
Die Schnittholzmärkte in Europa und Übersee haben sich trotz der Markt stabilisierenden Bemühungen der Sägeindustrie kaum verbessert. Da sich die Konjunktur in Europa doch stärker als prognostiziert abschwächen dürfte, ist vorerst noch nicht mit einer durchgreifenden Verbesserung zu rechnen.Die Aufarbeitung und Vermarktung des Windwurfholzes ist in der hauptbetroffenen Steiermark weit fortgeschritten und wird bis zum Winter abgeschlossen sein. Die Preise für Nadelsägerundholz sind auf niedrigem Niveau stabil, die Phase niedrigster Preise ist nun auch in den Windwurfgebieten durchschritten. Grundsätzlich fehlen aufgrund der schwierigen Marktlage beim Schnittholz noch Anreize zu einer verstärkten Frischholznutzung. Daher beschränken sich die Holzerntemaßnahmen auch weiterhin fast ausschließlich auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz, wobei unbedeutende Frischholzmengen aus Gewitterstürmen stammen und allenfalls lokale Bedeutung haben. Der Faserholzmarkt ist weiterhin gesättigt. Obwohl nur eine begrenzte Anlieferung möglich ist, kommt es derzeit vor allem auch wegen des –wenn auch reduzierten- Anfalles an Sägehackgut zu einem Lageraufbau beim Rundholz. Auch bei Rotbuche ist das Angebot höher als die Nachfrage. Eine deutliche Entspannung ist erst im Laufe des nächsten Jahres zu erwarten. Ausbleibende Preisanreize bei Schleifholz lassen darauf schließen, dass der Markt auch bei diesem Sortiment in den nächsten Monaten angespannt bleiben wird. Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind auf längere Zeit hinaus gut mit Energieholz versorgt. Das aktuelle Angebot liegt über dem Bedarf der Abnehmer. Eine Belebung der Nachfrage wird frühestens mit Beginn der Heizsaison erwartet. Obwohl Die phytosanitären Fällungen wegen Käferbefalls sind bisher in geringerem Ausmaß erforderlich gewesen als befürchtet. Achtung auf Borkenkäfer Es müssen die Bestände weiterhin zumindest wöchentlich auf frischen Borkenkäferbefall kontrolliert werden, um zeitgerecht reagieren zu können. Lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist raschest aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen.Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen. Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/416/landwirt.html Der aktuelle Holzpreis: http://www.landwirt.com/Download/Daten/417/landwirt.html Holzmarkt weiter angespannt (Juli 08)
Die Schnittholzmärkte in Europa und Übersee haben sich nicht verbessert. Die Sägeindustrie fährt mit gedrosselter Produktion um die Märkte zu entlasten und hat für den Hochsommer längere Betriebsstillstände als üblich angekündigt. Die Aufarbeitung und Vermarktung des Windwurfholzes außerhalb der Schadenszentren in der Steiermark und Kärnten ist so gut wie abgeschlossen. In diesen Regionen ist teilweise eine leicht steigende Nachfrage nach Nadel-Sägerundholz festzustellen. Die Talsohle der Preisentwicklung für Nadelsägerundholz scheint überwunden. Bei vereinzelten Preisverbesserungen sind die Preise im Allgemeinen auf niedrigem Niveau stabil. Daher beschränken sich die Holzernteaktivitäten fast ausschließlich auf Kalamitätsholz. Der abrupte Preisverfall nach den Windwürfen hat zudem dazu geführt, dass Schlagbegradigungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Einzelne Windwürfe durch Gewitterstürme haben allenfalls lokale Bedeutung. Die phytosanitären Fällungen wegen Käferbefalls sind bisher in geringerem Ausmaß erforderlich gewesen als befürchtet. Der Nadelfaserholzmarkt ist gesättigt, die Lager sind übervoll, die Produktion kann nicht empfohlen werden. Schleifholz wird im Herbst wieder gefragt sein. Die Preise sind derzeit stabil. Bei Rotbuchenfaserholz ist das Angebot kalamitätsbedingt höher als die Nachfrage, die Lieferung ist zu stabilen Bedingungen im Rahmen bestehender Verträge möglich. Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen. Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Energieholz versorgt, KWK-Anlagen mit größerem laufenden Bedarf werden problemlos versorgt. Eine Belebung der Nachfrage ist erst wieder mit Beginn der Heizsaison zu erwarten. Auch wenn die bisher relativ nasse und kühle Witterung die Entwicklung der Borkenkäfer nicht begünstigt hat, müssen die Bestände konsequent auf frischen Borkenkäferbefall kontrolliert werden. Lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist raschest aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen.
Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/409/landwirt.html Der aktuelle Holzpreis: Märkte voll - Preise niedrig (Juni 08)
Die Schnittholzmärkte in Europa und Übersee sind anhaltend überlastet. Der europäische Export an Schnittholz und weiterverarbeiteten Produkten nach Japan und der Absatz in die USA sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen. Wenig Exportnachfrage Obwohl man sich in der Hauptsaison befindet, meldet die österreichische Sägeindustrie auf den Exportmärkten keine Nachfragebelebung gegenüber dem ersten Quartal. Der italienische Markt stagniert auf hohem Niveau. Für den August haben die Sägewerke längere Betriebsstillstände als üblich angekündigt. Die Aufarbeitung und Vermarktung des Windwurfholzes außerhalb der Schadenszentren in der Steiermark und Kärnten wird bis Ende Juni abgeschlossen sein. In diesen Regionen ist daher wieder eine leicht steigende Nachfrage nach Nadel-Sägerundholz für den Sommer festzustellen. In Niederösterreich ist bereits jetzt konkrete Nachfrage nach Schwachholzsortimenten aus frischer Produktion (Durchforstung) gegeben. Preise auf niedrigem Niveau Allgemein sind die Preise auf niedrigem Niveau stabil. Daher beschränken sich die Holzernteaktivitäten derzeit noch fast ausschließlich auf Kalamitätsholz. Der abrupte Preisverfall nach den Windwürfen hat zudem dazu geführt, dass Schlagbegradigungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben wurden. Die Versorgung der Sägewerke ist grundsätzlich gut, die Zufuhr allgemein ohne größere Beschränkungen möglich. Der Industrieholzmarkt ist trotz der Rücknahme von Importen weiterhin gesättigt. Die Lager sind übervoll. Insbesondere der Absatz beim Schleifholz stockt noch deutlich, eine Entspannung ist jedoch im dritten Quartal zu erwarten. Die Preise sind stabil. Auch bei Rotbuchenfaserholz ist das Angebot kalamitätsbedingt höher als die Nachfrage, zur Entspannung wurden von der Firma Lenzing zusätzliche Wasserlager eingerichtet. Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen. Energieholzmarkt erst ab Herbst belebt Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Energieholz versorgt. Eine Belebung der Nachfrage ist erst wieder mit Beginn der Heizsaison zu erwarten. Die bisher relativ nasse und kühle Witterung hat die Entwicklung der Borkenkäfer etwas gehemmt. Dennoch sind die Bestände weiterhin konsequent auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Lagerndes als auch frisch vom Borkenkäfer befallenes Holz ist raschest aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Preise siehe Grafiken Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Juni 2008 und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist.
Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/397/landwirt.html Der aktuelle Holzpreis: http://www.landwirt.com/Download/Daten/398/landwirt.html
Kalamitäten prägen Holzmarkt noch immer
Das globale Wirtschaftswachstum schwächt sich zwar ab, wird aber nicht unterbrochen. Besonders betroffen sind die USA, aber auch europäische Staaten. Wachstumsmotoren bleiben China, Indien und die Osteuropäischen Staaten.Der Schnittholzabsatz in die USA gestaltet sich aufgrund des stark reduzierten Bedarfes und der anhaltend ungünstigen Währungsrelation weiterhin schwierig. In Italien sollte der Holzbedarf trotz schwächelnder Wirtschaftsentwicklung aufgrund des Renovierungssektors weiterhin hoch bleiben. Die Bauwirtschaft in den osteuropäischen Ländern gewinnt weiter an Kraft, Großbritannien entwickelt sich ebenfalls günstig. Österreich bleibt aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums der Bauproduktion ein interessanter Absatzmarkt. Die Holzernteaktivitäten beschränken sich derzeit fast ausschließlich auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Die Aufarbeitung des Windwurfholzes läuft zügig, der Holzabtransport stockt jedoch vor allem wegen der für die Jahreszeit üblichen Straßensperren. Aktuell besteht zwar noch ein allgemeines Überangebot an Nadel-Sägerundholz, bis Ende Juni sollte aber außerhalb der Hauptschadensgebiete Kärnten und Steiermark das Schadholz vom Markt aufgenommen sein. Zur rascheren Entspannung des Marktes werden auch von der Forstwirtschaft Nasslager angelegt. Trotz aller Bemühungen sind die Preise weiter gesunken, die Talsohle dürfte jedoch bereits erreicht sein.Der Industrieholzmarkt ist allgemein gesättigt, das Angebot auch bei Rotbuche ist höher als die Nachfrage. Aufgrund des Überangebotes und der wieder steigenden Anlieferung von Sägerestholz haben die Preise beim Nadel-Faserholz um bis zu zwei Euro nachgegeben, beim Schleifholz ist die Preisreduktion nördlich der Alpen deutlicher ausgefallen; teilweise werden auch Mengenkontingente zurückgenommen.Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Um zusätzliche Holzschäden zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Aufarbeitungsgeschwindigkeit den Möglichkeiten des Holzabtransportes anzupassen. Der Frischholzeinschlag sollte bis auf weiteres ruhen. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen.Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Holz versorgt, auch dieser Bereich profitiert vom aktuellen Überangebot.Die Bestände sind wieder verstärkt auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, das Holz ist zeitgerecht und rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Neuabschlüsse nach den Windwürfen und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist. Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/372/landwirt.html Der aktuelle Holzpreis: |
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