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Kalamitäten prägen Holzmarkt noch immer
Das globale Wirtschaftswachstum schwächt sich zwar ab, wird aber nicht unterbrochen. Besonders betroffen sind die USA, aber auch europäische Staaten. Wachstumsmotoren bleiben China, Indien und die Osteuropäischen Staaten.Der Schnittholzabsatz in die USA gestaltet sich aufgrund des stark reduzierten Bedarfes und der anhaltend ungünstigen Währungsrelation weiterhin schwierig. In Italien sollte der Holzbedarf trotz schwächelnder Wirtschaftsentwicklung aufgrund des Renovierungssektors weiterhin hoch bleiben. Die Bauwirtschaft in den osteuropäischen Ländern gewinnt weiter an Kraft, Großbritannien entwickelt sich ebenfalls günstig. Österreich bleibt aufgrund des überdurchschnittlichen Wachstums der Bauproduktion ein interessanter Absatzmarkt. Die Holzernteaktivitäten beschränken sich derzeit fast ausschließlich auf die Aufarbeitung von Kalamitätsholz. Die Aufarbeitung des Windwurfholzes läuft zügig, der Holzabtransport stockt jedoch vor allem wegen der für die Jahreszeit üblichen Straßensperren. Aktuell besteht zwar noch ein allgemeines Überangebot an Nadel-Sägerundholz, bis Ende Juni sollte aber außerhalb der Hauptschadensgebiete Kärnten und Steiermark das Schadholz vom Markt aufgenommen sein. Zur rascheren Entspannung des Marktes werden auch von der Forstwirtschaft Nasslager angelegt. Trotz aller Bemühungen sind die Preise weiter gesunken, die Talsohle dürfte jedoch bereits erreicht sein.Der Industrieholzmarkt ist allgemein gesättigt, das Angebot auch bei Rotbuche ist höher als die Nachfrage. Aufgrund des Überangebotes und der wieder steigenden Anlieferung von Sägerestholz haben die Preise beim Nadel-Faserholz um bis zu zwei Euro nachgegeben, beim Schleifholz ist die Preisreduktion nördlich der Alpen deutlicher ausgefallen; teilweise werden auch Mengenkontingente zurückgenommen.Die Aufarbeitung von Kalamitätsholz und phytosanitäre Nutzungen haben weiterhin höchste Priorität. Um zusätzliche Holzschäden zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Aufarbeitungsgeschwindigkeit den Möglichkeiten des Holzabtransportes anzupassen. Der Frischholzeinschlag sollte bis auf weiteres ruhen. Auf vertragskonforme Werksübernahme und Zahlungssicherheit ist besonderes Augenmerk zu legen.Die Anlagen zur Wärme- und Energieproduktion sind gut mit Holz versorgt, auch dieser Bereich profitiert vom aktuellen Überangebot.Die Bestände sind wieder verstärkt auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren, das Holz ist zeitgerecht und rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Alle angegebenen Preise beziehen sich auf Neuabschlüsse nach den Windwürfen und sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10%, bzw. 12% bei Lieferung USt.-pauschalierter Land- und Forstwirte an Unternehmer zuzurechnen ist. Die langjährige Holzpreisentwicklung: http://www.landwirt.com/Download/Daten/372/landwirt.html Der aktuelle Holzpreis: |
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