Wintergetreide geht zurück
Burgenland
Ernteerwartung 2011
Der regional sehr unterschiedliche, aber im gesamten Landesgebiet unterdurchschnittliche Niederschlagsverlauf in den Monaten April und Mai sowie die relevanten Änderungen bei den Flächenverhältnissen lassen im Burgenland eine unterdurchschnittliche Ernte erwarten. Besonders auffallend ist der Rückgang bei Wintergetreide um 10,5 % augrund der schwierigen Aussaatbedingungen 2010. Profitiert davon haben vor allem Hartweizen, Körnermais und Sojabohne.
Witterungs- und Vegetationsverlauf
Ausgehend von einem überdurchschnittlich feuchtem Jahr 2010 waren die Vorzeichen grundsätzlich gut. Fehlende Niederschläge im März und April 2011 zeigten aber auf den schwächeren Standorten sofort erste Trockenstressreaktionen der Pflanzen. Bis Ende Mai waren im Burgenland landesweit unterdurchschnittliche Niederschlagsverhältnisse sowie höhere Durchschnittstemperaturen feststellbar. Erst danach waren wüchsige Wetterbedingungen gegeben.
Flächen- und Ertragsentwicklung
Aufgrund der sehr feuchten Witterungsbedingungen zum Herbstanbau 2010 ging die Wintergetreidefläche erwartungsgemäß um 10 % zurück. Dies hat in weiterer Folge Auswirkungen auf die Produktionsleistung im Burgenland. Der Getreideanbau in Summe ging um knapp 6 % zurück und verstärkt diesen Effekt, sodass trotz durchschnittlicher Ernteerwartungen im Burgenland die Produktionsleistung beim Getreide deutlich unter der des Vorjahres liegen wird.
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