Wintertagung – erstmals Fachtag für Rinderwirtschaft in Wieselburg
Einen hervorragenden Start legte der Fachtag für Rinderwirtschaft der Wintertagung im Francisco Josephinum in Wieselburg hin, der heuer erstmals organisiert wurde. Trotz Schneechaos war der Festsaal bis auf die letzten Plätze gefüllt.
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Rinderbestand bleibt stabil
Franz Sinabell (WIFO) behandelte die Zukunftsoptionen der Rinderwirtschaft aus Sicht der Wissenschaft. Nach einer Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts werden sich die Rinderbestände stabilisieren und 2020 mit mehr als 2 Mio. Tieren auf dem Niveau des Jahres 2000/2001 bleiben. Aktuell werden hierzulande 1,98 Mio. Rinder gehalten. Matthias Reeh vom Lebensministerium analysierte die aktuelle Situation am Markt sowie die langfristige Marktentwicklung und die GAP ab 2014. Als Kritikpunkte der neuen Agrarpolitik der EU nannte Reeh den wesentlich komplizierteren Systemaufbau, den damit höheren bürokratischen Aufwand sowie wenig Flexibilität bei der Modellgestaltung. Die österreichischen Rinderbetriebe sowie Prognosen aus betriebswirtschaftlicher Sicht nahm Leopold Kirner von der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft genauer unter die Lupe. Im Rahmen der Podiumsdiskussion forderte der Obmann der österreichischen Jungzüchtervereinigung Markus Gahleitner verlässliche Rahmenbedingungen für die bäuerlichen Betriebe. Dabei sollte das Hauptaugenmerk im Rahmen der neuen GAP vor allem auf die Sicherstellung der Investitionsförderung zur Erleichterung der Hofübernahmen gelegt werden.
Gastronomie hat Nachholbedarf bei Regionalität
Christian Rosenwirth (Lebensministerium) stellte den Wertschöpfungsanteil von Produzenten, Verarbeitern und Vermarktern an der gesamten Wertschöpfungskette "Milch " dar. Josef Braunshofer lieferte den Zuhörern „Soft facts“. Der Geschäftsführer der Berglandmilch, wies auf ufgrund der schnellen Verderblichkeit des Rohstoffes Milch auf die Wichtigkeit langfristiger Lieferverträge hin. Rudolf Rogl (Geschäftsführer ARGE Rind) zeigte die Anforderungen und vor allem Chancen der österreichischen Rindfleischproduzenten auf. Regionalität spielt im Lebensmitteleinzelhandel dabei eine große Bedeutung, rund 97% des angebotenen Rindfleisches kommen aus Österreich. Klaren Nachholbedarf sieht Rogl in der Gastronomie.
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