Wettermärkte treiben die Preise zu neuen Rekorden
In den letzten Jahren mussten wir uns daran gewöhnen, dass die Einflussfaktoren auf unsere Preise vielschichtiger und unabhängiger von Angebot und Nachfrage an Agrargütern wurden. In diesem Frühjahr reduziert sich hingegen wieder alles auf das Wetter und die Aufwuchsbedingungen.
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Prognosen nach unten korrigiert
Der Internationale Getreiderat (IGC) korrigierte Ende Mai seine Prognose für die Welt-Weizenernte um 5 Mio. t auf 667 Mio. t nach unten. Für die EU sehen die Analysten mit 141 Mio. t Weizen schon 2 % weniger als bisher. Gelegentlich findet man Angebote von 250 Euro/t ab Hof für 12%igen B-Weizen der neuen Ernte, aber in dieser Situation ist kaum jemand bereit Verträge abzuschließen. Ein repräsentativer Markt findet seit Wochen nicht mehr statt. Eine besondere Stellung nimmt der Raps in diesem Jahr ein. An der europäischen Börse Matif in Paris ist man sich bereits seit Ende April darüber einig, dass die Versorgung des europäischen Rapsmarktes in diesem Jahr äußerst knapp ausfallen wird. Die beiden großen Rapsanbauländer Frankreich und Deutschland hat es besonders erwischt. Der Deutsche Raiffeisenverband reduzierte seine Schätzung für Deutschland innerhalb von acht Wochen um 1 Mio. t auf 4,4 Mio. t. Auch in Süddeutschland und Österreich rücken gute Erträge in weite Ferne.
Autor: Katja BICKERT, Bruchenbrücken-Agrar OHG, Friedberg (D)
Den detaillierten Marktbericht lesen Sie in der Ausgabe 12 von Der fortschrittliche Landwirt.
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