Wertanteil des Weizens im Brot bleibt niedrig
In den Medien lauten die aktuellen Schlagzeilen „Brot wird teurer, weil die Getreidepreise steigen“. Tatsächlich haben die Getreidepreise seit Anfang Juli um mehr als die Hälfte zugelegt. Bei höheren Getreidenotierungen verteuert sich die Produktion von Mehl und damit auch die Herstellung von Brot.
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Brotpreise: viele Einflussfaktoren
Neben den höheren Getreidepreisen haben natürlich viele Faktoren Auswirkungen auf die Brotpreise. Denn vor allem Verarbeitungs- und Handelsspannen bestimmen den Produktpreis von Nahrungsgütern. Diese wiederum werden erheblich von Energie-, Lager-, Transport-, Personalkosten, Mieten oder auch Steuern beeinflusst. Gerade diese
Einflussfaktoren sind oft maßgeblicher als steigende oder sinkende Preise für Agrarrohstoffe, zumal beim Bezug von Rohstoffen oft lange Kontraktlaufzeiten gelten und somit nicht jede Preisspitze in die Kalkulation mit einfließt.
Hintergrundinformationen zum Getreidemarkt
Die Ursachen für die höheren Getreidepreise liegen in der Entwicklung der Weltmärkte. Dort spiegelten sich die Auswirkungen der Dürre in Russland, sowie der niedrigeren Ernten in Kanada und Europa in deutlichen steigenden Notierungen wider. Zwar kann das Angebot
dank komfortabler Bestände die Nachfrage problemlos decken, es wird jedoch zu einer Verschiebung der Handelsströme kommen, von denen die USA und auch die EU profitieren dürften. Hinzu kommt, dass die Agrar- und Rohstoffmärkte längst zu einem Teil der internationalen Finanzmärkte und damit anfällig gegenüber spekulativ bedingten Preisschwankungen geworden sind.
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