Was tut sich am Getreidemarkt?

Optimistische Aus sichten herrschen derzeit für Produzenten von Getreide und Ölsaaten. Besonders für Mais sind die Perspektiven auf den Märkten vielversprechend.
Für Mais sind die Aussichten günstig, denn Mais ist in der EU tendenziell knapp.
Für Mais sind die Aussichten günstig, denn Mais ist in der EU tendenziell knapp.
Noch in keinem Jahr sind Prognose und Realität so weit auseinanderge - legen wie 2012. Hatte man noch zu Jahresmitte in den USA mit einer Maisernte von 375 Mio. t gerechnet, musste die Prognose monatlich nach unten revidiert werden. Letztlich hat es mit 270 Mio. t die schlechteste US-Maisernte der letzten fünf Jahre gegeben und dies bei einer Anbaufläche, die noch nie so groß war (38 Mio. ha). Die amerikanischen Farmer haben in der Hitze und Trockenheit des diesjährigen Sommers fast die doppelte Menge der europäischen Maisernte verloren.

Verbrauch übersteigt Produktion
Aus der Abbildung erkennt man, dass es in den vergangenen zwölf Jahren weltweit nur in vier Jahren eine Getreideproduktion gab, die über dem gleichzeitigen Verbrauch lag. Und der Verbrauch nimmt jährlich zu. In den letzten zwölf Jahren betrug dieser etwa 400 Mio. t oder knapp 35 Mio. t pro Jahr. Nur mit guten Ernten weltweit ist die Versorgung sicherzustellen.

Lagerhaltung
Der weltweite Lagerbestand ist in den letzten zehn Jahren von etwa 30 % eines Jahresverbrauches auf 20 % gesunken. Besonders knapp mit 14 %
eines Jahresverbrauches sind die weltweiten Bestände an Mais.

Aussicht
Insgesamt können die Produzenten derzeit mit gewissem Optimismus in die Zukunft schauen. Getreide, Mais, Ölsaaten – alles wird momentan von
einem gut aufnahmefähigen Markt gebraucht. Speziell für Mais sind die Aussichten günstig, denn Mais ist in der EU tendenziell immer etwas knapp.

DI Christian Krumphuber, LK OÖ

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veröffentlicht: 12.12.2012 08:04