Traubenschutz im Test

Die österreichischen Weinbauschulen testen daher derzeit in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Service Burgenland in einem Feldversuch das Whailex-Traubenschutzsystem auf seine Praxistauglichkeit.
Dazu wurden Mitte Juni am Versuchsgut Agneshof in Klosterneuburg, bei den Niederösterreichischen Landesweingütern Krems, Ried Sandberg, in der Versuchsanlage der Fachschule Eisenstadt und am Landesweingut Silberberg in Kitzeck Traubenschutznetze montiert, die von Interessierten vor Ort besichtigt werden können. Erkenntnisse des Feldversuches sollen im Herbst vorliegen.

Maschinelle Montage spart Personal und Zeit

Das Whailex-Traubenschutzsystem ermögliche die rasche maschinelle Montage in allen Arten von Rebanlagen durch ein geländegängiges Raupenfahrzeug. Zum Aufbau würden zwei ausgebildete Monteure sowie drei Hilfskräfte benötigt, die der Weinbaubetrieb bereitstelle. Das Schutznetz bleibe ganzjährig an der Rebzeile und könne während der laufenden Arbeiten mit einer Kurbel auf einer Länge von 100 Metern auf einmal auf- und abgerollt werden. Bei längeren Reihen werde das Netz in mehrere Abschnitte unterteilt. Vorteile solle es neben dem Schutz vor Hagel, Schadvogelfraß, Sonnenbrand und Wild vor allem bei der deutlich reduzierten Laub- und Heftarbeit bringen. "Die Bespannung der Rebzeilen mit Traubennetzen zum Schutz vor Vogelfraß und Hagel wird im Rahmen der Beihilfe zur 'Umstellung und Umstrukturierung im Weinbau' mit bis zu 50% der Errichtungskosten bezuschusst", informierte MR-Burgenland Geschäftsführer Reichardt. Der Maschinenring Burgenland wird in Österreich exklusiv den Vertrieb für das Whailex-Traubenschutzsystem übernehmen und auch die maschinelle Montage mit geschulten Fachkräften bundesweit anbieten. (aiz)

veröffentlicht: 23.06.2009 20:51

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