Strip Till bei Winterraps - Herbstanalyse

Die Streifensaat birgt bei Winterraps viele Vorteile, aber auch einige Risiken. Im „Landwirt“-Praxistest vergleichen wir diese Variante mit dem konventionellen Rapsanbau in Drillsaat. Die Analyse der Herbstentwicklung lässt sehr interessante Rückschlüsse zu.
In einem Landwirt-Praxistest soll getestet werden, ob Strip Till bei Winterraps Erfolge bringen kann.
In einem Landwirt-Praxistest soll getestet werden, ob Strip Till bei Winterraps Erfolge bringen kann.
Kann die Streifensaat bei Raps zu höheren Erträgen führen? Um eine Antwort auf diese Frage geben zu können, wurde Ende August auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Regensburg (Bayern) ein Vergleichsversuch angelegt. Auf der Versuchsfläche wurde Raps im Strip Till-Verfahren und mit einer Einzelkornsämaschine angebaut. Auf der Kontrollfläche erfolgte der Anbau als konventionelle Drillsaat.

Rapsanbau mit Einzelkornsägerät
Der Praxisversuch wurde auf den Flächen des landwirtschaftlichen Betriebs von Rupert Schmid im Landkreis Regensburg in Bayern angelegt. Der Landwirt hat die Strip Till-Kombination selbst geplant und gebaut. Anders als die derzeit angebotenen Geräte sät Schmid den Raps im Praxisversuch mit einem Einzelkornsägerät. Er verwendet dazu ein Zuckerrübensägerät. Die Vorteile der Einzelkornsaat liegen in der präzisen Einhaltung der Anlagetiefe und in der besseren Standraumverteilung in der Reihe. Die 5 ha großen Kontroll- und Versuchsflächen liegen in den nördlichen Ausläufern des tertiären Hügellands in Bayern. Es handelt sich dabei um Lehmboden mit 68 Bodenpunkten. Die Vorfrucht war Winterweizen. Nach der Weizenernte erfolgte ein seichter Grubberstrich, der das Ausfallgetreide zum Auflaufen bringen soll. Vor der Rapssaat (2-Blatt-Stadium des Auflaufgetreides) wurde die Fläche dann tiefer gegrubbert, um genügend Feinerde für die Saat zu bekommen.

Bestandsführung im Herbst
Nach dem Anbau am 27. August erfolgten im Keimblattstadium eine Schneckenbekämpfung und eine Herbizidbehandlung im frühen Nachauflauf. Vor allem bei Streifensaat besteht die Gefahr eines erhöhten Schneckenaufkommens. Dies liegt zum einen an der fehlenden ganzflächigen Bodenbearbeitung und zum anderen an der geringeren Rückverfestigung des gelockerten Streifens. Prophylaktisch wurde daher in beiden Varianten Schneckenkorn gestreut. Die Unkrautbekämpfung erfolgte in beiden Varianten sehr erfolgreich mit Butisan Gold (2 l/ha) im frühen Nachauflauf. Hinsichtlich Unkrautdruck waren in den Folgewochen keine Unterschiede festzustellen. Im 4-Blatt-Stadium des Rapses wurde eine Gräserbehandlung zur Bekämpfung des Auflaufgetreides (0,8 l Panarex) durchgeführt. Gleichzeitig wurde ein Insektizid (Karate Zeon) zur Bekämpfung des in beiden Varianten vermehrt auftretenden Erdflohs angewendet. Im 6-Blatt-Stadium schließlich erfolgte in beiden Versuchsgruppen eine Fungizidbehandlung mit 0,8 l Folicur/ha (+2 l/ha Bor).

Weitere Detailinformationen zum Versuch sowie alle Zwischenergebnisse können Sie in der Ausgabe 23/2012 nachlesen. Gratis Probeheft bestellen.

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veröffentlicht: 20.11.2012 22:08