Schweinemarkt: Aktuelle Entwicklungen gefährden Existenz tausender Schweinebauern
Bei der heute abgehaltenen Pressekonferenz machten Vertreter der Landwirtschaft und die Erzeugerorganisationen der Schweinebauern auf die prekäre Lage der Schweinebauern aufmerksam. Die aktuellen Entwicklungen gefährden die Existenz tausender Schweinebauern und die Versorgung mit heimischem Schweinefleisch.
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Konkret sind derzeit insbesondere vier Problembereiche zu nennen, die in Summe eine noch nie da gewesene Belastungswelle für die gesamte Wertschöpfungskette in der Schweineproduktion darstellen.
1) Die Rolle des Lebensmittelhandels
Die Entwicklung des Lebensmittelhandels in Österreich von 1976 bis heute zeigt, dass mittlerweile drei Unternehmen das Warensortiment und somit auch den Preis diktieren: Billa/Rewe, Spar und Hofer. Gemeinsam haben sie fast 80 % Marktanteil.
2) Lohndumping in deutschen Schlachtbetrieben
Deutsche Schlachtbetriebe betreiben akutes Lohndumping bei den MitarbeiterInnen, was einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für die österreichische Schweineproduktion bedeutet. Durch Stundenlöhne in Deutschland von 3,50 Euro gelingt es deutschen Schlachtern eine Schweinehälfte hier in Österreich um 30 Euro billiger als heimische Ware anzubieten.
3) Schweineerzeuger am Markt unter Druck – erstmals Hauspreise in Österreich
Aufgrund der Dioxinkrise in Deutschland sind am europäischen Markt die Kühllager mit Schweinehälften voll. Die Folge ist, dass aktuell die Mastschweine in den Ställen stehen bleiben. Erstmals in der langjährigen Geschichte der Schweinebörse haben sich die Schlachter vor 14 Tagen nicht an die mit der Schweinebörse vereinbarten Schlachtschweinenotierung gehalten und Hauspreise ausbezahlt. Diese Situation war bisher nur aus Deutschland bekannt.
4) Rahmenbedingungen für die Schweineproduktion werden zunehmend schwieriger
Die Kastenstanddebatte in der Ferkelproduktion und die damit verbundene Missstandsfeststellung der Volksanwaltschaft haben ein mediales und öffentliches Interesse an überbordendem Tierschutz ausgelöst. Den Landwirten fehlt derzeit die notwendige Planungssicherheit.
Ausführlichere Informationen und Fakten zu den einzelnen Problemfeldern finden Sie im Informationsschreiben zu der heute abgehaltenen Pressekonferenz.
Ausführlichere Informationen zur Pressenkonferenz hier herunterladen
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