Schweinefütterung: Welches Sieb für welches Futter?
Grobe Siebe verringern die Verdaulichkeit des Futters. Vor diesem Hintergrund wird im Zweifelsfall gerne das feinere Sieb verwendet. Eine unzureichende Futterstruktur kann die Folge sein. Wichtig ist daher, das richtige Maß zu finden.
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Drehzahl beeinflusst Vermahlungsgrad
Wird Schrot allerdings zu grob aufbereitet, verliert man an Verdaulichkeit und Energiekonzentration. Ein Verdauungsversuch mit verschiedenen Vermahlungsstufen des Futters sollte dazu neue Kennwerte liefern. Weizen und Gerste wurden mit unterschiedlichen Sieben (Lochung 2/3/4/5/6 mm) und Drehzahlen (1790 – 2940 U/min) mittels Hammermühle geschrotet und anschließend mittels Siebkasten beurteilt. Dabei stellte sich heraus, dass die Drehzahl auch den Vermahlungsgrad beeinflusst. Je geringer die Drehzahl ist, desto weniger Partikel befinden sich im Feinbereich.
Fazit
Es empfiehlt sich über gezielte „Schrotversuche“ mit der betriebseigenen Mahltechnik und anschließender Beurteilung der kompletten Ration zur „optimalen“ Einstellung zu kommen. Sojaschrot sollte auf keinen Fall mitgeschrotet werden. Die Angst vor gröberen Sieben und/oder geringeren Umdrehungen wegen Leistungseinbußen ist unbegründet. Gröberes Schroten bringt auch keine Einbrüche bezüglich der Energiekonzentration. Es sollten einerseits keine ganzen oder halben Körner mehr im Siebkasten gefunden werden und andererseits der Feinstanteil unter 50% liegen. Universell nutzbar für alle Leistungsanforderungen scheint bei gut gewarteter und eingestellter Schrotmühle das 4 mm Sieb zu sein mit Drehzahlveränderungen von 2500 bis 2900 U/min.
Autoren: Dr. Hermann LINDERMAYER, Dr. Wolfgang PREIßINGER und Günther PROPSTMEIER, Landesanstalt für Landwirtschaft, München (D)
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