Schnitthöhe beeinflusst Pflanzenbestand und Ertrag
Ein hoher Schnitt fördert den Grasanteil und die Qualität der Silage, führt aber zu geringeren Masse-Erträgen. Dennoch kann unter besonderen Bedingungen der tiefe Schnitt sinnvoll sein.
|
In Kombination mit hohen Düngergaben kann ein tieferer Schnitt den Anteil an Englischem Raygras fördern. Auf schwach gedüngtem Dauergrünland ist das nicht zu empfehlen, da Horstgräser dominieren. Ein zu tief gewählter Schnitt schädigt diese Gräser stark, ebenso werden Rotklee und Luzerne nahezu vollständig verdrängt, sodass diese Flächen verunkrauten.
Bei feldutterartigem Grünland sollte man folgende Unterscheidung machen: Auf ein- bis zweijährigen angesäten Wiesen führt ein tieferer Schnitt zu Ertragssteigerung und kann daher durchaus nützlich sein, falls keine übermässige Futterverschmutzung zu befürchten ist. Bei drei- und langjähriger Nutzung sollte die normale Schnitthöhe eingestellt werden, da sonst die Bestände zu schnell degenerieren, und Neuansaaten nötig machen.
Autoren: Joachim SAUTER und Lorenz DÜRR, Agroscope FAT Tänikon
Suche





