Schlachtschweine: Neue Abrechnungsmasken der Schlachtunternehmen unter Beschuss
Neue Abrechnungsmasken für Schlachtschweine müssen mit der Änderung der Schätzungsformel für die Klassifizierung von Schlachtschweinen in Deutschland ab dem 4. Oktober zur Anwendung kommen. Heftige Kritik übt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands an den bisher vorgestellten Abrechnungsmasken.
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Neue Abrechnungsmodelle sind reine Schinkenmasken
War es vorher der Bauch so ist es jetzt ein Edelteil – der Schinken – mit dem die Schlachter angeblich ein Problem im Verkauf haben. Gleichzeitig hat das Schlachtunternehmen Westfleisch dem Schinken aber deutlich mehr Bedeutung in der Abrechnungsmaske beigemessen und den Optimalgewichtsbereich verkleinert. Zu leichte Schinken werden deutlich höher abgestraft als bei der alten Maske. Hohe Schinkengewichte bedeuten zwangsläufig auch hohe Schlachtgewichte, was bei den aktuellen Futterpreisen keine Entschärfung bei den Futterkosten möglich macht. Da stellt sich dann doch die Frage, wie dies mit den immer wieder beklagten schlechteren Vermarktungsmöglichkeiten vom Schinken und der guten Nachfrage nach Verarbeitungsartikeln zusammenpasst.
Fazit der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands
„Es zeigt uns ganz klar, dass wir durch unsere immer mehr exportabhängige Produktion, einer immer kleineren aber dafür umso mächtigeren Abnehmerschaft gegenüberstehen. Es hilft in unserem Markt wenig, wenn wir insgesamt zwar noch eine breit gefächerte Schlachterlandschaft haben, aber am Ende nur noch 3 - 5 Schlachtunternehmen tatsächlich den Ton angeben. Das zeigt doch der aktuelle Maskenball: Auch wenn die Vion noch nicht mit ihren Masken raus ist, wird klar: Kaum legt einer vor, dann ziehen die anderen nach und „bessern“ ihre Masken nach“, fasst Markus Jeiler zusammen.
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