Ökojagdverband Österreich nimmt seine Arbeit auf
Auf Bundesländerebene sind sie im Sinne naturnaher Waldwirtschaft seit längerem schon höchst aktiv. Nun vernetzen sie sich auch auf Bundesebene und heben den Ökojagdverband Österreich aus der Taufe!
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Unterstützung aus Deutschland
Moralische Unterstützung ist heute auch aus Deutschland angereist. Elisabeth Emmert, 1. Vorsitzende des bundesdeutschen Ökojagdverbandes berichtet etwa davon, dass sich das in Deutschland schon seit längerem fast überall geltende Fütterungsverbot auch in strengen Wintern keineswegs in hohen Fallwildvorkommen niedergeschlagen hätte. Den neu gegründeten österreichischen Verband wird sie mit ihren Erfahrungen "sehr wohlwollend unterstützen".
Positivbeispiele
Mit vielen Positivbeispielen von Betrieben, in denen sich Wald und Wild in einem ausgewogenen Verhältnis befinden und die natürliche Verjüngung in standortsangepasster Baumartenzusammensetzung sehr gut funktioniert, wollen sich die engagierten Jäger und Grundbesitzer zukünftig noch stärker öffentlich präsentieren. Laut Georg Frank können sie dabei nicht auf die etablierten Forstfachmedien, wie zum Beispiel die Österreichische Forstzeitung, zählen: „Bei Pro Silva haben wir es bereits aufgegeben, uns dort um eine entsprechende Fachöffentlichkeit zu bemühen. Empfehlenswert ist daher auch für den Ökojagdverband, den Weg über die normalen Tages- und Wochenzeitungen zu suchen.“
Unangenehme Fragen
„Wir sind eine Minderheit, werden noch lange eine solche bleiben und der Gegenwind wird uns gehörig ins Gesicht blasen. Aber wir werden sehr unangenehme Fragen stellen!“ stimmt der eben gewählte Obmann des Österreichischen Ökojagdverbandes, Dipl. Ing. Franz Puchegger, „seine“ anwesenden Mitglieder auf ihr zukünftiges Engagement ein.
Große Einigkeit herrscht in der Runde darüber, dass „die Jagd wieder in die Hände der Bauern“ gehört. Der Betrieb des Leopold Morgenbesser, über den auch der Fortschrittliche Landwirt schon ausführlich berichtete ("Waldbauer und Jäger in einem", Printausgabe des Fortschrittlichen Landwirtes Nr. 24 / 2010), sei da nur einer von zahlreichen Beweisen dafür. Unterstützung scheint jetzt langsam auch aus der etablierten Politik und aus der bäuerlichen Interessensvertretung zu kommen. Ein steirischer Vertreter berichtet davon, dass sich jetzt Landtagsabgeordnete für die Interessen der Ökojagd zu interessieren beginnen und ihre Unterstützung signalisieren. Und der Obmann der Bezirksbauernkammer Wiener Neustadt, Josef Fuchs, verspricht verstärktes Engagement der Landwirtschaftskammern zumindest in der Frage der Schlichtungen bei Wildschäden, die ja bei Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen seiner Meinung nach bestens funktioniere. Kammerfunktionäre sollen daher in Zukunft auch für ihre Aufgabe als Schlichter im Wald besser geschult werden.
Galionsfigur
„Lieber Franz, es reicht mir nicht, dass Du in Zukunft nur auf Holzlogistik machst. Ich erwarte mir Dein bewährtes Engagement im Kampf um unsere gemeinsamen Anliegen jetzt noch verstärkt!“ formuliert der Transportunternehmer, Waldbesitzer und Ökojäger Franz Paulischin aus Puchberg die Erwartungen der Vereinsmitglieder an die neue Vereinsführung. Ein ironischer Unterton ist ihm dabei wohl anzumerken. Denn: „Das müssen wir Puchegger nicht extra sagen!“ flüstert mir mein Sitznachbar im selben Moment zu: „Er war schon der engagierteste Kammerberater, den wir je hatten und seit er die Schranken der Landwirtschaftskammer losgeworden ist, ist er noch effizenter!“, so die Meinung über die Galionsfigur der niederösterreichischen Ökojagdbewegung, der mittlerweile mit seiner Firma Naturraum Wald unter anderem 70.000 fm Holz von Waldbauern des südlichen Niederösterreich vermarktet!
Links:
Hompage von Pro Silva Austria
Homepage des Bundesdeutschen Ökojagdverbandes
Homepage des Niederösterreichischen Ökojagdverbandes
Naturraum Wald, Dipl. Ing. Franz Puchegger, Büro für Waldmanagement
zitierte Veröffentlichungen:
"Wie man Wild erntet, erschienen in der Tageszeitung "die Presse".
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