Nur wenige Absetzferkel je Fressplatz hat Vorteile
In vielen Betrieben werden acht oder mehr Absetzferkel je Fressplatz an Breiautomaten gefüttert. Diese Fütterungstechnik ist mit Nachteilen behaftet – doch es gibt interessante neue Entwicklungen
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Fütterungstechniken für Absetzferkel
Für Absetzferkel gibt es viele Fütterungsverfahren, die in Verfahren der Sattfütterung und Techniken für die rationierte Fütterung eingeteilt werden können. Die traditionellen Trockenfutterautomaten zur Sattfütterung der Absetzferkel mit einem Tier-Fressplatzverhältnis von maximal 4 : 1 wurden in den letzten Jahren durch Intervallfütterungsverfahren (Längstrog, Rundtrog), Rohrbreiautomaten und gelegentlich Flüssigfütterungsanlagen ersetzt. Um die Längstrogfütterung, die Ende der 90er Jahre in verschiedenen technischen Lösungen angeboten wurde, ist es mittlerweile ruhig geworden. Die höheren Anschaffungskosten und die geringeren täglichen Zunahmen bei der restriktiven Intervallfütterung sind die Hauptgründe, weshalb viele Betriebsleiter die kostengünstigen Rohrbreiautomaten für die Ferkelfütterung bevorzugen.
Auseinanderwachsen vorprogrammiert
Diese Situation stellt eine extreme Belastung für die Ferkel dar. Kommt dann noch ein Infektionsdruck durch PRRS und PCV 2 hinzu, ist ein Anstieg der Erkrankungs- und Verlusthäufigkeit „vorprogrammiert“. Durch die Sattfütterung besteht außerdem ein erhöhtes Risiko von Ödemkrankheit. Einige Hersteller empfehlen Gruppengrößen von 40 Ferkeln und mehr. Mit zunehmender Gruppengröße (von 12 bis 42 Ferkeln) und weiter werdendem Tier-Fressplatz-Verhältnis (von 6 : 1 bis 10,5 : 1) gehen jedoch die täglichen Zunahmen zurück und die Ferkel wachsen stärker auseinander.
Autor: Prof. Dr. Steffen HOY, Universität Gießen
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