Mutterkühe und die Probleme im Tierumgang

Kategorien zum Thema: Mutterkuhhaltung
Eine Schweizer Studie widmete sich den kritischen Punkten und Gefahren bei der Betreuung und Behandlung von Mutterkuhherden.
Der Umgang mit Mutterkühen erfordert Erfahrung und braucht Fachwissen. Zahlreiche Gefahrenquellen lauern, wie eine Schweizer Studie zeigt.
Der Umgang mit Mutterkühen erfordert Erfahrung und braucht Fachwissen. Zahlreiche Gefahrenquellen lauern, wie eine Schweizer Studie zeigt.
Der Umgang mit Mutterkühen ist nicht ungefährlich und bedarf viel Erfahrung seitens jener Person, welche die Tiere betreut. Dabei helfen die Kenntnis über bestimmte Verhaltensweisen der Tiere, eine regelmässige Tierbeobachtung, die Gewöhnung der Tiere an die Betreuungsperson sowie ruhiges, bestimmtes Verhalten. Alle diese Faktoren gestalten die Arbeit mit den Tieren sicherer.
In der Mutterkuhhaltung kann eine geringe Betreuungsintensität dazu führen, dass die Tiere dem Menschen gegenüber scheuer sind. Bei den notwendigen Betreuungsmassnahmen besteht so ein erhöhtes Unfallrisiko für Mensch und Tier.
271 Betriebe mit Mutterkuhhaltung nahmen an einer schriftlichen Schweizer Umfrage teil.

Umgang anders als mit Milchkühen
Der Umgang mit Tieren unterscheidet sich in der Mutterkuhhaltung stark von jenem der Milchviehhaltung. Laufstall- und Weidehaltung, grössere Herden, weniger regelmässiger Kontakt zu den Tieren, mangelnde Kenntnis im Umgang mit Tieren sowie fehlende technische Hilfsmittel erschweren den Umgang mit dem Rind als Herdentier.


Verletzungen von Menschen
46 Betriebe nannten Situationen, in denen es zu Verletzungen von Menschen kam (Tabelle 2). Häufige Verletzungen waren Prellungen, Schürfungen und Knochenbrüche. Diese ereigneten sich vor allem während des Verladens, Abtrennens und Markierens von Tieren, also vor allem im Stall oder im Transportfahrzeug.

Abtrennen und Verladen von Tieren
Es wird aufgezeigt, wie die Arbeitsschritte Abtrennen und Verladen auf den Betrieben mit Laufstallhaltung durchgeführt wurden. Von 192 Betrieben konnten 34 % ihre Tiere kanalisieren. Die Hälfte der Betriebe trennte Tiere ab, während der Rest der Herde fixiert war. Auf 16 % der Betriebe kamen mobile Gitter oder Abtrennungsmöglichkeiten im Stall vor. Wenn auf der Weide ein einzelnes Tier abzutrennen oder zu verladen war, nahmen dazu drei Viertel der Betriebe die gesamte Herde in den Stall.

Weitere interessante Detail zu den Herausforderungen und Problemen im Tierumgang mit Mutterkühen enthält dieser Beitrag in Landwirt Heft Nr.9 von 2011

veröffentlicht: 19.04.2011 11:45

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