Molkereien Hochwald und MUH beenden Kooperationsgespräche

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In Deutschland haben die Bemühungen zur Strukturbereinigung der genossenschaftlichen Milchverarbeitung einen Rückschlag erlitten. Die Molkerei Hochwald erklärte die Kooperationsgespräche mit der Milch-Union Hocheifel (MUH) in einem Informationsschreiben an ihre Mitglieder offiziell für beendet.
Die MUH scheint zu keinen weiteren Kooperationsgesprächen mit der Molkerei Hochwald bereit.
Die MUH scheint zu keinen weiteren Kooperationsgesprächen mit der Molkerei Hochwald bereit.
Die Unternehmensspitze von Hochwald teilte mit, trotz mehrfacher Gespräche auf Ebene des Aufsichtsrates lasse die MUH keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit erkennen. Ohne Aussicht auf die Verwirklichung einer Fusion wurden die Verhandlungen eingestellt. Die Genossenschaften im Westen von Rheinland-Pfalz sind weniger als 100 km voneinander entfernt. Gemeinsam kämen die beiden Nachbarn auf eine jährliche Milchverarbeitung von über 3 Mrd. kg Milch und einen Umsatz von mehr als 1,6 Mrd. Euro.

Beachtliche Synergien durch Zusammenarbeit
Während die MUH auf die Abfüllung von Trinkmilch für Handelsmarken spezialisiert ist, produziert Hochwald neben Milchgetränken auch Frischeprodukte und Käse. Zur Hochwald-Gruppe gehören die Marken Bärenmarke, Glücksklee und Lünebest. Gerade im Hinblick auf Investitionen in die Produktionsstandorte, aber auch in der Rohmilchbeschaffung ließe ein Zusammengehen der Unternehmen beträchtliche Synergien erwarten. Beobachter gehen davon aus, dass Hochwald sich nun verstärkt nach anderen Kooperationspartnern umsehen wird. (AIZ)

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