Milchprämie hat Einkommensverluste nicht annähernd kompensiert

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Die mit der Agrarreform von 2003 beschlossene Reduzierung der Milchpreisstützung wurde durch die Zahlung der Milchprämie nicht annähernd ausgeglichen.Dies bestätigt nun auch eine Studie von Agrarökonomen aus Kiel.
Die Kieler Agrarökonomen Prof. Jens-Peter Loy und Carsten Steinhagen
Die Reduzierung der Milchpreisstützung wurde durch die Zahlung der Milchprämie nicht annähernd ausgeglichen.
Die Reduzierung der Milchpreisstützung wurde durch die Zahlung der Milchprämie nicht annähernd ausgeglichen.
präsentierten die Ergebnisse ihrer Studie bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (GEWISOLA) in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Demnach wurden die Landwirte im Rahmen der Reform bislang bei weitem nicht vollständig für die reformbedingten Einkommensverluste entschädigt.

Zweifel an Eignung der Milchprämie
Zwar ergebe sich bei einfachen Vergleichen der Milchauszahlungspreise vor und nach der Reform eine Überkompensation. Dies gelte jedoch nicht bei einer Berücksichtigung der Weltmarktpreisänderungen. In diesem Fall beziffern die Wissenschaftler die Unterkompensation für den Zeitraum 2004 bis 2008 auf rund 100 %. Allerdings habe die Unterkompensation im Zeitablauf abgenommen. Dies deuten Loy und Steinhagen als Indiz, dass bei hohen Weltmarktpreisen mittelfristig keine oder zumindest nur eine geringe Kompensation für einen vollständigen Ausgleich der Preisdifferenz erforderlich wäre. Die Agrarökonomen bezweifeln zugleich, dass bei schwankenden Weltmarktpreisen und unterschiedlicher profitabler Verwertungen der Milch eine fixe Milchprämie überhaupt geeignet ist, reformbedingte Einkommensrückgänge auszugleichen. Zu beobachten seien stattdessen relativ willkürliche und im Zeitablauf stark schwankende Umfänge der Kompensation. AgE

veröffentlicht: 07.10.2009 09:12

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