Klauenrehe – der schmerzhafte Dauerbrenner
Viele Landwirte werden immer wieder mit der Klauenrehe in ihren Beständen konfrontiert. Die wichtigste Maßnahme gegen die Rehe ist die funktionelle Klauenpflege. Die Suche nach der Ursache ist hingegen schwierig, da diese meist lange zurückliegt.
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Die Ursache suchen
Die Klauenrehe ist eine Entzündung der Lederhaut infolge von Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen. Diese können durch Fütterungsfehler, im Zusammenwirken mit einer Überbelastung der Klaue bedingt sein. Auch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren, wie Geburt, schwere Allgemeinerkrankungen oder Pansenazidosen können eine Reheerkrankung auslösen. Durch die gestörte Durchblutung der Lederhaut wird die Verbindung zwischen Lederhaut und Hornschuh geschädigt. In weiterer Folge kann sich die Spitze des Klauenbeines ein wenig in Richtung der Sohlenfläche neigen. Bleibt dieses Stadium der Rehe unbehandelt, entwickelt sich die chronische Rehe. Lahmheiten entstehen vor allem durch Folgeschäden wie beispielsweise Bildung einer Doppelsohle, Weiße Linie Defekt oder Sohlengeschwür.
Abrupte Umstellung vermeiden
Grundsätzlich gelten alle plötzlichen Veränderungen als Risikofaktoren, denen sich die Kuh nicht entsprechend schnell anpassen kann. Eine gesonderte Stellung nimmt die akute Klauenrehe ein. Sie ist ein höchst schmerzhafter Prozess, bedingt durch die Entzündung der Lederhaut. Das Allgemeinbefinden ist gestört, die Tiere haben verminderte Fresslust, starken Milchrückgang und auffälliges Hin- und Hertrippeln. Es brennt sozusagen „auf den Klauen der Kühe“.
Autor: Robert Pesenhofer, Klauenpfleger und Obmann der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Klauenpfleger (AÖK)
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