Kastenstand Debatte: Agrar-Landesräte gegen österreichischen Alleingang
Die Agrar-Landesräte von Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark setzen sich für Planungssicherheit ein. Gesonderte Auflagen für Österreich am freien EU-Markt hätten fatale Folgen für die gesamte heimische Wirtschaft.
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Der steirische Agrarlandesrat Johann Seitinger spricht sich vehement für ein hohes Niveau im Bereich des Tierschutzes aus. „Die Tierschutzstandards müssen jedoch europaweit gleich sein, da es andernfalls zu extremen Benachteiligungen und damit Wettbewerbsverzerrungen in einzelnen Mitgliedsstaaten kommt“, so der Landesrat. Es ist undenkbar, einen Sonderstatus für ein Mitgliedsland zu schaffen, der fatale Auswirkungen für die Landwirtschaft, Wirtschaft und tausende Arbeitsplätze mit sich zieht. Allein durch das Lohndumping in Schlacht- und Verarbeitungsbetrieben benachbarter Länder sind schon viele Betriebe in ihrer Existenz gefährdet. Diese Ungerechtigkeit hätte zur Folge, dass die Steiermark die qualitätsorientierte und streng geprüfte Schweineproduktion und Fleischverarbeitung, und damit die hart erarbeitete AMA-Gütesiegelqualität, verliert und unser Land gleichzeitig mit Fleisch aus aller Herren Länder versorgt wird, ohne zu wissen, wie und wo diese Produkte erzeugt werden: „Das kann doch niemals auch im Sinne unserer Konsumenten sein“, zeigt sich Seitinger besorgt.
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