Kartellamt setzt auf mehr Wettbewerb im deutschen Rohmilchmarkt

Kategorien zum Thema: Milchmarkt Rinder Top
In Deutschland setzt das Bundeskartellamt auf künftig mehr Wettbewerb im Beschaffungsmarkt für Rohmilch. Dazu beitragen soll der Endbericht zur „Sektoruntersuchung Milch“, in dem die Geschäftsbeziehungen innerhalb der deutschen Milchwirtschaft kartellrechtlich bewertet werden.
Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt: „Ziel ist es, Werbung für den Wettbewerbsgedanken zu machen.“
Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt: „Ziel ist es, Werbung für den Wettbewerbsgedanken zu machen.“
In dem 129 Seiten umfassenden Papier skizzieren die Wettbewerbshüter unter anderem die Konzentrationen sowie die Kooperationen im Bereich der Molkereien, wobei im Einzelnen auch Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen gegenüber den Milcherzeugern dargestellt werden. Thema ist außerdem die Markttransparenz und die kartellrechtliche Beurteilung von Marktinformationssystemen. Darüber hinaus befasst sich der Bericht mit dem Milchpaket der Europäischen Union. Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte, die Behörde wolle die fortschreitende Liberalisierung der Milchwirtschaft unterstützen. Ziel sei es, Werbung für den Wettbewerbsgedanken zu machen. Mundt wies darauf hin, dass die Branche einer Reihe von Sonderregeln und historisch gewachsenen Strukturen unterliege, die man im Rahmen des Strukturwandels aus wettbewerblicher Sicht bewerten müsse. Für die Akteure könne der Abschlussbericht eine Art Gradmesser dafür darstellen, ob ihr eigenes Handeln kartellrechtliche Relevanz aufweise. Kritisch äußerte sich der Behördenchef zum EU-Milchpaket. Dieses gehe zum Teil an den Realitäten vorbei. Mundt äußerte vor allem Zweifel daran, ob größere Kartellierungsfreiräume für die Milcherzeuger diesen tatsächlich nutzen würden. Eher seien dadurch Verwerfungen an anderen Stellen zu erwarten. An den deutschen Gesetzgeber appellierte Mundt, den Spielraum bei der Ausgestaltung des Milchpaketes zu nutzen. Gerade in der derzeitigen dynamischen Entwicklungsphase der Branche sollten die Märkte im Sinne eines funktionsfähigen Wettbewerbs offengehalten werden, um aus der Liberalisierung eine Erfolgsgeschichte zu machen.

Kein Zusammenschluss untersagt
Im Hinblick auf die Struktur der deutschen Milchwirtschaft stellte Mundt fest, dass es sich in weiten Teilen um eine eher zersplitterte Branche handle. Bisher sei auch kein Zusammenschluss von Unternehmen untersagt worden. Die Konsolidierung auf Ebene der Molkereien wird nach den Worten des Kartellamtspräsidenten positiv gesehen. Allerdings könne es regional insbesondere hinsichtlich des Beschaffungsmarktes zu genaueren Einzelfallprüfungen kommen, schränkte Mundt ein. Dabei veranschlagt die Behörde die regionalen Liefermärkte auf maximal 200 km. Auch im Bereich der Kooperationen sehen die Wettbewerbshüter nur wenige Probleme. Im Bericht heißt es dazu jedoch, das Kartellamt werde darauf achten, dass im Zuge von Kooperationen, die die Produktion von Molkereierzeugnissen für einen Wettbewerber zum Gegenstand hätten, keine vertraulichen Preisinformationen, beispielsweise über die Milchauszahlungspreise der beteiligten Molkereien, ausgetauscht würden. Berichtet wird auch über Hinweise, wonach kooperierende Molkereien von der Aufnahme wechselwilliger Milcherzeuger des Kooperationspartners abgehalten worden seien, indem der Partner für den Fall der Aufnahme mit der Kündigung oder Aussetzung der Kooperation gedroht habe. Sollte sich ein derartiges Verhalten nachweisen lassen, könnte der Behörde zufolge gegebenenfalls ein Bußgeldverfahren gegen die drohende Molkerei eingeleitet werden.

Kritik an Andienungspflicht
Kritisch äußerte sich der Bundeskartellamtspräsident dazu, dass mehr als 85 % der befragten Privatmolkereien und 100 % der befragten Genossenschaftsmolkereien mit ihren Lieferanten eine vollständige Andienungspflicht vereinbart haben. Mundt sprach in dem Zusammenhang von einer „möglichen Marktabschottung“. Im Bericht heißt es hierzu, dass marktstarke oder marktbeherrschende Molkereien ihre Marktstellung nicht dahingehend ausnutzen dürften, Lieferanten ohne angemessene Kündigungsfristen an sich zu binden und so den wirksamen Wettbewerb um die Rohmilch zu verhindern. Bestätigt wurde von den Kartellrechtlern ihre in der Landwirtschaft heftig diskutierte Auffassung, wonach aktuelle und molkereispezifische Daten zum Milchauszahlungspreis eine Vereinheitlichung der Auszahlungspreise durch regional im Wettbewerb stehende Molkereien begünstigt. Mundt räumte ein, die Transparenz des Milchmarktes sei ambivalent zu sehen. In der Gesamtabwägung schade sie jedoch dem Wettbewerb und den Landwirten, da sie den Molkereiunternehmen „eine Abstimmung der Preise durch Abgucken“ ermögliche. AgE

veröffentlicht: 27.01.2012 22:32

Suche

Kleinanzeigen

  • Zuchtstier
    Verkaufe Zuchtstiere für Reinzucht und Gebrauchskreuzung! Die Rasse zeichnet sich aus durch hohe Tageszunahmen, leichte Geburten, bestes Fleischbildungsvermögen bei feinem Knochenbau!
  • Verkaufe Mutterkuh
    Abkalbetermin 09.07.2012 geweidet,2 Kalb trächtig. Bezirk HB
  • Limousin-Zuchtstiere
    2 Limousin - Zuchtstiere aus Anbindehaltung, 9bzw.14 Monate,enthornt,geweidet,fromm und führig zu verkaufen. Anzufragen unter 0664/2131002
  • BIO FV Sprungstier
    Verk. BIO FV Sprungstier, gross gewachsen, BVD frei, geb. 5.7.2011, Vater Masolino, € 1.350,00, Tel. 0664/8222949
  • BIO Fleckviehkuhkalb
    geb. am 4.5.2012.

Mehr zum Thema Milchmarkt

Arla Foods und Milch-Union Hocheifel planen Zusammenschluss

Arla Foods und Milch-Union Hocheifel planen Zusammenschluss

Die deutsche Milch-Union Hocheifel (MUH) und die deutsch-skandinavische Molkereigenossenschaft Arla Foods amba planen einen Zusammenschluss. Führende Repräsentanten beider Unternehmen haben ihren Eignern einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet.
Superabgabe von EUR 16,4 Mio. für niederländische Milcherzeuger

Superabgabe von EUR 16,4 Mio. für niederländische Milcherzeuger

Die niederländischen Milchbauern haben im Quotenjahr 2011/2012 die Milch-Referenzmenge um 59 Mio. kg überschritten. Sie müssen EUR 16,4 Mio. Superabgabe entrichten.

Neuseeland stockt die Milchviehhaltung auf

Die neuseeländische Milchindustrie setzt ihre schnelle Expansion fort. Der Grund dafür sind gute Erzeugerpreise. Die Schafbestände werden hingegen reduziert.

Gmundner Molkerei steigerte 2011 ihren Umsatz

Die Gmundner Molkerei, Österreichs drittgrößter Milchverarbeiter, hat 2011 den Umsatz von rund 170 Euro auf 180 Mio. gesteigert. Aktuell erzielt die Gmundner Molkerei bereits mehr als 45% seines Umsatzes im Export und ist in über 15 Ländern vertreten.

Interventionsankäufe von Milchprodukten in der Ukraine

Die Ukraine hat Anfang Mai Interventionsankäufe von 777 t Butter und 1.000 t Trockenmilch gestartet.

Jahreshauptversammlung der ARGE Heumilch

Die Mitglieder der ARGE Heumilch sprachen sich bei der Hauptversammlung in Eugendorf für die Fortsetzung der Heumilch-Offensive aus. Die Partnerschaft mit dem Handel soll weiter ausgebaut werden.

NÖM senkt Erzeugermilchpreis um 1,5 Cent netto

Das niederösterreichische Molkereiunternehmen NÖM senkt den Erzeugermilchpreis mit Anfang Mai 2012 um 1,5 Cent netto. Dies teilt die Milchgenossenschaft NÖ (MGN) in ihrem jüngsten Lieferantenschreiben mit.

Deutsche Diskonter senken Preise für Milch und Butter kräftig

In Deutschland haben führende Diskonter die Preise für Milch, Butter und andere Molkereierzeugnisse kräftig gesenkt. Den Anfang machte Aldi.

Frankreich: Lactalis und Produzenten einigen sich auf Milchlieferverträge

Die Vertragsverhandlungen zwischen der französischen Privatmolkerei Lactalis und den Milcherzeugern sind nach wochenlangen Auseinandersetzungen erfolgreich beendet.

Käsehof und Alpenmilch legen vier Standorte zusammen

In Lamprechtshausen entsteht ein "Käse-Kompetenzzentrum", das die vier alten Standorte ersetzen soll.

Milchbauern lieferten im März um 4,7% mehr Milch

Die österreichischen Milchbauern haben im März 2012 ihre hohen Anlieferungen an die Molkereien und Käsereien beibehalten. Laut vorläufigen AMA-Berechnungen lag die Menge mit 266.822 t um 4,7% über dem Vorjahresniveau.

Schweiz: SMP will Interessen der Milchbauern mit Vehemenz vertreten

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) bekräftigen anlässlich ihrer Delegiertenversammlung ihre zentralen Forderungen zur Agrarreform 2014 bis 2017.

Mitgliederversammlung der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft

Anlässlich der Mitgliederversammlung diskutieren die Mitglieder des Verbandes der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. (VBPM) mit Staatsminister Helmut Brunner über die zentralen Themen der privaten Milchwirtschaft.

Österreichs Milchverarbeiter ziehen positive Bilanz für 2011

Das Jahr 2011 ermöglichte der österreichischen Milchwirtschaft eine weitere Stabilisierung. Dies teilte Helmut Petschar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) und Geschäftsführer der Kärntnermilch, im Rahmen einer Pressekonferenz mit.

GEA Group errichtet weltweit größte Milchpulveranlage für Fonterra

Der deutsche Anbieter von Molkerei- und Prozesstechnik GEA Group in Düsseldorf, hat den Auftrag zum Bau eines leistungsstarken Sprühtrockners für Milchpulver in Neuseeland erhalten.

Wettbewerb der Molkereien um Milch laut Kartellamt unterentwickelt

Das deutsche Bundeskartellamt hält die Möglichkeiten der Landwirte, die Molkerei zu wechseln und die Milch an ein anderes Unternehmen zu verkaufen, mittlerweile für stark eingeschränkt.

Ozeanische Milchwirtschaft fürchtet Quotenende in der EU

Die Milchwirtschaft in Australien und Neuseeland fürchtet Wettbewerbsnachteile durch das für 2015 geplante Ende der Quotenregelung in der EU. Das berichtet Milchmarkt-Experte Kevin Bellamy.

Erzeugermilchpreis im Jänner 2012 rückläufig

Der heimische Erzeugermilchpreis war im Jänner 2012 leicht rückläufig. Im Schnitt zahlten die heimischen Molkereien 41,16 Cent brutto je kg Milch.

Weltweiter Handel mit Milchprodukten wächst kräftig

Der Welthandel mit Milchprodukten wächst stark. Gefragt sind vor allem Milch- und Molkepulver sowie Laktose. Die europäische Milchindustrie profitiert von diesem Marktwachstum aber nur unterdurchschnittlich.

US-Milchmarkt hat Milch im Überfluss

Auf dem US-Milchmarkt wird zu viel Milch angeboten. Viele Käsereien können nicht noch mehr Milch verarbeiten. Erzeugerorganisation ruft dringend zu Angebotsdisziplin auf.

Wintertagung – erstmals Fachtag für Rinderwirtschaft in Wieselburg

Einen hervorragenden Start legte der Fachtag für Rinderwirtschaft der Wintertagung im Francisco Josephinum in Wieselburg hin, der heuer erstmals organisiert wurde. Trotz Schneechaos war der Festsaal bis auf die letzten Plätze gefüllt.

Köstinger fordert gesicherte Milchproduktion in ganz Europa nach 2015

Elisabeth Köstinger, Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament, fordert die Milchproduktion in ganz Europa nach 2015 zu sichern. Das EU-Parlament beschließt ein Gesetzespaket zur Besserstellung der Milchproduzenten.

FrieslandCampina möchte zwei Molkereien in Südosteuropa übernehmen

Der niederländische Molkereikonzern Royal FrieslandCampina will seine Aktivitäten im westlichen Balkan mit der Übernahme von Imlek und Mlekara Subotica ausweiten. Die beiden Molkereien sind in Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien aktiv.

Milchquote bereits mehr als 100.000 t überliefert

Die österreichischen Milchbauern erreichen mit der Überlieferung der Milchquote jetzt die Schallmauer von 100.000 t. Für das gesamte Quotenjahr 2011/2012 wird eine Überschreitung um 5% erwartet.

Chinesische Investoren kaufen Neuseelands größten Milchviehbetrieb

Nach einem Beschluss der neuseeländische Regierung darf die chinesische Investorengruppe Shanghai Pengxin nun den größten Milchviehbetrieb Neuseelands übernehmen.

Fonterra lehnt Milchmarktreform der neuseeländischen Regierung ab

Die neuseeländische Genossenschaftsmolkerei Fonterra kritisiert die Ankündigung des Landwirtschaftsministeriums, weitere Maßnahmen zur Förderung des Wettbewerbs auf dem neuseeländischen Milchmarkt umsetzen zu wollen.

Milcherzeuger in Deutschland kritisieren Einschränkungen bei Preisvergleichen

Beim Fachforum Milch des Deutschen Bauernverbandes kritisierten Bauernvertreter die kritische Haltung des Bundeskartellamtes zu Erzeugerpreisvergleichen. Eine Vertreterin des Kartellamtes stand beim Forum Rede und Antwort.

Kartellamt setzt auf mehr Wettbewerb im deutschen Rohmilchmarkt

In Deutschland setzt das Bundeskartellamt auf künftig mehr Wettbewerb im Beschaffungsmarkt für Rohmilch. Dazu beitragen soll der Endbericht zur „Sektoruntersuchung Milch“, in dem die Geschäftsbeziehungen innerhalb der deutschen Milchwirtschaft kartellrechtlich bewertet werden.

Preise für Milcherzeugnisse 2011 in Europa gestiegen

Die europäischen Hersteller von Butter, Milchpulver und Käse konnten im vergangenen Jahr deutlich höhere Verkaufspreise realisieren. Mit dem Preisauftrieb für Milcherzeugnisse folgte der EU-Markt dem Weltmarkt.

Nestlé baut Milchkompetenzzentrum in China

Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé baut sein Engagement in der chinesischen Milchwirtschaft aus. Der Konzern möchte Bauern beim Aufrüsten ihrer Betriebe durch Ausbildung und Technik unterstützen.

Frankreich erlaubt bestimmten Milchbetrieben Quotenüberziehung

Frankreich gibt seinen Milchproduzenten vor dem Hintergrund einer absehbaren Unterlieferung der aktuellen Gesamtquote für die letzten Monate des Wirtschaftsjahrs 2011/12 Anreize zur Ankurbelung der Produktion.

Mehr Milchkühe unter Leistungsprüfung

Von 528.761 österreichischen Milchkühen stehen bereits 75,5% oder 399.095 Tiere unter Leistungskontrolle. Die Tendenz ist seit den letzten Jahren - mit einem Plus im vergangenen Jahr um 4.300 Kühe - steigend.

Lactalis übernimmt schwedische Molkerei

Der weltweit größte Molkereikonzern Lactalis weitet seine Geschäfte auch im Norden Europas aus und übernimmt die zweitgrößte schwedische Molkereikette Skaanemejerier.

IG Milch diskutiert Milchquotenende und neue GAP

Die IG Milch veranstaltete im niederösterreichischen Krumbach eine Diskussionsveranstaltung über den Ausstieg aus der Milchquote und über die Chancen und Risken der neuen GAP. Vor vollem Saal diskutieren Agrarpolitiker aller fünf Parlamentsparteien mit interessierten Landwirten.

Neuseeländische Milchpulveraktion leicht im Minus

Die Versteigerung von Milchprodukten durch die neuseeländische Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) ist mit einem leichten Preisabschlag in das Jahr 2012 gestartet.

FrieslandCampina senkt Milcherzeugerpreis

FrieslandCampina senkt den Erzeugermilchpreis um 1 Cent. Der Garantiepreis für Jänner 2012 liegt jedoch um 2,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Mutter- und Milchkuhprämie: AMA informiert über Antragstellung

Die Abwicklung der Mutterkuhprämie (auch jener für Kalbinnen) sowie der Milchkuhprämie für das Jahr 2012 erfolgt als antragsloses Verfahren. Die entsprechenden Daten werden der Rinderdatenbank entnommen, teilt die Agrarmarkt Austria mit.

Lactalis will schwedische Molkereigenossenschaft übernehmen

Die französische Privatmolkerei Lactalis möchte die zweitgrößte schwedische Molkerei Skanemejerier kaufen. Im Sommer hatte Lactalis Parmalat übernommen.

Heimische Molkereien können weiterhin nach Russland liefern

Fünf österreichischen Lebensmittelherstellern wurden die Ausfuhren ihrer Produkte nach Russland untersagt. Die Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM) teilte mit, dass es sich um Fleischverarbeiter und nicht um Molkereien handle.

Leichte Preisabschläge bei neuseeländischer Auktion von Milchprodukten

Die letzte Online-Auktion der neuseeländischen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) im Jahr 2011 hat mit leichten Preisabschlägen für Milchpulver geschlossen, während Cheddar etwas teurer gehandelt wurde.

Russland: Milchviehbetrieb für 9000 Kühe errichtet

Ein Milchviehbetrieb „höchsten Industriestandards“ hat im landwirtschaftlich geprägten Nordosten der russischen Enklaveprovinz Kaliningrad am Standort Nesterow die Produktion begonnen. Er ist für 9.000 Kühe und eine Jahresproduktion von mehr als 20.000 t Milch ausgelegt.

Arla Foods nutzt neuseeländische Handelsplattform GDT

Als erste europäische Molkerei wird Arla Foods ab April 2012 Magermilchpulver über die neuseeländische Internet-Auktion Global Dairy Trade (GDT) verkaufen. Die Genossenschaft steigt als viertes Unternehmen nach Fonterra, DairyAmerica und Murray Goulburn in den Online-Handel ein.

Fonterra erhöht den Milchpreis um 3 Prozent

Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra erhöht den Milcherzeugerpreis um rund 3 Prozent. Vorstand und Aufsichtsrat begründen dies mit der Erholung des Weltmilchmarktes, vor allem der gestiegenen Nachfrage nach Milchpulver.

EU: Mitgliedsstaaten sollen über Milchlieferverträge entscheiden

Das EU-Parlament und die EU-Mitgliedstaaten einigen sich auf neue Regeln für die künftige Milcherzeugung in der EU. Dazu gehören Verträge zwischen Milchlieferanten und Molkereien, in denen die Preise und die Abnahmemengen festgelegt werden.

Landestag der Milchviehhaltung in Wels

Der Landestag der Milchviehhaltung in Wels thematisierte Trends auf dem Milchmarkt und die Zeit nach Auslaufen der Quotenregelung sowie mögliche zukünftige Entwicklungen.

Moosbrugger: Milchmarkt-Regeln der EU-Markt-Realität anpassen

Die Landwirtschaftskammer Österreich verlangt, dass die bisherige österreichische Position zur Steuerung des Milchmarktes überdacht wird. Österreichs Milchbauern sollten demnach nicht weiter mit Quotenkosten und Superabgaben in Millionenhöhe belastet werden.

Russischer Milchmarkt wächst weiter

Der Trend zu größeren Betrieben setzt sich in Russland weiter fort. Die Konsolidierung in der russischen Milchwirtschaft wird zunehmen und der Selbstversorgungsgrad soll steigen.

Berglandmilch rüstet sich für das Ende der Quote 2015

Die Berglandmilch rüstet sich für den härteren internationalen Wettbewerb und für die Abschaffung der EU-Milchquoten im Jahr 2015. Der Umsatz der größten österreichischen Bauernmolkerei soll heuer auf 800 Mio. Euro steigen.

Generalversammlung der IG-Milch 2011

Die IG-Milch hatte zu ihrer Generalversammlung in Leonding zwei Gastreferenten mit sehr gegensätzlichen Anschauungen eingeladen. So gab es ausreichend Stoff für heftige Diskussionen über den europäischen Milchmarkt und die Zukunft der Milchwirtschaft in Österreich und Europa.

EU-Milchsektor-Reform: Pflichtverträge weiter strittig

In Brüssel sind die Fragen weiterhin strittig, ob eine europaweit gültige Pflicht zum Abschluss von Lieferverträgen und eine Mindestlaufzeit eingeführt werden oder nicht. Zudem ist eine Sonderregelung für Milch mit geschützter Ursprungsbezeichnung in Diskussion.

Milchquotenüberlieferung um mehr als 53.000 t erwartet

Die AMA rechnet mit einer Überlieferung um mehr als 53.000 t für das Milchquotenjahr 2011/12. Bei Anhalten des Trends wird eine Zusatzabgabe von EUR 14,9 Mio. fällig.

3. Österreichisches Milchforum der AMA in Wien

Unter dem Motto „Zukunft und Visionen für die Milchwirtschaft“ fand das 3. Österreichische Milchforum im Schloss Schönbrunn statt. Viele Experten aus der Österreichischen Milchbranche wohnten diesem interessanten Forum bei.