Grünland nicht mit Vollgas bewirtschaften

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Verminderte Erträge, permanentes Sanieren und Reparieren der Grünlandflächen können nicht die langfristigen Ziele für eine erfolgreiche Bewirtschaftung sein. Jeder Grünlandbauer sollte sich überlegen, ob die Vielschnittstrategie langfristig auf seinem Standort erfolgreich sein kann.
Pflanzenbestände, die permanent übernutzt werden, leiden an Nutzungsstress und verunkrauten sehr leicht.
Pflanzenbestände, die permanent übernutzt werden, leiden an Nutzungsstress und verunkrauten sehr leicht.
Die Grünlandbewirtschaftung in Österreich hat viele Facetten und das Bewusstsein, hinsichtlich der differenzierten Nutzung, hat bei den Grünlandbauern einen hohen Standard erreicht. Rund 50 % der Grünlandbauern pflegen eine vorbildliche Kreislaufwirtschaft mit standortangepasster Nutzung, 20 % sind in einer Extensivierungsphase, wo sie dem System mehr entziehen als wieder zuführen. 30 % der Grünland- und Viehbauern haben hingegen den Weg gewählt, ihre Wiesen nach den Vorbildern Holland und Norddeutschland zu nutzen. Die österreichischen Grünlandstandorte sind keine ausschließlichen Raygras-Standorte, haben kürzere Vegetationszeiten und andere Böden. Diese 30 % kaufen viel Kraftfutter zu, mähen sehr oft und haben viel Wirtschaftsdünger, um Milchleistungen von 7.000 bis 10.000 kg Milch pro Laktation zu ermelken.

Höhere Leistungen fordern besseres Futter
Das österreichische Grünland liefert bei guter Bewirtschaftung bestenfalls Grundfutter für max. 5.200 kg Milch/Kuh/Laktation. Bietet der Landwirt den Kühen eine hervorragende Weidewirtschaft an, so sollten auch 6.000 kg Milch und bei Silomais-Zufütterung auch 6.500 kg Milch/Kuh/Laktation möglich sein.

Autor: Univ. Doz. Dr. Karl Buchgraber, LFZ Raumberg-Gumpenstein

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 11 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:


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veröffentlicht: 15.05.2012 10:51


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