"Getreidewelt" blickt auf Russland und Asien
Momentan liegt der Fokus auf Russland und dem Schwarzmeerraum sowie Zentralasien. Hier spielt mit rekordverdächtiger Hitze und Dürre, aber auch mit Unwettern, die dramatische Ernteausfälle verursachen, jene Musik, die die derzeitige Kurs-Rallye an den Warenterminbörsen aber auch am physischen Markt begleitet.
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Ukraine: kleinere Getreide-Übergangsvorräte
Auch die Ukraine musste jüngst ihre Ernteprognose von 46 bis 47 Mio. t auf 45 Mio. t zurückschrauben. Damit werden 2010/11 nur 16 Mio. t für den Export zur Verfügung stehen. Die Übergangsvorräte an Getreide zum Anfang des Wirtschaftsjahres 2010/11 lagen auch nur bei rund 4,9 Mio. t und damit um ein Drittel niedriger als vor Jahresfrist. Über gut 2,2 Mio. t davon verfügten die Landwirtschaftsbetriebe sowie über 2,7 Mio. t die Verarbeitungs- und Lagerbetriebe, teilte das nationale Staatskomitee für Statistik mit. Nach seinen Angaben gehörten zu den Vorräten unter anderem 2,4 Mio. t Weizen sowie 1,1 Mio. t Gerste. Mit landesweit etwa 1,0 Mio. t fiel auch die zum 01.07.2010 vorhandene Menge an Sonnenblumensaat um 14% kleiner aus als zum gleichen Zeitpunkt 2009. Nicht erfasst wurden dabei die Vorräte an Getreide und Sonnenblumen bei privaten Kleinproduzenten.
Kasachstan: Dürre macht Getreidebauern einen Strich durch die Rechnung
In Kasachstan soll die diesjährige Getreideernte bei 13,5 bis 14,5 Mio. t liegen. Diese Prognose gab Landwirtschaftsminister Achylbek Kurischbajew dieser Tage bei einer Regierungssitzung in Astana bekannt. Sie liegt um 1 Mio. t niedriger als die bisherige Ernteerwartung des Ressorts. Die Korrektur ist laut Kurischbajew auf die starke Dürre zurückzuführen. Im vergangenen Jahr wurde in Kasachstan eine Rekordmenge von 20,8 Mio. t eingebracht.
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