Getreidepreis steigt weiter
Die Getreidepreise befinden sich weiter im Steigen. Ein Grund dafür ist der ebenfalls anziehende Maismarkt.
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Stickstoffpreise steigen
Die Weizenpreise am österreichischen Markt stiegen letzte Woche bei anhaltender Nachfrage nach Aufmischweizen aus den Nachbarländern weiter an. Auch einfachere Mahlweizenqualitäten wurden wieder in kleinerem Umfang von inländischen Mühlen geordert, sodass die Wiener Produktenbörse am vorigen Mittwoch nicht nur Premium- und Qualitätsweizen mit EUR 247,50 beziehungsweise EUR 240,- pro t neuerlich höher bewertete, sondern nach der Pause einer nominellen Notierung auch den Mahlweizen wieder notierte - und zwar mit einem deutlichen Preissprung von 10,50 Euro pro t auf EUR 228,- pro t nach oben. Die Freude der Landwirte über die Erzeugerpreise bleibt aber nicht ungeteilt, denn fast zufällig gleichzeitig steigen die Preise für Stickstoffdünger deutlich an und ist es schwer, Ware am Markt zu bekommen. In Deutschland wie in Österreich heißt es, die Erzeuger könnten Düngemittel zurückhalten.
Mais-Rallye pusht Weizenpreis
Die heimischen Kassamarktpreise für Aufmischqualitäten von Weizen blieben vorige Woche weiterhin spürbar über dem europäischen Weizenfutures an der Pariser Euronext, und Mahlweizen erreichte fast dessen Niveau. Nach einer Verschnaufpause legte aber auch der Euronext-Weizenfutures mittlerweile zu Ende der vorigen und Beginn dieser Woche wieder zu. So werden jetzt die Weizenkurse vom Maismarkt gestützt, wo von den USA und Kanada bis über Europa nun auch die Ernteschätzungen schrumpfen. Damit kommt der Rückenwind für den Weizen jetzt vom Maismarkt. Am Weizenmarkt sorgen aber auch noch einige Unwägbarkeiten für Nervosität: So zum Beispiel hält die Trockenheit in Russland an und behindert den Herbstanbau, in Kanada beeinträchtigen Regen und Frühfröste die Ernte und auf der Südhalbkugel bedroht das Klimaphänomen La Nina die Bestandsentwicklung in Südamerika.
Rufe nach Vertragsproduktion
Derweil begann die heimische Nassmaiskampagne, wobei die beiden großen heimischen Verarbeiter um den Rohstoff rittern und zum Teil Produzentenpreise bis zu EUR 137,- pro t netto bieten. Beobachter sehen angesichts dieser Nervosität und Preisausschläge - so erfreulich sie zurzeit für die Bauern seien - die Sinnhaftigkeit einer Kontraktproduktion, die den Landwirten nachhaltige Deckungsbeiträge ermöglicht, bestätigt.
Quelle: AIZ
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