Getreidemarkt am 24. Februar 2012
Günstigere Wetterbedingungen in Nord- und Südamerika ermöglichen bessere Wachstumsbedingungen für Getreide. Dies bremst die Preisaufschläge der letzten Woche aus.
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Getreidepreis international
Die Rekordernte von Weizen in Australien beeinflusst den Preis wesentlich. Dabei lag die Erntemenge bei 29,5 Mio. t, was nach Ausdehnung der Anbaufläche zusätzlich zu einer Ertragssteigerung von 20,4 dt/ha auf 21,0 dt/ha. Vor allem aber wird der Weizenkurs durch eine steigende Anbaufläche in den USA geschwächt.
Mai-Weizen verlor sogar 6 €/t und steht damit wieder auf dem Kurs von letztem Mittwoch. Zwar sollen die nordamerikanischen Weizensorten derzeit die konkurrenzfähigsten auf dem Weltmarkt sein. Aber die Ukraine könnte trotz aller Berichte über freiwillige Exporteinschränkungen des Handels bereits bald auf den Weltmarkt zurückkehren.
Ausblick
Auch an unseren Getreidemärkten stehen die Preise noch auf „freundlich“, aber allseits gilt „Abwarten und Tee trinken“ als die Handlungsoption der Stunde, zumindest im Handel. In Mannheim sind die Preise nahezu unverändert gegenüber der Vorwoche. A-Weizen erzielt unverändert 2 €/t Aufschlag gegenüber B-Weizen, E-Weizen der Sorten Akteur und Enorm aber nur noch 13 €/t. Auch der Handel mit Brotroggen bleibt bei 240 €/t franko sehr ruhig. Futterweizen ist mit 200 €/t franko derzeit das teuerste Futter, gefolgt von Gerste und Mais mit 196 €/t franko. Triticale wird mit 193 €/t franko taxiert.
Aus der Ukraine wird erwartet, dass dass wegen der Frostschäden 3,5 Mio. ha Winterungen nachgesät werden müssen. Zweifel gibt es daran, ob die Gelder dafür zur Verfügung stehen.
Preisanstieg bei Rapsschrot
Am Kassamarkt zeigen sich die Preise für Sojaschrot seit der vergangenen Woche uneinheitlich. Bis Montag festigten sich die Forderungen für 44er Partien im Süden auf 306 €/t. Nach zwei Tagen mit Verlusten erreichten sie zuletzt 299 €/t. Im Gegensatz dazu steigen die Preise für Rapsschrot seit einer Woche kontinuierlich an. Die zuletzt geforderten 208 €/t spiegeln das sehr knappe Angebot im Süden wider. Die stark gestiegene Nachfrage der Futtermittelindustrie und das gleichzeitig schwindende Angebot vor allem auf dieser Parität sind Auslöser für diese hohen Aufschläge.
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