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IG-Milch Milchexport

  Antworten: 12

Name: edde antwortet um 10-07-2007 21:52 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG-Milch Milchexport
bei einer molkereigenossenschaft haftet der vorstand mit seinem vermögen ??? ich lerne dazu............
Name: wald_bauer antwortet um 10-07-2007 22:03 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG-Milch Milchexport
Lieber edde.
Danke für Deine Lernbereitschaft.
Du wirst doch nicht geglaubt haben, das man eine Genossenschaft ohne Verantwortung für die Geschäfte führen kann. Es gibt genug Beispiele dafür wo ehrenamtliche Vorstände sehr wohl in die Pflicht genommen wurden oder glaubst Du, daß Banken nur auf schöne Reden und Gesichter auf ihre Forderungen verzichten.
Name: ALADIN antwortet um 11-07-2007 07:21 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG-Milch Milchexport
Das wäre mir neu, dass Funktionäre oder Politiker in der Praxis für etwas haften ausser für kriminelle Machenschaften. Bitte um ein Beispiel.
Name: Christoph38 antwortet um 11-07-2007 08:24 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG-Milch Milchexport
Es ist in der Praxis ein riesiger Unterschied ob man für etwas haftet, unabhängig auf welche Ursache ein Schaden zurückzuführen ist oder ob man grundsätzlich nicht haftet und ausnahmsweise wegen eigenen Fehlverhaltens zur Haftung herangezogen wird und der Gegner dies erst in einem Rechtsverfahren durchsetzen muss.

In diesem Sinne kann zB der Vorstand nach einigen Rechtsvorschriften und unter gewissen Bedingungen eine Haftung treffen, aber er haftet nicht sowieso für die Geschäfte der Genossenschaft.
Für normale geschäftliche Aktivitäten die danebengehen haftet der Vorstand nicht.
Bei Betrug, gezielte Irreführung, Bilanzfälschungen etc. kann es anders ausschauen.
Name: wald_bauer antwortet um 11-07-2007 08:40 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG-Milch Milchexport
An ALADIN
Bei einer Genossenschaft die selbständig Geschäfte macht, also einkauft und verkauft muss logischerweise jemand auch das geschäftliche Risiko tragen- bei einem Privatunternehmen ist das der Eigentümer- bei einer Genossenschaft der laut Statuten mit der Geschäftsführung betraute Vorstand. In der Praxis bestellt der Vorstand einen Geschäftsführer zu Führung der Geschäfte. Der Vorstand trägt aber die volle Verantwortung für die geschäftliche Tätigkeit.
Es hat sowie in allen Bereichen der Wirtschaft auch im Genossenschaftsbereich schon Fälle gegeben, wo wirtschaftliche Probleme
aufgetreten sind- ich will hier in der Öffentlichkeit keine Namen nennen. Aber es gab schon Brennerei- Milch- Lagerhaus- Fleisch- Heizwerkgenossenschaften wo die Fuktionäre sich vor Banken und Gerichten
ihrer Verantwortung stellen und auch Konsequenzen tragen mussten.

Name: walterst antwortet um 11-07-2007 09:16 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG-Milch Milchexport
Es ist kein Ziel der IG-Milch, unbedingt Milch zu exportieren.
Je näher die Molkerei, umso besser.
Wir wollen nur einen ordentlichen Milchpreis.
Wenn nach den dramatischen Regalpreiserhöhungen beinahe wie in Notzeiten jetzt wieder nichts bei den Bauern ankommt, ist es unsere Pflicht, über Alternativen nachzudenken, um die Marktlage zu Gunsten der Bauern zu nützen.
Da kann es auch notwendig sein, die Molkereien, die mit einer "zurückhaltenden" Auszahlungspolitik signalisieren, dass sie wenig Interesse an der Milch haben, von der überschüssigen Menge zu entlasten. Der Export ist eine denkbare Variante.
Es sind allein gestern aus 3 verschiedenen europäischen Ländern Anfragen nach Milch bei uns eingegangen. Da muss man einmal nachforschen, mit welchen Leuten man es zu tun hat, wie das Angebot ausschaut, Sicherheiten usw. Und dann ein paar Nächte darüber schlafen und letztlich werden es betroffene Milchbauern entscheiden, was zu tun ist.

Walter
Name: Christoph38 antwortet um 11-07-2007 09:48 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
IG-Milch Milchexport
Eine Genossenschaft hat eine eigene Rechtspersönlichkeit, wie eine GmbH oder AG auch. Das geschäftliche Risiko trägt die Genossenschaft selber und nicht die Funktionäre.
Es ist zwar nicht so, dass die Funktionäre keine Verantwortung haben, aber die Behauptung die Funktionäre würden, dass geschäftliche Risiko tragen ist ein BLÖDSINN.
Name: edde antwortet um 11-07-2007 09:51 auf diesen Beitrag nach oben
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IG-Milch Milchexport
@Starkl
lerne zuerst Genossenschaftsrecht, ehe du Sachverhalte hier ins Forum stellst...
mfg
Name: muk antwortet um 11-07-2007 21:23 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG-Milch Milchexport
gratuliere zum vorschlag des milchexportes. nur mit etwas mut kann man überleben..

sollte der export von milch realität werden, dann kommt bewegung in dem markt - und zwar kräftige.


Name: jonatan antwortet um 12-07-2007 10:15 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
IG-Milch Milchexport
@edde: Du kennst das Genossenschaftsrecht?
Starkl hat es offenbar schon gelesen oder weiß zumindest wie es in Wirklichkeit letzten Endes läuft.
Wie legst Du es denn aus?
Name: Petale antwortet um 26-07-2007 18:30 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Milchbauern setzen auf Milchexport
Habe gehört das Bauern ihre Milch wieder selber in die Hand nehmen und an den Bestbieter verkaufen.

Tiroler machen anscheinend den ersten Schritt und verlassen ihre Molkerei. Bin gespannt in welchem Bundesland es den nächsten Wechsel gibt. Salzburg, Oberösterreich, Steiermark oder gar Niederösterreich?


Molkereien zittern schon und suchen verzweifelt Milch, aber auf die Idee mehr zu zahlen sind sie noch nicht gekommen. Einige Molkereien werden sich anstrengen müssen um am Markt zu bestehen. Wie hat man uns Bauern vor einigen Jahren gesagt, wachsen oder weichen. Nun ja dasselbe gilt nun für die Molkereien der Kampf beginnt um jeden Liter. Das wird ein heisser Sommer und Herbst werden.

Endlich verstehen die ersten Bauern was Angebot und Nachfrage heißt und lassen sich von den Molkereien nicht mehr für dumm verkaufen, Bravo gratuliere.
Name: walterst antwortet um 26-07-2007 21:39 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Milchbauern setzen auf Milchexport 40 Cent greifbar
Nach Durchsicht meiner heutigen Emails kann ich sagen: 40 Cent netto sind greifbar.
Wir werden das ganze mit Ruhe und Vorsicht angehen.

Eine "zurückhaltende" (im Sinne des Wortes) Auszahlungspolitik der Molkereien bedeutet ja, "wir wollen Eure Milch nicht!"
Darazu werden Bauern in den nächsten Monaten logisch und marktkonform reagieren.

Walter
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