IG Milch Veranstaltung im W4

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Name: biolix 07-09-2006 14:06 nach oben
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IG Milch Veranstaltung im W4
Hallo !

wer lust hat...


09.09.06 Veranstaltung in Pfaffenschlag/Waidhofen/Thaya, Gemeindesaal, Beginn: 20 Uhr

"Warum ein höherer fairer Milchpreis unbedingt notwendig ist"
mit Ewald Grünzweil und Hannes Bauer

"A faire Milch"

ab sofort bei Spar, Eurospar, Interspar, Zielpunkt, Nah & Frisch und teilweise bei Unimarkt österreichweit erhältlich!

Diesen Erfolg abzusichern, den Verkauf zu unterstützen und zu bewerben ist Aufgabe jedes einzelnen Mitglieds der IG-Milch.

Wir müssen alle unsere Möglichkeiten und Beziehungen nützen, um "A faire Milch" zu einem Verkaufserfolg zu führen.

Helfen wir zusammen! Wir haben die Milch! "A faire Milch


Name: edde antwortet um 07-09-2006 20:51 auf diesen Beitrag nach oben
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hallo eine frage:
kommt "a faire Milch" aus einem Entwicklungsland wie etwa diese "fair trade " produkte , in denen die Bauern oft weniger für die ernte erhalten als sie kosten für anbau, spritzmittel und düngung bis erntekosten haben ??
oder kommt diese faire milch aus Österreich,aus dem land , in dem die Bauern im ersten halbjahr 2006 um 17,7 prozent mehr neutraktore gekauft haben , weil die stimmung wegen unerwartet hoher erzeugerpreise und anständiger ausgleichzahlungen gut wie selten zuvor ist??
unerwartet hoch deswegen weil der vielbeschworene preissturz mit der osterweiterung ausgeblieben ist, weil der milchpreis trotz interventionspreissenkung konstant blieb--und die milchprämie gibts obendrauf---oder wie soll ich sonst den kaufboom bei traktoren deuten ??
oder entscheiden neuerdings die österreichischen bauern rein aus dem bauch heraus ohne ihre wirtschaftliche situation zu kennen bzw die zukunft ihres betriebes einzuschätzen ???

Name: biolix antwortet um 07-09-2006 22:37 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo edde !

na schau, ich bin IG mIlch mitgleid und habe keine Traktor gekauft, aber es wäre interessant wie viele davon gekauft haben..

war aber heute auf einen betrieb wo mir die gucker raus gfallen sind 4 fast neue traktore, 3 drescher etc., ja das ist halt einer der "aktiven " Betriebe, nur wenn jetzt alle so aktiv werden höre ich aus seiner ortschaft das gerade er und ein 2. die Pachtpreise hinauftreibt....

Also frag ich mich bin ich so ein trottel weil ich so "inaktiv" bin udn mit dem zufrieden was wir haben ?

WEnn ich nun lese die investförderung wird verdoppelt, ja aber wiede rbin ich zufrieden, bzw. sollen nun alle invsteieren oder was ???
WO wollen wir hin, und da gebeich dir recht ede, aber wie gesagt es sind gerade die die glauben aufstreben zu müssen und denen man "einredet" die Zukunftsbetriebe zu sein die Investieren jetzt.. egal denn sie denken ja nicht, soll morgen noch für meinen Nachbarn Platz sein in dieser LW ?
Daher wichtig, a fairer Preis auch in Ö, und was dies betrifft, sind wir wirklcih auhc schon ein Entwicklungsland und daher ists gut das dies die IG initiert hat...

lg biolix

Name: Hansi antwortet um 07-09-2006 22:39 auf diesen Beitrag nach oben

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Wir haben in unseren Dorf am 10. 09. auch einen Informationstag ab 09:00 Uhr in Bad Mitterndorf (Krungl).
Über die IG-Milch allgemein und vorstellung der neuen faieren Milch.
Wird sicherlich interessant!

Name: Kathi antwortet um 08-09-2006 10:06 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo,

man sollte mal wirklich genau anschauen, wer sich einen neuen Traktor kauft - also in unserer Gegend finanziert meist der Baugrundverkauf den neuen Traktor; viele Maschinen werden aber auch von Gemeinden und Firmen gekauft - ich glaube das wirft die Statistik schwer durcheinander ...

Unerwartet hoher Erzeugerpreis - anständige Ausgleichszahlungen ?? - ich weiss nicht Edde, ob du aus der Landwirtschafts kommst, nur 28 - 30 cent für den Liter Milch ist alles andere als ein hoher Erzeugerpreis, noch dazu wo der Diesel, Strompreis und alle anderen Kosten ständig im steigen sind. Wäre die IG-Milch nicht gewesen, wäre der Milchpreis sicherlich weiter gefallen.
Interessanterweise ist es für viele "Fairer", Produkte quer durch die Welt zu schippern, als die eigenen Bauern zu fördern.

LG
Kathi



Name: walterst antwortet um 08-09-2006 11:34 auf diesen Beitrag nach oben
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An EDDE:

Wie hoch ist der Anteil der Milchbauern and den Traktorkäufern im ersten Halbjahr?

Ist Österreich ein Entwicklungsland, weil der Chef des Molkereiverbandes Steiner einen "fairen Anteil in der Wertschöpfungskette für die Molkereien (nicht für die Bauern)" fordert?

Ist der Bundespräsident ein Afrikanerhäuptling, weil er so oft das Wort fair gebraucht?

Name: farmer2 antwortet um 08-09-2006 12:08 auf diesen Beitrag nach oben
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Hallo Edde!

Auch dir muß ich sagen, das wir Bauern weit lieber von vernünftigen Erzeugerpreisen unsere Zahlungen und auch notwendige Investitionen tätigen würden und nicht mit den Förderungen die ohnehin immer weniger werden.
Genau aus diesem Grund ist die IG-Milch eine wichtige Organistion, die darum kämpft einen besseren Erzeugerpreis zuerzielen, obwohl es Aufgabe der europäschen Agrarpolitik wäre. Wenn die Förderungen nicht einmal im Jahr ausbezahlt würden sondern Monatlich gebe es diese Anschaffungen wie du sie siehst sicher nicht, aber auf dem Arbeitsmarkt noch viele weitere Arbeitslose. Die Wirtschaft weiß das sehr wohl zuschätzen;es wird auch von der europäschen Agrarpolitik so gewollt.

mfg farmer2

Name: walterst antwortet um 08-09-2006 14:44 auf diesen Beitrag nach oben
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Bei der Wintertagung des Ökozoz. Forums in Aigen hat ein Salzburger Bauer zur bodennahen Gülleausbringung im neuen ÖPUL Stellung genommen: "Da brauchst Du einen größeren Traktor, damit das Riesenfass gezogen werden kann, eine reine Wirtschaftsförderung, und keine Bauernförderung!"

Darauf August Astl, Generalsekretär der Präko:

"Das ist durchaus so beabsichtigt"

Name: Rescha1 antwortet um 08-09-2006 18:34 auf diesen Beitrag nach oben
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Bezugnehmend auf den letzten Eintrag von walterst kann ich nur sagen, es ist ein Trauerspiel, wenn der Generalsekretär der Präko eine solche Aussage macht.

Name: helmar antwortet um 08-09-2006 20:46 auf diesen Beitrag nach oben

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Du hast recht, Rescha, es ist ein Trauerspiel! Das einzig positive daran ist dass im Gegensatz zu früheren Zeiten wenigstens zugegeben wird, dass es gar nicht mehr soooo um die Bauern geht!
Pfiat euch bis auf weiteres, helmar

Name: eranz antwortet um 08-09-2006 20:48 auf diesen Beitrag nach oben

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Hallo edde,

zu deinem Eintrag möchte ich nur bemerken das auch viele Privatpersonen (Arbeiter, Angestellte,...) über Ihre Verhältnisse leben oder wirtschaften. Die Zahl der Privatkonkurse und der Ansturn auf die Schuldnerberater steigt ständig.

Ich selbst fahre mit einem 30 Jahre alten Traktor.

Warum übrigens wird die Invest.förderung erhöht?
Wenn die Betriebe Wachsen werden größere Maschienen benötigt um das Arbeitspensum erledigen zu können, diese benötigen wieder größere Traktoren, größere Maschienenhallen, und und und...

Fazit: die Wirtschaft lebt und wächst, zumteil sicher aufkosten derjenigen die sich solche Investitionen nicht sehr gut Überlegt haben, und auch auf kosten des privatlebens.

Und das Wirtschaftswachstum ist für die Politik (alle Farben) das wichtigste.

eranz

Name: edde antwortet um 08-09-2006 22:10 auf diesen Beitrag nach oben
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hallo
die einzige plausible erklärung für den momentaner kaufboom der landwirte quer durch alle betriebssparten scheint dennoch die relative zufriedenheit mit der einkommenssituation zu sein....
die österreichische agrarpolitik für den von vielen empfundenen zu geringen milchpreis verantwortlich zu machen ist zwar einfach aber dennoch allzu billig..........
die eu erzeugt etwa 120 prozent des bedarfes , und dies auf eu-feldern?leider nein- ca 70 prozent der in der eu verbrauchten eiweissfuttermittel werden importiert ! importiert aus ländern, in denen exportwaren zwangsweise angebaut werden und die eigene bevölkerung vielfach lebensmittelknappheit verspürt...........
und noch was soll einmal gesagt werden : diese staatlich subventionierten zuchtverbände treiben die bauern an, ihre kühe mit einem natürlichen leistungsniveau bei zb fleckvieh von ca 6000 bis maximal 7000 liter in richtung 8000, 9000, 10000 liter und das sind dann die vorzeigestarrs! die kuh gefüttert wie ein schwein und zu behandeln wie ein rohes ei...und das in einem land mit aussergewöhnlich viel bergwiesen , dessen gras bald nimmer gebraucht wird......
liebe grüsse



Name: gfb antwortet um 09-09-2006 07:24 auf diesen Beitrag nach oben
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Ich finde die Idee einer Vermarktung der Milch durch eine eigene Marke sehr gut. Wenn die Konsumenten dafür gewonnen werden können (was durch eine ehrliche und offene Information sicher möglich ist) wird dieses Projekt Vorbildfunktion für andere Initiativen haben. Hier geht es nicht um parteipolitsche Überlegungen sondern um eine gemeinsame vernünftige Vorgangsweise von Bauern und Konsumenten, um eine überschaubare eigenständige Landwirtschaft in Österreich auch in Zukunft zu gewährleisten.
Eine ehrliche und transparente Vorgangsweise macht sich bezahlt.
Dazu ein anderes Beispiel:
Der Schokoladenerzeuger Zotter verwendet Rohstoffe aus
dem Fair trade Handel und fördert Regionalprojekte in den Ursprungsländern. Diese Form der Wirtschaftförderung über
Fairtrade Produkte wird noch stärker werden, da der Konsument durch eine ehrliche Information auch gewillt ist einige Cents für zukunftsweisende Entwicklungsprojekte zu bezahlen.
Entscheidend ist dabei immer die richtige und ehrliche Information an die Konsumenten zu bringen.
Die Internetseite dazu: www.zotter.at
www.landmaschinengemeinschaft.at

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