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Diskussion zur Kompression

  Antworten: 2

Name: sebastian_semlitsch 10-08-2006 13:13 nach oben

Tagebuch
Diskussion zur Kompression
In der Ausgabe 17 des fortschrittlichen Landwirts berichten wir über die aktuelle Diskussion im Rahmen der Entkoppelung der Milchprämie.
Die Milchprämie wird mit 1. April 2007 in die Einheitliche Betriebsprämie eingerechnet.
Zur Zeit werden die Vor- bzw. Nachteile einer Kompression diskutiert.

Wo sehen Sie die Stärken bzw. Schwächen einer eventuell möglichen Kompression?
Name: Seetaler antwortet um 11-08-2006 08:37 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Diskussion zur Kompression
ich denke das meine Informationsstand in dieser Sache sehr gering ist, deshalb die Frage was ist diese Kompression oder wie soll man das verstehen.
Meine befürchtung ist auch dass die Entkoppelung der Milchprämie, den Ausstieg der Quotenregelung erleichtern wird und dagegen sollten wir uns entschieden wehren.
Name: 2472660 antwortet um 11-08-2006 14:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Diskussion zur Kompression

das im DfL von hr. fankhauser angeführte argument, dass in gebieten mit geringer flächennachfrage die bewirtschaftung nicht mehr sichergestellt habe ich schon satt.
* schon bei der entkoppelung 2004 wurden diese standorte (benachteiligte grünlandregionen) deswegen benachteiligt (mutterkühe wurden nicht entkoppelt, daher sind diese betriebe an diese produktionsform gebunden)
* wenn jetzt die (teuer erkaufte) milchprämie wieder möglichst breit gestreut und verdünnt wird, schmälert dass wieder die entscheidungsfreiheit des landwirts und verschlechtert seine verhandlungsposition gegenüber dem verpächter und hält die pachtpreise hoch, weil die betriebsprämie vielfach als durchlaufposten an den verpächter (welchem man vielleicht sogar vorher das prämienrecht teuer abgekauft hat) weitergereicht wird. vielmehr ist es wichtig, positive anreize für die bewirtschaftung benachteiligter regionen zu setzen. (förderungsverteilung, qualitätsprogramme für hochwertigstes rindfleisch,....

zur milchquote ist mein standpunkt folgender: das problem grundsätzlich sind nicht die quotenpreise. sofern man davon ausgehen kann, dass das quotensystem längerfristig hält, fällt nur die laufende verzinsung des in die quote investierten kapitals an (bei 1€ kaufpreis und 3% zinsen sind dass 3ct./kg und jahr). dieses geld ist ein vernünftiges regulierugsinstrument allemal wert. das problem liegt nur darin, wenn die quote fällt, dass das verlorene kapital bei schnell gewachsenen milchviehbetrieben nur sehr schwer wieder verdient werden kann, besonders bei durch den quotenverfall bedingten schwierigen marktverhältnissen. deshalb bin ich klar für den erhalt und die absicherung der milchquote-es ist schon viel zuviel geld für dieses lieferrecht geflossen und mir ist bis dato auch noch kein vernünftigeres system bekannt.

ein milchbauer
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