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Gewinner od. Verlierer ÖPUL

  Antworten: 27

Name: extensivbauer 18-01-2006 09:32 nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Kollegen!

Ich verfolge schon länger die Diskusson im Forum, zu verschiedenen Beiträgen sehr genau.
Doch jetzt zum Neuen Öpul möchte ich auch meinen Beitrag dazugeben.
Es ist sicher schwierig zum derzeitigen Verhandlungsstand kongret Stellung zu nehmen. Die Auflistung des Hans Meister sind sicher keine Tatsachen, aber irgendwie in diese Richtung wird der Zug gehen.
Und hier sehe ich die Aussagen und Versprechen bezüglich eines"bäuerlichen Familienbetriebes" nicht wieder.
Wir Bauern dürfen uns nicht wundern über solche Ergebnisse, wenn keiner bereit ist sich zu informieren und mit den anstehenden Problemen auseinander zu setzen.Wenn ich z.B. meine Situation hernehme, so machen die Öffentlichen Gelder ca. 22% vom Gesamteinkommen aus.
Ein Verzicht für meinen Betrieb auf im schlimmsten Fall von 70% dieser Gelder würde sich in Bezug auf "investieren" und im Wissen um hohe Pachtpreise im Einzugsgebiet sicher negativ auswirken. Ich bin nicht mehr bereit für Wachstum noch mehr zu arbeiten, oder mehr in Nebenerwerb zu gehen.Die einzige Gruppe die sich derzeit diesem Problem annehmen ist die IG - Milch. Wer sich hier intensiver beschäftigt, bekommt bei Mitgliedschaft 1. unabhängige Information, und 2. auch vor Augen geführt warum 40 Cent Milchpreis (wahrscheinl. Öpulkürzung!!!!!!!!!!)überlebensnotwendig werden.
Wir brauen auch keine Diskussion über Politik, und auch nicht zwischen Groß und Klein. In dieser Causa sollten und müssen wir nach meiner Meinung endlich unter einen Hut kommen.
Name: chili antwortet um 18-01-2006 11:46 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
HALLO Mitsammen!

Spiel mit Angst der Bauern!

Die Behauptung des Allgemeinen Bauernverbandes dass im kommenden Öpul-Umweltprogramm die Bedingungen so aufgeweicht werden dass Betriebe bis zu 70% ihres Öpul-Geldes verlieren, weil die GVE-Grenze für intensive Betriebe von derzeit 2 auf 3,5 Großvieheinheiten erhöht wird ist schlicht und einfach falsch.Ich bedaure sehr das bäuerliche Funktionäre derart unsinnige und die Bauernschaft verunsichernde Meldungen von sich geben.Um dieses politische Spiel mit der Angst der Bauern abzukürzen werde ich mich für eine rasche Beendigung der Debatte und einen österreichweiten Beschluss über das neue Öpul noch in den ersten Monaten dieses Jahres einsetzen.Die Rahmenbedingungen sind nach dem Verhandlungserfolg von Bundeskanzler Schüssel und Minister Pröll günstig.Denn Österreich hat 1,35 Milliarden Euro zusätzliche Mittel erreichen können.Damit ist in der kommenden Finanzperiode bis zu Jahr 2013 die Fortführung der Ausgleichszahlung für Bergbauern die Weiterführung eines tragfähigen Umweltprogrammes und die Verbesserung der Investittionshilfen gerade auch für junge Landwirte möglich.
Dr. Josef Stockinger
Agrarlandesrat

Ich wollte Euch diesen Leserbrief in der OÖ.Rundschau nicht vorenthalten da auch in diesem Forum diesbezüglich schon verunsichert worden ist zum Bspl. von Biolix mit den GVE-Grenzen .
mfg. chili
Name: stb antwortet um 18-01-2006 12:00 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
So ist halt die Politik, die einen tun so, als ob sie die Förderungen aus der eigenen Tasche bezahlen und klopfen sich selbst auf die Schulter.

Die anderen die gerade nicht an der Macht sind, tun so als alles ausnahmslos ein Schwachsinn wäre.

Ich bin überzeugt davon alle Poltiker werden kein Problem damit haben, im Falle eines Machtwechsels, ihre Rollen auszutauschen.

Was die jetzige Opposition jetzt als Unsinn erkennt, wird dann wenn sie selber das gleiche tun eine sehr zielführende Lösung werden. Die künftige Opposition wird daran kein gutes Haar lassen.

Und immer wird die Wahrheit für den einzelnen Bauern in der Mitte liegen.
Name: pezl antwortet um 18-01-2006 12:57 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
DEM IST EIGENTLICH NICHTS MEHR HINZU ZU FÜGEN
MAN HAT JA BEI DER BILLA BUTTERVERSCHLEUDERUNGS AKTION WIEDER GESEHEN WER IN ÖSTERREICH WIRKLICH HINTER DEN MILCHBAUERN STEHT NÄHMLICH DIE IG MILCH
WÄREND SICH DER BAUERNBUND DEN RAUSCH VOM BAUERNBUNDBALL AUSSCHLIEF VERHANDELTET DIE IG MILCH MIT BILLA UM DIEN ABBRUCH DIESER BUTTERAKTION
MIT ERFOLG
DANKE AN DIE IG MILCH UND AN HALBHAYR ERNST DER WIEDER GROSSES GELEISTET HAT
Name: pezl antwortet um 18-01-2006 13:04 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
ANTWORT ZUM BEITRAG VOM EXTENSIVBAUER
Name: biolix antwortet um 18-01-2006 19:45 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Chilli "

schriebt der UBV "könnte bis zu 70& betragen " oder das was du schreibst ?????

was weißt du, was hoffst du bzw. was findest du gerecht ??

soll niemand sich einmischen udn siehe Quotenzuteilung es hilft, sie sind doch ein wenig lernfähig...

schau ma mal was raus kommt, hab gestern wieder einiges erfahren es schaut nicht gut aus, und sagt dann nciht es hätte nciht wer gewarnt !!!

lg biolix

p.s. ich meine z.b . meine aussagen haben nichts mit Panikmache zu tun, nur wenn alles im Geheimen abläuft braucht sich keiner wundern wenn viele verunsichert werden.. und ich wiederhole einige Grundsätze :

- weniger Geld - Höhere GVE Grenzen d.h. mehr Teilnehmer ein WIderspruch

- neue Gülleprämie obwohl weniger Geld aber weder Festmistprämie...

- Muhkuhbetriebe stark benachteiligt zu Milchviebetriebe obwohl der Fleischmarkt zur zeit z.b. JJungrinder bracuht und Milch überliefert wird

gjetzt könnte ich noch 10 sachen aufzählen aber ihr werdet bald alle die Fakten erfahren, dann reden wir weiter.. ganz sicher !!!!
Name: biolix antwortet um 18-01-2006 23:05 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
jetzt lese ich sogar das war ja der LR Stockinger...
ja bravo, aber keine details, nur tschuldigung wrikclih unterstellungen, ich galub nicht das der UBV von 3,5 GVE gesprochen hat, 2,5 GVE würden auch schon reichen.. bzw. die 70%.. bitte mialt mir wo das vom UBV steht, danke bzw. wo der Stockinger das her hat ??????
bzw. warum sie nicht mit offenen Karten spielen ???
lg biolix
Name: RoGo antwortet um 26-01-2006 08:20 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Ich glaub', wir sollten nachdenken, wie die Österreichischen Bauern langfristig konkurrenzfähig bleiben und dazu braucht es einen überregionalen Blick.
Europa hat eine Überproduktion im Schlachtschweinemarkt von etwa 4 Prozent. Können also exportorientierte Länder wie Dänemark, Spanien oder Holland nicht in den fernen Osten oder nach Russland exportieren, weil transatlantische Konkurrenten billiger anbieten können, so drücken diese in den Binnenmarkt. Konkret drücken dann ausländische Schweine auch auf den Österreichischen Markt. Der Österreichische Schlachthof kauft diese Schweine vermehrt ein, weil sie billiger sind. Die Österreichische Notierung muss nachziehen, wenn man nicht auf dem Fleisch sprichwörtlich sitzen bleiben will.
Nun stellt sich die Frage, warum andere Produktionsländer billiger anbieten können. Neben klimatisch begründeten billigeren Bauweisen ist es aber großteils die weitaus größere Struktur, die vor allem Fixkostenvorteile nach sich zieht.
Unter diesem Gesichtspunkt erscheint es mir nicht komplett idiotisch, die Investitionsförderung zu verstärken, da dies die Kapitalkosten (und somit die Kapitaldienste) senkt und Betriebsvergrößerungen möglich macht.

Natürlich ist die Frage berechtigt, ob die Österreichische Landwirtschaft langfristig auch mit Umweltprogrammen (ÜPUL) konkurrenzfähig bleibt. Ich weiß es nicht...
Name: _lli antwortet um 26-01-2006 09:14 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo ihr alle
ÖPUL 2007
Ich finde, dass Geld aus dem ÖPUL Topf sollte wieder wie bisher einiger maßen zwischen Acker und Grünland gleich verteilt sein. Auf das schaut sicher Minister Pröll.

Habt ihr schon überlegt, wenn Gusi in Brüssel die ländliche Entwicklung verhandelt hätte, dann könnten wir über einen halb vollen (leeren) Topf diskutieren

Übrigens, wer glaubt denn, dass alle Bauern über bleiben, der irrt sowieso.
In jeder Gemeinde werden eine Hand voll Bauern das Land bewirtschaften. Schaut mal in Baden Würtenberg, dort waren die ersten gewerblichen Betriebe schon vor 20 Jahre zu finden. Die haben bereits eine ganze Gemeinde bewirtschaftet.

Das dies auch von den Bauernpolitikern so gewollt ist, liegt klar auf der Hand. Die Investförderung soll verstärkt werden. Damit werden nur mehr die "Vollerwerbler" oder Z-Betriebe gefördert. Durch die verstärkte Investförderung wird autumatisch das ÖPUL gegkürzt. Damit verlieren alle (Grünland und Acker) die über die Fläche Umweltleistungen erbracht haben! (auch Nebenerwerbler sog. A - Betriebe (ausläufer Betriebe).
Weniger Geld über die Fläche, höhere SV - Beiträge (Abschaffung der KV Mitversicherung - Subsitiarität im Jahr 2004/05) ect. ) sind alles Möglichkeiten, damit die A - Betriebe schneller mal den Hut ziehen. Damit habens die Agrarpolitiker sehr leicht. Sie machen ja was für "die Betriebe, die noch in der LW bleiben wollen"!!!.
Irrglaube!!!!
Kurzfristig sehen die Z - Betriebe Vorteile, da über Investförderung Geld in den Betrieb kommt. (Stimmt zwar auch nicht ganz, da die Investförderung eine indirekte Wirtschaftsförderung ist. - Stallbaueinrichtungsfirmen warten mit langer Zunge auf neue Förderrichtlinien).
Langfristig bleiben aber nur mehr wenige Bauern übrig. Der Bauernbund wird massiv an Mitglieder verlieren. Vorallem jene Betriebe, die sich aus dem jetztigen Gefüge dann hinausgedrängt fühlen. Die werden nicht mehr den Bauernbund unterstützen - und damit die ÖVP. (Das freut ja auch ÖAAB und WB, wenn der BB schwächer wird!)
Übrigens, da paßt auch ganz gut die Entwicklung der IG - Milch sehr gut dazu. Ich nehme an, die werden ja schon ganz gut von den Sozis finanziell unterstützt. Die Arbeiten ja ordentlich gegen den BB. Aber die sind ja überparteilich!!!!! - Glaubt doch niemand. Der Oberguru aus Aurach möchte seine Machtgelüste am BB rächen und kapiert nicht was wirklich läuft. Eine Spaltung innerhalb der Bauern brauchen wir nicht. Dazu gehört auch die Diskussion über Gelderverteilung im ÖPUL.
Wenn die Diskussion nicht funktioniert -->
Na ja und wenn dann Gusi oder solche Sozis vielleicht mit den Grünen wie Pirkelhuber, Pilz, Öllinger und Kogler mitreden, dann wünsche ich den Z Betrieben und denn jetztigen Agrarpolitikern im "Hintergrund" alles Gute
Name: extensivbauer antwortet um 26-01-2006 09:44 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Servus Ölli

Nach Durchsicht deines Beitrages sei folgendes dazu zu sagen:

1. Die Ig Milch ist unparteiisch und bekommt von niemanden Geld außer Bauern und einigen Betrieben als Sponsoren.
Aber nun zum Thema ÖPUL 2007
Du schreibst von Wettbewerb mit dem Ausland. Aber Tatsache ist nun einmal das wir in Österreich kleinere Strukturen haben. Ein vergrößern ist nur mit Zupacht von Fläche möglich. Also muß einer aufhören. Was sagst du dieser Familie. Haben diese keine Berechtigung Milch zu erzeugen?
Warum hören in Deutschland Großbetriebe mit Herdengrößen von 1000 Kühen auf? Frag nach in Bayern, immer dieselbe Antwort: Mit diesem Milchpreis kein Überleben trotz großer Strukturen!!
Was bringt mir momnetan Die Investförderung aber danch weniger ÖPUL.
Und zum Investieren gehört auch Kapital dazu, oder rein in die Schuldenfalle.
Und für mich gibt es auch eine Familie die ich nie für Wachstum hintanstellen möchte!!
Und zum Thema gegeneinander sei erwähnt, daß alle Seiten gefordert sind auf eine Linie zu kommen, aber momentan tun sich unsere pol. Interessensvertreter schwer dies zu unterstützen aus welchen Gründen auch immer. Aber die Diskussion darüber sollte beendet werden und versuchen in die gleiche Richtung zu gehen.
Name: _lli antwortet um 26-01-2006 13:44 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Servus Extensivbauer,

warum wird dann in einer Versammlung der IG Milch in Schärding behauptet, dass das ÖPUL für Grünlandbetriebe um 30 % gesenkt wird und dass bekommen die reichen Ackerbauern, vorallem die Zuckerrübenbauern.
Ich glaube solche Vorgangsweisen sind nicht in Ordnung. Für das brauche ich keine IG Milch. Daher werde ich auch wieder austreten. Außerdem haben die Ackerbauern genauso ihre Probleme. Rechne mal nach: 6000 kg Weizenertrag ergab 1994 noch einem Rohertrag bei 3,1 Schilling je kg von rd. 18.000 Schilling. Heute bekommt er wenn es gut geht 1,5 ATS/kg das sind 9000 Schilling + den Ausgleich der Flächenprämie von 4500 Schilling. Allso gesamt 13500 ATS. Da gehen 4500 ATS je Hektar ab. Mal durchschnittlich 25 ha. Das haben wir ganz ehrlich noch nicht verloren im Milchbereich. Oder!!!!

Ich werde auf jeden Fall von der IG Milch austreten. Die 40 Cent ist sowieso eine Illusion. Und generell schadet es dem Bauernbund. Und dies ist die einzige Organisation die für die Bauern was über hat

Schönen Tag noch
Name: chili antwortet um 26-01-2006 15:07 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Olli!

Hast vollkommen Recht so schaut es in Wirklichkeit aus und darum finde ich die Diskussion wie sie hier schon geführt wurde das die "Reichen" Ackerbauern so viel Förderungen bekommen so richtig schleimig.
Vor dem EU-Beitritt hat es das nicht gegeben wiel eben ein jeder sein Einkommen über das Erwirtschaftete verdient hat.Aber seitdem wird einem Aufgerechnet was einer bekommt und gar nicht Bedacht das ein jeder weit weniger als vorher hat.Und von wem kommt diese Aufwieglerei von den Roten und Grünen (Ausnahmen bestätigen die Regel) Bauern und Politikern die alle selbst nicht von der LW. leben müssen!
Darum wäre auch das Flächenmodell wie in Deutschland eine regelrechte Enteignung (Fächenprämie statt jetzt 332 euro auf ca. 180 euro) der Ackerbauern wenn es nach Pirklhuber und co. gegangen wäre dazu muss man natürlich die Grünlandbauern desinformieren und das finde ich wirklich nicht schön.Das es Härtefälle gibt ist unbestritten und die gehören bereinigt aber das System wurde ja nicht vom BB erfunden sondern von der EU aufgezwungen aber Schuld ist natürlich immer der
Bauernbund ist halt so. Kann mich noch erinnern auf den damaligen Präsiden Lehner wurde auch immer geschimpft und wie er dann nicht mehr war haben alle gesehen was er alles geleistet hat für alle Bauern!

mfg. chili
Name: raps antwortet um 26-01-2006 21:53 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Chilli und Olli !

Will hier keinen Streit zwischen Ackerbau und Grünland entfachen,
würde mich aber interessieren, warum man im Ackerbau lt Grünem Bericht 23.600.- und im Grünland nur 11.700.- pro AK verdient.
Liegt es am höheren Arbeitszeiteinsatz, an der Betriebsgröße oder am AZ- System ????
Wäre dankbar für nähere Details dazu.


Eines ist für mich jedoch klar.
Viele Betriebe werden sowieso aufhören. Aber nicht nur die Kleinen. Viele Z-Betriebe werden ebenfalls das Handtuch werfen, weil sie unter diesen Bedingungen keinen Nachfolger finden werden.
Bei uns im Waldviertel ist es nicht möglich 50 ha zur Milcherzeugung zu bewirtschaften, weil man dann seine Gummistiefel nur mehr zum Schlafen ausziehen braucht. Noch dazu wäre dies im Vergleich zu Deutschland ja immer noch viel zu klein.
Wo sollen wir denn hin ???????
Was wird aus unseren Familien ?????
Das System zum Strukturwandel wird für uns zu einer Katastrophe führen (nicht nur für die LW, für den gesamten ländlichen Raum).
Und deshalb muss ich euch widersprechen, hier sind die Ziele der IG Milch die einzig Möglichen, der Bauernbund liegt klar falsch.

@ Olli,
klar, Austreten ist leicht, weil du die 1-2 ct / kg, die der IG Milch beim Milchpreis zu verdanken sind (vom Obmann der Bergland Haimberger bestätigt) , ja auch erhältst, wenn du nicht mehr dabei bist.

Mit freundlichen Grüßen
raps

Name: Interessierter antwortet um 26-01-2006 22:08 auf diesen Beitrag nach oben

Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
gab es nicht auch mal eine "Notwehrgemeinschaft der Bauern" oder wie die sich damals nannten ? Die Wurzeln lagen glaub ich im Burgenland.

Es gab viel Wirbel, kann sich noch jemand erinnern ? Wurde etwas erreicht ?
Name: Malefizkerl antwortet um 26-01-2006 22:20 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
@ raps

Inhaltlich hast Du vollkommen recht! Ausgenommen mit Aussage
bzgl. 50ha Betriebe im Waldviertel und Milchwirtschaft.
Da gibt es doch einige, mit weit über 50ha und mit 40 Kühe oder mehr...
Name: raps antwortet um 26-01-2006 22:50 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Malefizkerl !

Vergiß aber nicht zu bedenken, wieviele Personen in diesen wenigen Betrieben arbeiten und wie deren Flächenstruktur aussieht !!!

Solange Eltern und Kinder fleißig helfen und familiär alles ok ist, ist das allles kein Problem
was aber wenn´s zu happern anfängt, jemand krank wird oder vielleicht plötzlich jemand Pflege braucht ???

Dann taucht plötzlich die Frage auf : Wozu leben wir eingentlich ?????

mfg
raps
Name: _lli antwortet um 27-01-2006 10:31 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Raps.

Die Ackerbauern haben mehr Arbeit und daher auch mehr Einkommen.
Täglich im Blaugewand stehen heißt noch lange nicht dass gearbeitet wird. Ich bin auch Milchbauer, aber es gilt halt auch eine ordentliche Zeitplanung zu machen. Man soll doch ehrlich zu sich selber sein. Es gibt ordentliche Melkstände, Laufställe, Silierketten, wo ist da noch viel Arbeit.
Meine Eltern haben wirklich noch händisch viel und stark gearbeitet. Ich behaupte Gott sei Dank muss ich das nicht mehr machen.
Ich hab in den letzten 15 Jahren meine Quote verdreifacht. Ohne Substanzverkauf. Nur aus der Wirtschaft.


Name: chili antwortet um 28-01-2006 11:10 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo raps!

Ja das würde mich auch interessiern wie das im Grünen Bericht zustandekommt. Da müsste man die Betriebe fragen die dafür Buchführung machen vielleicht ist hier jemand der dazu etwas berichten kann.Wäre nicht schlecht wenn diese Aufzeichnungen in den Kammernachrichten veröffentlicht würden damit man sich ein Bild machen könnte davon.Ein Nebenerwerbsbauer in der Nachbarschaft hat bisher seine 12 ha Acker selbst bewirtschaftet jetzt hat er verpachtet und gesagt mit was mir da bleibt im Jahr kann ich nicht mal mehr die Sozialversicherung bezahlen.
Ob die IG-Milch einzig richtig liegt möchte ich bezweifeln denn mit einem Milchlieferboykott kannst halt die Milch mal eine Woche wegschütten damit es aufsehen macht vorausgesetzt es machen alle mit ob das von den Konsumenten für gut oder schlecht bewertet wird sei dahingestellt.
Wie man in den Zeitungen lesen hat können sind vor allem die Österreicher nicht für Streiks zu haben wie zum Bspl. jetzt bei der Post.
Da kann sich Sympathie schnell ins Gegenteil umschlagen.
Bei einer Milchlieferrücknahme würde das schon anders aussehen da gibt es halt weniger Milch und das Nachhaltig denn wenn ein jeder eine Kuh weniger macht (Alles EU-weit und gestaffelt) oder auf teuren Soja verzichtet da gibt es nicht so schnell wieder einen Überschuss und dann wären meiner Meinung 40 cent realistisch. Aber davon hörst von der IG-Milch nichts.Und wie gesagt mit den Konsumenten kann man es sich schneller verscherzen als manche glauben!

mfg. chili
Name: raps antwortet um 28-01-2006 16:45 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo Chili,
wie könnte man einen freiwilligen Lieferverzicht regeln ?
Auf freiwilliger Basis wird das nie funktionieren, weil immer einige dabei sein werden , die dann auf Teufel komm raus produzieren, und alles war umsonst.

Niemand hat mit einem Lieferboykot eine Freude, es wird auch das letzte Mittel sein.
Hoffentlich wird es nicht so weit kommen, aber so kann´s auch nicht weitergehen .

@Ölli
brauchst ja nicht gleich beleidigt sein
Ich habe meine Quote auch weit mehr als verdoppelt, aber das ist bei fast allen Milchbetrieben so.

Mit freundlichen Grüßen
raps

Name: _lli antwortet um 29-01-2006 10:21 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
Hallo raps.

ich bin nicht beleidigt. Ich frag mich nur warum so viele Milchbauern immer jammern. Der Grüne Bericht wird breit gedrückt obwohl viele den Bericht gar nicht lesen können geschweige den kennen.

Was mich so auf die "E" geht ist das ewige Jammern. So viele Milchbauern haben die Quote verdoppelt oder verdreifacht. Von wo ist den das Geld gekommen. Weil in der MILCHBRANCHE eben was zu verdienen ist. Und man muss sich nicht mehr den Rücken krumm arbeiten. Technik machts möglich.

Ich habe die Ackerbauern nicht zu verteitigen, aber die müssen auch leben. und da gehört es mal dazu, dass es ein ausgewogenes ÖPUL geben soll.
Und eines wird auch noch kommen. Die Milch muss noch billiger werden, weil wir sonst am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig werden. Wer das nicht glaubt, der irrt. Dieser Bericht kann auch der IG zugespielt werden. ich hab kein Problem damit. Aber die Leute der IG Milch haben ganz andere Interessen. Habt ihr schon mal gerechnet was mit den Mitgliedsbeiträgen der IG passiert. Schade damit, dass Sand in die Augen der IG Mitglieder gestreut wird. Aber die werden schon draufkommen.
Übrigens, warum ich so über die Ackerbaubetriebe rede ist ganz einfach.
Mein Schwager hat auf einen Ackerbauerbetrieb (65 Hektar) eingeheiratet. Wir verstehen uns sehr gut und tauschen auch regelmäßig unsere Betriebsergebnisse aus. Da weiß ich was sich abspielt. Auch was Arbeitsbelastung anbelangt!!!

Also keinen Neid aufkommen lassen. Wichtig ist, das die Politik einen gestärkten Rücken hat. Dazu ist eine Einheit auf der Basis notwendig.
Für mich ist es daher auch klar das heuer im Herbst die ÖVP wird in die Regierung muss und dass als Nummer 1. Welche Partei ist sonst bereit so hinter den Bauern zu stehen.

Beispiel - SPÖ Gusenbauer. Er wollte das EU Budget auch um die Hälfte für die Ländl. Entwicklung (ÖPUL) zustimmen.
Alle anderen Parteien haben keine Bedeutung in dern LW

Also haltet die Ohren steif
Name: biolix antwortet um 29-01-2006 11:20 auf diesen Beitrag nach oben
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Gewinner od. Verlierer ÖPUL
ALso bin ich bei weitem klein Gusi fan, aber bitte die Kirche im Dorf lassen gerade auch wegen den IG milch Beiträgen !!!!

25 euro pro jahr, das versaufe ich auch an einen abend leicht wenn ich will das muß es einem jeden wert sein, ich hab noch nie wo was gelesen wo die Förderungen vom BB hin kommen bzw. offenlegung bzw. mitgliedsbeiträge, regst du dich da auch so auf ???

nun zum Gusi: Was ich weiß wollte blair kürzungen aber eher bei den Marktordnungsprämien, ich erinnere hier gehts um fast 400 Mrd EUro !!!
die ländilche Entwicklung macht jetzt gerade 69 Mrd aus..
Seit jahren kämpfen alle, was ich weiß auch die SPÖ, für eine Umschichtung aus der 1. Säule den 400 MRD zu den 69 Mrd von denen sehr wohl die Grünlandbauern und ökologischer Wirtschaftenden Betriebe mehr profitieren würden. Nur was passiert gerade, verheimlicht man zugeständnisse zu Blair ( siehe letzten beschlu0 und wiederaufmachen der GAP schon 2009 ) , stimmt selbst dagegen zu einem "super ergebnis für Ö" bie der ländlichen Entwicklung...

Für mich wird die strategie schon langsam klar was bezweckt wird, mit feindbild gusi will man es schaffen minus 15 - 20% durchzudrücken und nachher zu sagen, na bei denen wären es -50% gewesen.. nur das wirds nciht spielen, weil viele in Ö schon lange nicht mehr auf diese Spielchen und Strategien reinfallen..

Zitiere nur eine Bericht aus der Bauenrzeitung ( Bayern muß mit einem minus von 40% rechnen... ) komisch, haben die nicht eine neue Regierung und einen CSU LW Minister in Bayern, die müßten ja eigentlich mehr bekommen !!! Warum ist das so ??

mfg. biolix
Name: chili antwortet um 29-01-2006 11:47 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL

Schaut so aus als wären die Ösis ein wenig schlauer gewesen!

mfg
Name: franzlbauer antwortet um 29-01-2006 12:49 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL
also wenn es da schon um die Diskussion geht was passiert mit den Mitgliedsbeiträgen dann muss man wohl auch fragen was macht der Bauernbund der ein vielfaches an Mitgliedsbeitrag der IG einhebt mit den Geldern?
Aber wenn man soviele Funktionäre hat dann müssen deren Spesenaufwände ja auch irgendwie abgedeckt werden.
Also lieber Ölli zuerst über den Tellerrand hinausschauen und dann gscheit in die Tasten klopfen.
Name: FrankFrei antwortet um 29-01-2006 17:56 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
Gewinner od. Verlierer ÖPUL

Es macht herzlich wenig Sinn, mit einem ehemaligen Postbeamten und jetzigen Grün-Mandatar, der sich rühmt, ein "Erstunterzeichner des Sozialstaats-Volksbegehrens" gewesen zu sein über die österreichische Landwirtschaftspolitik zu diskutieren.

Helfen kann nur der Blick dorthin, wo auch schon echte LINKE Agrarpolitik betrieben wurde, nach Deutschland.

Fragt doch mal die Kollegen dort was sie von Künastscher "Sandkasten-Bauernpolitik" gehalten haben.

**************************

Für den Einen ist es der Horizont, für die Anderen das längste Brett der Welt - das vorm Kopf! :-) © FF

Name: biolix antwortet um 29-01-2006 22:54 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
an die Redaktion..
kann man nun unwahrheiten streichen, heute rastet er wieder aus, immer wenn ihm die argumente ausgehen.. pfuh haben die nun einen streß anscheinend !!!!!

was ist los, habt eh grad wieder einen Wahlsieg in der Stmk...
bezeichnend ist nur 33 000 Betrieb mit MFA und 136.000 Wahlberechtigte...
trotzdem Gratulation, natürlcih mit der Hoffnung auf eine baldige Wahlrechtsreform !

besondes liebe grüße und lass die LÜGEN !!!!!
biolix
Name: raps antwortet um 30-01-2006 01:34 auf diesen Beitrag nach oben
Tagebuch
an die Redaktion..
Hallo allerseits !!

Ich warne euch, laßt bei den bevorstehenden Nationalratswahlen unbedingt Vernunft walten.
Es gibt für uns Bauern auch nicht annähernd eine Alternative zur ÖVP.
Deutschland hat uns ja gezeigt, wie man´s nicht machen soll.

Ich sage das, obwohl ich mit dem Bauernbund nicht zufrieden bin.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Bundesländer, die jetzt noch LWK – Wahlen haben hier ein deutliches Zeichen setzen.
In NÖ haben wir das nicht geschafft. Obwohl die Wahlbeteiligung aus Unmut unter jeder Kritik lag, wurde seitens des BB von einem vollen Erfolg gesprochen.
Dieser Unmut macht sich jetzt in Form einer Resolution an den NÖ BB bemerkbar, der von den Ortsbauernräten ausgeht.
Vielleicht verstehen sie das. (wohl kaum)

@biolix
War auf der Bank, hab mir noch 2 geholt :-)

Mit freundlichen Grüßen
raps

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