Legaler Bauernmord

Antworten: 60
Name: schlintlagrar 22-03-2012 23:42
Legaler Bauernmord
Hallo liebe Leidensgenossen

Ich möchte hier meinen Unmut über die total verpfuschte Landwirtschaftspolitik kundtun.
Als kleiner Bio Bergbauer aus Kärnten wundert es mich täglich, was wir uns von unserer Berufsvertretung gefallen lassen. Herren in feinem Zwirn mit butterweichen Händchen bestimmen über Uns und unsere Zukunft, mit einer Rückgradlosigkeit das eine Schlange neidisch wird. Warum erklärt keiner der Öffentlichkeit dass Bauern keine Subventionsempfänger sind, sondern dass, diese Gelder Den Konsumenten ihren täglichen Einkauf erst ermöglichen. Ich kann ohne Ausgleichszahlungen leben, aber dann bitte Fähre gut kalkulierte Preise für meine Produkte, und einen guten Stundenlohn. Wir sind doch nur mehr miserabel bezahlte Handlanger einer EU Agrarpolitik, ohne Recht auf unserem eigenen, über Generationen weitergegebenen Grund und Boden. Wer von euch kann die gestiegenen Energiepreise auf das Produkt umlegen und weiterverrechnen? Der Handel tut es! Quer durch Europa kutschierte Lebensmittel, landen zu immer höheren preisen in den Supermarktrealen und der Konsument glaubt das die Landwirte für die Preissteigerungen verantwortlich sind. Gut für die roten Bauernhasser die sofort wieder eine neid diskusion lostreten. Politiker und Kammernmitarbeiter verteidigen lediglich ihre auf keinen fall Leistungsbezogenen Gehälter, die 14x im Jahr ohne Risiko auf ihrem Konto landen, und ebenfalls zum Agrarbudget zählen. Für die Bauern bleiben nur Exkursionen ähnlich einer Kaffeefahrt zu Betrieben mit wunderschönen neuen Ställen von denen keiner einer Betriebswirtschaftlichen Kalkulation standhält. Mutterkuhhalter deren Investitionen entweder aus der Forstwirtschaft finanziert werden, oder für die noch die Kinder aufkommen müssen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit steigenden Sozialversicherungsbeiträgen immer höher werdenden Diesel – preisen, unerschwinglicher Landtechnik, stellt die Futter Konservierung schon ein Problem dar. Jeder anderen Berufsgruppe wird ein Jährlicher Inflationsabgleich zugesprochen, wir verlieren jedes Jahr. Ich fordere eine Lohnkürzung für unsere Vertreter, abhängig von der Reallohnentwicklung Ihrer Berufsgruppe. Einen Landwirtschaftsminister der konkrete Vorschläge für eine Verbesserung der Situation unterbreitet, und nicht durch Händeschütteln auf Messen und Eröffnungsfeiern gar nicht zum Arbeiten kommt. Weiters einen angemessenen Betrag aus dem Budget für eine pro Landwirtschafts - Werbung in TV und Radio, und für Uns und vor allem unseren Kindern eine Wirtschaftlich sichere und lebenswertere Zukunft.

Name: dirma antwortet um 23-03-2012 08:25 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
jawohl, da stimme ich Dir voll zu, man hat wirklich das Gefühl, man will die Familien vertreiben und alles wieder "Grafen, Herzoge, Großgrungbesitzern, Industrie-, Chemie-, usw. Konzernen" zuspielen, wie es früher in der Geschichte schon war. Die Schuldenpolitik, wie es der Staat ja vorzeigt, zieht auch bei den Bauern ein. Und irgendewann kommt der Crash, und dann werdens munter, aber zu spät! Diese Abzocke, die schon riesige Dimensionen annimmt, das kann nachhaltig und dauerhaft von der wirklich produzierenden Gesellschaft nicht geschaft werden.
p.s. Ich muß an die Arbeit, mir fallt schon noch einiges ein, ein andermal.
Grüße.


Name: kst antwortet um 23-03-2012 16:13 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
ich bin zwar Bauernpensionist und kann daher nur bedingt mitreden, aber am Sonntag beim Stammtisch habe ich nicht den Eindruck, dass es den Bauern in unserem Ort sehr schlecht geht auf keinen Fall jammern und schimpfen sie soviel wie manche in diesem Forum.
Mfg. kst

Name: sisu antwortet um 23-03-2012 18:12 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
kst!
Genau so ist es auch bei uns, jammern ist sowieso eine Domäne der Jungübernehmer bzw. Jungbauern die wollen halt ohne Arbeit relativ viel Geld haben und einen großen Fendt fahren. Das ist auch genau jene Gruppe die sich von diversen Politikern einreden läßt, das überall die Pensionisten schuld sind bzw. die Arbeitnehmer die ja größtenteils den "Feindparteien" zu zuordnen sind(FPÖ,SPÖ).

Name: helmar antwortet um 23-03-2012 19:58 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Love ist or leave it........entweder man tut es oder lässt es bleiben. Allein schon die Überschrift vom "legalen Bauernmord" empfinde ich als eine Beleidigung jenen (Klein)bauern in manchen Teilen Südamerikas gegenüber welche tatsächlich umgebracht wurden.
Mfg, Helga

Name: biolix antwortet um 23-03-2012 20:21 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo !

genau sisu, denn die anderen lassen ja auch ihr geld arbeiten, warum nicht auch die Jungbauern ??

Aber komisch ists schon, wenn die Standesvertretung also bei uns der Kammersekretär bei uns in einer Veranstaltung in die Bauenrmenge fragt: "Na wie viel werden denn bei euch in 10 Jahren noch übrig bleiben.."... ;-(((

Aber Gott sei dank haben ein paar geantwortet, und nicht ich, na hoffentlich Alle !!

Sonst ist dem was Schlibtagrar schriebt nicht viel hinzuzufügen. es ist einfach traurig, welche Strukturen da zerstört werden... Und ja die "Großen" fühlen sich ja schon wie Grafen udn können es nicht erwarten mehr und mehr zu bewirtschaften, ohne Rücksicht auf Verluste.. ;-(

lg biolix



Name: helmar antwortet um 23-03-2012 20:30 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo Lixl...wie gross ist gross für dich, 50 ha?
Liebe Grüsse, Helga

Name: biolix antwortet um 23-03-2012 20:38 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
ab da ja sicher... aber ab 100 ha fangen bei uns die "neuen "Grafen"
an und bei vielen auch das benehmen, mit einigen Ausnahmen.. ;-)

lg biolix



Name: tch antwortet um 23-03-2012 21:44 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Die Herren im Butterweichen Zwirn entscheidenfür Dich weil Du nihct in der Lage bist Enstscheidungen für Dich selbst zu treffen.

Die Öffentlichkeit- die Konsumenten zahlen Steuern von denen ein Teil dazu verwendet wird um die Förderungen und Ausgleichszahlungen aud Dein Konto überweisen zu können.

Faire und gut kalkulierte Preise musst Du nennen, für Dein Produkt mit dem Du handelst.
Mit diesen Preisen in der Hand gehst Du zum Käufer und sagst im was er für Dein Produkt zu bezahlen hast.
Ist wie beim Maschinenhändler, er legt ein Angebot und Du entscheidest ob Du bei "ihm" das Produkt kaufst oder nicht.....ganz einfach ist das.

Wer kann die Energiepreise weitergeben? ein Dienstleister sicher nicht...
Kutschierte Lebensmittel...... sei froh das so ist,Österrreich ist auch ein Exportland, schon vergessen?
Die kutschierten verhassten Urlauber die Kärnten vor den totalen Fiasko retten werden herangekarrt

!4 Monatsgehälter..... schliess Deinen Betrieb und mache diese Tätigkeit, wer odre was hindert Dich daran?

Die Bauern steigen freiwillig in die Busse um an den Kaffeefahrten teilzunehmen- kannst Du glaubhaft beweisen das diese Betriebe einer Kalkulation nicht standhalten? Denke nicht....

Die Kosten für die wiederherstellung beschädigter Landwirte steigen... die Beiträge sollen gleich bleiben? Soll der Konsument einspringen?

Das mit dem Inflationsabgleich hätter ich gerne genauer Erklärt....
Vor 40 Jahren hast Du das Futter für Deine 812 Viecher mit der Sense gemäht, heuite hast Du auch nicht mehr und brauchst Hightech Geräte- warum?

Ich fordere... Guter Witz!
Pro Landwirtschaftswerbung? was bringt das? wen Gleichzeitig die Gehirnlose Fraktion Deiner Berufsgruppe jedes Pfanzerl das zu wachsenn beginnt in Grund und Boden tritt.


Heute gesehen..... Fendt, Güllefass...... Jung und Gehirnlos am Steuer, Kindergartengruppe am Weg zu einem Bauernhof, der junge Mann mit dem Handy am Ohr und volles Rohr mit wenig Abstand an der Gruppe vorbei..... das nenne ich Werbung!

Solange es so geht mache ich mir um die Landwirtschaft keine Sorgen....

Mord wird niemals legal sein... ist das in Kärnten anders?

tch

tch

Name: payment antwortet um 23-03-2012 22:17 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
ha tc, jetzt hast aber ein nasses hoserl

Name: Fallkerbe antwortet um 23-03-2012 22:56 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
@payment,
ist das jetzt das argument?


Name: schellniesel antwortet um 23-03-2012 23:41 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
@tch
Du weißt aber schon das wir mehr nach Brüssel zahlen als wir wieder zurückbekommen!
Effektiv an Fördergeld um die 30-40% die letzten Endes bei den Produzenten (Bauern) ankommt den Rest verschlingt der Verwaltungsapparat (die Herren im Feinen Zwirn mit Butterweichen Batscherln)

Das mit den fairen Produktpreisen ja das mache ich sofort aber wo ist der Käufer??? Wenn der neben an das "gleiche" um die Hälfte hergibt? weil eben effektiver weil eben andere Produktions Voraussetzungen!

Ja wir sind ein Exportland dennoch sind komischer weiße immer wieder LKW anzutreffen die Deutsche, Holländische Kennzeichen haben und bei unseren Schlachthöfen Schweine abliefern. Und ich glaube nicht das in der So STMK zu wenige Mastschweine vorhanden sind? Warum ist das so?

Warum kann ein Dienstleister die Energiepreise nicht weitergeben?? Oder warum zahlst du für eine Mech h bereits 100€?? Da ist eine menge mehr drinnen als nur Energiekosten!!
Alles wird kalkuliert inkl Gewinn so richtet sich der Preis in jeder Branche einzig was verbindet ist das der, der nicht Konkurrenzfähig sein Produkt anbietet eben auch nix/nicht viel verkaufen wird!

Also muss eben Rahmenbedingungen geschaffen werden um effektiv sein Produkt (auch Dienstleistung) zu erzeugen!

Dazu gehört auch Politik! und die ist gefördert den ein Lw kann eben nicht so kalkulieren wie ein anderer Unternehmer den die entscheidenden Rahmenbedingungen gibt noch immer die Natur vor!
Außerdem braucht sein erzeugte Ware Zeit sie muss wachsen bis geerntet oder geschlachtet werden kann muss in Kellern reifen um die erforderliche qualität zu erreichen! Und am Produktionsbeginn weiß keiner welchen erlös er damit erzielen kann!
Und nach Auftrag zu Produzieren wäre dann doch etwas verwerflich!

Sicher ist durch Industrialisierung der LW der Faktor kleiner geworden weil die High tech Landwirtschaft Einzug hält samt GVO und Kostenreduzierung durch Massenteirhaltung usw
Aber die Probleme die damit auf uns zukommen erahnen wir erst!
Aber die Politik macht nix anderes als die Rahmenbedingungen genau für dies Art der LW zu schaffen!
Steckt wahrscheinlich mehr Lobbyismus dahinter als uns recht ist!

Denn die Verknappung der Lebensmittel ist vorprogrammiert wie rentabel wird es erst damit zu spekulieren?

Den wahren legalen (Massen) Mord betreiben Spekulanten in dem sie Nahrunsgmittel so lenken das sie nur dort ankommen wo sie auch (mehr) Geld dafür sehen!!

Mfg Andreas

Name: schlintlagrar antwortet um 24-03-2012 01:11 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Lieber Hr. oder Fr. tch

Ich bin sehr wohl in der Lage Entscheidungen für mich selbst zu treffen, und glaube das auch einigermaßen ordentlich zu tun.

Ich weiß nicht welcher Berufsgruppe sie angehören, jedoch sollte ich ihnen einige Eigenschaften erklären, die es so eigentlich nur in der Landwirtschaft gibt. Ich kann meine Preise so oft kalkulieren wie ich will, solange Landwirte und vor allem Agrarindustrien, abhängig von Banken, in einer spirale aus Investitionen und daraus folgenden Kreditraten, gezwungen sind Ihre verderblichen Güter ( Milch, Fleisch) um jeden Preis abzugeben nützt mir das gar nichts. Die Landwirte verlangen nicht, sie melden eine Verkaufsabsicht und erwarten ein Angebot, das sich üblicherweise an den Regionalen Tiefpreisen orientiert. Agrarindustrien mit unzähligen Tieren, in Gebieten welche mit der von uns gelebten Bauernidylle gar nichts zu tun haben bestimmen unsere Preise. Die Futterkonservierung in Handarbeit gehört auch heute noch zu meiner Arbeit, jedoch hat sich der Großteil natürlich zu einer Maschinellen Arbeit entwickelt, aus dem einfachen Grund der Kostensenkung. ( Lohnkosten für 3-4 halbwegs starke Männer zum Mähen, wen man überhaupt noch welche findet).

Bez. Einer Betriebsschließung. (welche auch bereits in vorausgegangenen Antworten angedacht wurde) Ich bin mit der Übernahme einen Generationenvertrag eingegangen indem die Worte, zur Bewirtschaftung zum Erhalt und zur Weitergabe eine große Bedeutung für mich haben, und für welche ich auch gerne Entbehrungen in kauf nehme. Einen Wechsel in meinen Erlernten Beruf lehne ich ab. Zwei halbe Sachen sind nicht zwingend ein Ganzes. Meine Kinder sollen einen Intakten Betrieb mit einigermaßen anständigen Betriebsmitteln vorfinden.

Thema Krankenkassen: Die Berufsgruppe des Landwirts ist ein Äußerst Seltener Gast in Gesundheitseinrichtungen. Die immer größer werdenden Verwaltungsstrukturen verschlingen Unsummen, aber auf eine Reform derselben zu hoffen, bleibt eben hoffen.

Zu Jung und Gehirnlos: Sie haben recht auch solche gibt es, und ich wünsche dem Jungen Mann einen Geistesblitz. Die sorge um Kinder versteht man leider erst, wenn man selber welche hat.


Name: Restaurator antwortet um 24-03-2012 09:53 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
also ich bin dafür, dass ein neuer thread aufgemacht wird in dem alle die hier diskutieren eine grosse vorder- und rückansicht ihrer hände reinstellen: vom biolix über die helmar bis zum tch und einem payment.
nur um die theoretiker von den praktikern auszusieben.

Name: BHM antwortet um 24-03-2012 18:36 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
...komisch - auf deinen Beitrag "Restaurator" scheinen alle verstummt zu sein :)


Name: joe_farmer antwortet um 24-03-2012 20:10 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Ich möchte das erläutern was schon öfters erwähnt wurde.
Die fairen Preise bekommen, die uns meiner Meinung nach zustehen.
Dazu ein Umfrageergebnis: Wenn Konsumenten befragt werden, ob Bauern für sie einen wichtigen Stellenwert haben, und sie auch dafür bereit sind die heimischen bäuerlichen Proddukte teurer kaufen würden, antworten:
90% vor dem Geschäft mit: "ja natürlich"

60% vor den Regalen im Geschäft mit: "ja natürlich"

5% nach dem bezahlen an der Kassa mit : "ja natürlich"

So ist die Relität. Fast keiner ist letztendlich bereit für unsere Produkte tiefer in die Tasche zu greifen.
Da wird lieber das billige Zeug gekauft und dann davon sehr vieles weggeschmissen, da man es doch nicht gebraucht hat.
War ja schon mehrmals in den Medien gebracht worden. Ein allseits bekannter und schon öfters erwähnter Vergleich:
In Graz wird täglich soviel Brot benötigt wie in Wien täglich weggerschmissen wird.
Soll ich mich jetzt über die niedrigen Getreidepreise ärgern, oder freuen das durchs Wegschmeissen mehr Getreide verbraucht wird? Dies gilt auch für andere lw. Produkte!
Alles muß bis zum Sankt NimmerleinsTag nachvollziebar sein.
Früher (über 100 Jahre aus) wurden die Leute durschn. 45-50 Jahre alt. Da war alles noch ohne Pflanzenschutzmittel und Handelsdüngermittel produziert worden.
Heute haben unsere Neugeborenen eine Lebenserwartung von 100 Jahren, trotz Pflanzenschutzm. und Handelsdüngermittel, Gentechnik usw.
Da kann man sich auch einiges herauslesen oder!!
Jedoch bin ich auch sehr unzufrieden damit, was derzeit bei unserer Regierung bezüglich Agrarpolitik passiert, auch EU-weit. Wir sind die am meisten betroffene Berufsgruppe des Sparpaketes, und es wird in den nächsten Jahren noch dicker kommen. Können wir das verhindern? So, wie man es teilweise aus diesem Forum lesen kann, nicht! Es herrscht doch unter den Landwirten(innen) keine Einigkeit.
Alleine wenn ich an die bevorstehende Einheitswertfeststellung denke, wie viele verschiedene Betrachtungsweisen es da gibt, rückt eine Einigkeit in weite Ferne.
Doch, es wäre möglich, wenn wir Bäurinnen und Bauern, gemeinsam an einem Strang! und in eine Richtung! ziehen würden. Aber da ist noch ein weiter Weg vor uns. Ich werde, wenn ich es erlebe, mitziehen!

Name: Woodster antwortet um 24-03-2012 20:16 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

@Restaurator,

genialer Eintrag!
Wirkt offensichtlich bei jenen hervorragend, die nur heisse Luft produzieren....


Name: schellniesel antwortet um 24-03-2012 20:34 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Kenne den Fetisch ja mit Füssen aber man soll offen sein für alles *ggg*

@ restaurator hoffe dir ist damit genüge getan! ;-)

Mfg Andreas




Die Hand Gottes!
 

Name: fliege antwortet um 24-03-2012 20:37 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Ich bin ganz bei Dir,dein Artikel ist grossartig aber ehrlich was willst Du Dir von unseren Politikern anders erwarten.
Korruptionspolitik so weit das Auge reicht ein Fall um den anderen und keiner kann was dafür.
Aber wenn Du als Bauer einen Scheiss baust dan Lynchen sie Dich da kannst du sicher sein.
Eine feine Berufsvertretung haben wir aber es wird Zeit das wir die Herren alle einmal lynchen um zwar bei den nächsten Wahlen ,
Denn es gibt keine Bauernvertreter es gibt nur Bauernverräter egal ob ÖVP oder SPÖ,alles die selbe Pagage.
Und all die jenigen die wieder Rot-Scharz wählen gehören genauso gelyncht.



Name: Josefjosef antwortet um 24-03-2012 20:45 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Aber Herr Fliege,

du kannst doch ned an Spindelegger dafür lünchen, weil er schwoarz wählt. :-)
er verdient mit der Farb ja sein Brötchen.
Naja, und wohl ein paar Brötchen von anderen. :-)

grüße
Josef



Name: walterst antwortet um 24-03-2012 20:52 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
ich habe so lang gesucht, bis ich eine Unschuld finde, wo ich meine Hände drin waschen kann



 

Name: Muuh antwortet um 24-03-2012 21:00 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
>Früher (über 100 Jahre aus) wurden die Leute durschn. 45-50 Jahre alt. Da war alles noch ohne Pflanzenschutzmittel und Handelsdüngermittel produziert worden.
Heute haben unsere Neugeborenen eine Lebenserwartung von 100 Jahren, trotz Pflanzenschutzm. und Handelsdüngermittel, Gentechnik usw.
Da kann man sich auch einiges herauslesen oder!!<

Denke, die höhere Lebenserwartung wird größtenteils der medizinischen und sozialen Leistung zu verdanken sein. Ob sich die Menschheit heute gesünder ernährt, bezweifle ich.

Name: schellniesel antwortet um 24-03-2012 21:00 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Wennst deine Hände drin waschen konntest, war sie wohl net mehr ganz unschuldig *gggg*

Name: joe_farmer antwortet um 24-03-2012 21:08 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Wollte damit nur sagen, lieber Muuh, das die endlose Kontrolle überflüssig ist und nur zum sekieren des Bauernstandes ist.

Name: Fallkerbe antwortet um 25-03-2012 07:19 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
für den restaurator ;-) machen wir ja viel





 

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 14:42 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

Voilà, Nichtpraktikerhände - aber mein Hirn ist ein Praktikerhirn.




 

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 15:22 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

@schlinlagrar

Im Allgemeinen unterstütze ich Deinen Eintrag nicht.
Wenn Du in Deinem Beruf "leidest", dann lass es lieber sein.
Es ist wieder einmal mehr ein Eintrag eines Selbständigen, der sich wie ein Arbeitnehmer verhält. Gern die Rechte eines Arbeitnehmers haben, aber nicht die Vorteile eines Selbständigen aufgeben wollen.
Ja Arbeitnehmer bekommen monatlich ihr Gehalt oder ihren Lohn auf das Konto, bekommen Urlaubs- und Weihnachtsgeld, und wenn sie krank oder arbeitslos sind, bekommen sie Gehaltsfortzahlung bzw. Arbeitslosengeld.

Selbständige haben diese Vorteile nicht, dafür können sind sie ihr eigener Herr, können ihre Entscheidungen für sich treffen, und ihr wirtschaftliche Entwicklung hoffentlich selbständig steuern. Wenn nicht, sollten sie sich überlegen, ob sie der Selbständigkeit gewachsen sind.
Anderen Berufsgruppen wird übrigens kein jährlicher Inflationsausgleich angesprochen. Die Löhne und Gehälter steigen schon lange nicht mehr in dem Maß wie die Teuerung.

Ad "faire" Preise
Würden die Ausgleichszahlungen wegfallen und um denselben Betrag die Lebensmittel teurer werden, wie sinngemäß von Dir gefordert, dann sind mindestens 1 Mio Menschen in unserem Land nicht mehr in der Lage, sich halbwegs zu ernähren. Das sind jene unter der Armutsgrenze bzw. Armutsgefährdeten, die mit

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 15:32 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

Das sind jene unter der Armutsgrenze bzw. Armutsgefährdeten, die mit

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 15:36 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
...


Name: helmar antwortet um 25-03-2012 19:14 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Foto meiner "Pfoten " kann ich keines beisteuern, aber reicht der Hinweis dass ich Grösse 9 bei den Arbeitshandschuhen der Marke "Wald und Feld"" habe?
Mfg, Helga

Name: joe_farmer antwortet um 25-03-2012 19:58 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Die Größe spielt doch keine Rolle :-) ! Hauptsache fleißig!

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 20:15 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
-Fortsetzung:
Das sind jene unter der Armutsgrenze bzw. Armutsgefährdeten, die mit

Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 20:23 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

Geht net :-(


Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 20:26 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
- Fortsetzung
Das sind jene unter der Armutsgrenze bzw. Armutsgefährdeten, die mit weniger als 700,- Euro pro Monat auskommen müssen (ohne Vermögen und Eigentum, wohlgemerkt).

Natürlich könnte man es auch so regeln, diesen Menschen unter die Arme zu greifen. Aber wie willst Du das machen? Essensmarken vor dem Supermarkt verteilen? Jedesmal einen Einkommensnachweis verlangen, wenn jemand mit dem Einkaufswagerl daherkommt?
Bitte um Ideen, wie Du das machen würdest.

Jetzt ist es halt so geregelt, dass die Preise niedrig bleiben, übrigens sind wir eh weit über dem EU-Durchschnitt mit unseren Lebensmittelpreisen. Und Fairness wird so gelebt, dass jene die gut verdienen, eben mehr Steuern zahlen, und davon werden die Ausgleichszahlungen ua. geleistet. Indirekt zahlen die Steuerzahler somit höhere Lebensmittelpreise, aber eben nur die die es sich leisten können.
Für mich ist das fair.

Du musst Dir die Situation umgekehrt vorstellen. Es könnte auch sein, dass wir uns in unserem Land dafür entschieden hätten, dass wir keinen Selbstversorgungsgrad mit landwirtschaftlichen Produkten über 100% brauchen, und somit auf Exporte verzichten. Bei den meisten Produkten liegen wir bei ca. 150% Selbstversorgungsgrad.

Das heißt Steuergeld wird für Ausgleichszahlungen verwendet, nicht etwa um nur den Eigenbedarf zu decken, sondern damit exportiert werden und somit Betriebe am Leben erhalten werden können, die wir für die Eigenversorgung gar nicht bräuchten.


@Helga
Dir stimme ich vollkommen zu, dass der Titel Bauernmord maßlos überzogen ist, und ein Hohn für jene Bauern in der Welt, die wirtschaftliche Not tatsächlich mit ihrem Leben bezahlen.


Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 20:30 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

Endlich hat es geklappt, meinen Eintrag zu vervollständigen. Ich hatte vorhin ein Zeichen verwendet, das die Maschine offenbar als Programmierzeichen versteht.
Bitte um Verzeihung für die Textflut.


Name: Mark99 antwortet um 25-03-2012 21:03 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo teilchen,
Hast du da irgendwo eine glaubhafte Quelle wo man das nachlesen kann, dass der Selbstversorgungsgrad bei vielen Produkten bei 150% liegt, in Österreich oder meinst du EU weit? Mein Eindruck ist in Österreich ein anderer, in den Supermärkten gibt es sehr viel nicht österreichische Ware und bei vielen verarbeiteten Waren weiss man überhaupt nicht woher die Rohstoffe kommen. Es wird sicher auch einiges exportiert aber bei vielem werden die Rohstoffe importiert verarbeitet und dann wieder exportiert. Soweit ich weiss lagen wir früher bei Getreide und Milch nur leicht über der Selbstversorgung. Jetzt ist doch die Bevölkerunganzahl doch ganz schön gestiegen (Zuzug) aber die Tierbestände sinken seit Jahren und die Agrarflächen werden auch immer weniger. (Verbauung)
Finde deine Einträge und Sichtweisen meist sehr interessant da du oft zeigst dass man sehr viele Themen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven sehen kann.


Name: teilchen antwortet um 25-03-2012 22:56 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord

Hallo Mark99,

Freut mich dass meine Einträge interessant für Dich sind !
Der Selbstversorgungsgrad sagt nichts darüber aus, wieviel wir importieren oder exportieren.
Wir haben zwar auch Produkte, bei denen wir auf Importe angewiesen sind. Aber das heißt nicht, dass wir da nicht trotzdem auch exportieren. Bei Gemüse haben wir z.B. nur einen Selbstversorgungsgrad von ca. 60%, bei Eiern von 75%, trotzdem exportieren wir auch Gemüse und Eier.
Wir haben 2010 bei Rind und Kalbfleisch einen Selbstversorgungsgrad von 145%, bei Schwein von 100%, bei Schaf, Ziege und Geflügel 73%, Pferd 123% (Mengen vernachlässigbar).

Bei Rohmilch und Milchprodukten: 156%
Weizen 102%
Kartoffeln 91%
Gemüse 60%

Der Selbstversorgungsgrad ist nicht bei allen Nahrungsmitteln über 100% oder in der Nähe der von mir genannten 150%, aber wenn Du Dir die Tabellen anschaust, sind selbst bei Produkten mit geringem Selbstversorgungsgrad immer auch Exportmengen dabei.

Du findest alle Zahlen zur Versorgungsbilanz in der Statistik Austria unter dem Link, den ich eingefügt habe.
Es sind ausschließlich Agrarrohstoffe aus pflanzlicher und tierischer Produktion, verarbeitete Produkte sind dabei nicht berücksichtigt.
Diese Zahlen findest Du übrigens auch in den Statistiken von LKÖ, Lebensministerium, AMA etc. sind also hoffentlich glaubhaft.

Der Selbstversorgungsgrad innerhalb der EU ist noch um vieles höher,
Vor allem Dänemark, Irland und Niederlande haben bei Fleisch und Milchprodukten die Nase vorn und produzieren ein Vielfaches ihres Eigenbedarfes. Ich bin noch auf der Suche nach aktuellen Zahlen, diese Angaben stammen aus 2006.

 

Name: schlintlagrar antwortet um 26-03-2012 00:21 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
@ teilchen

Ein auslaufen der Ausgleichszahlungen wird in keiner weise gefordert. Viel eher geht es mir um den Verrat an der Berufsgruppe, mit Zugeständnissen an eine Politik die nicht im Geringsten an Sparmaßnahmen interessiert ist, sondern nur an einer Verzerrung und Schönfärbung bis zum großen Kollaps. Berufsvertreter die ohne Akteneinsicht Händchen heben, und somit tiefe Einschnitte in unserer Wirtschaftsweise verursachen, mit einem lächeln den Sitzungssaal verlassen und mit geschwellter Brust einen Erfolg vermelden. Nicht weil sie Verbesserungen für unseren Berufsstand bewirkt hätten, nein sie haben ein größeres Übel abgewandt, denn es hätte ja noch schlechter werden können.

Immer mehr Vollerwerbsbetriebe werden in den Nebenerwerb gedrängt und Nebenerwerbsbetriebe geben auf. Nachfolger für Kulturlandschaftserhaltende Betriebe zu finden, wird immer schwieriger, Bauernsöhne von ehemaligen Vollerwerbsbetrieben ziehen es vor, Fließbandarbeit zu verrichten. Ich weiß nicht in welcher Region Sie Leben, ich rede nicht von großen Ackerbaubetrieben in Gunstlagen, sondern von Bergbauernhöfen, die schon länger nur durch die Ehrverpflichtung nicht durch Kostendeckung funktionieren.

Sie schreiben das Bauern vermögen haben. Das sehe ich nicht so. Landwirte besitzen einen Betrieb nicht, sie verwalten. Grundverkäufe erfolgen erst nach Wirtschaftlicher Not, oder Nachkommens Problemen infolge von Partnermangel. Nur weil etwas rein rechnerisch etwas wert ist, heißt es noch lange nicht dass ich es ausgeben kann. Verwechseln sie niemals große Verantwortung mit Vermögen.

Ausgleichszahlungen sind niemals Exportförderungen (die heißen auch so). Eine Pflege der wunderschönen Landschaft wird nur durch diese Ausgleichszahlungen garantiert. Es mag fielen egal sein ob eine saftige Wiese, ein goldgelber Acker oder reifende Trauben die Landschaft zieren. Nur wenn sie in Ihrem Betonbunker, umzingelt von Wald aufwachen werden, ist es nicht mehr egal.

Noch einmal zu den Preisen. In den 80ern (keiner hat gehungert) konnte man für den verkauf von einem Liter Milch einen Liter Diesel kaufen. In den kommenden Tagen zur Osterzeit werden wir wahrscheinlich 4 Liter brauchen um einen Liter Diesel zu erwerben.

Abschließend zu Helga! es tut mir leid wenn sie diese Metapher nicht verstanden haben, aber ich sehe die Entwurzelung des Agrarsektors als große Bedrohung. Eine Dramatisierung und einen nochmaligen Eintrag mit den gleichen Worten, halte ich für nicht zielführend Nicht zuletzt die Wortwahl hat zu einer regen Teilnahme an dem Thema beigetragen für die ich mich herzlich bedanke.


Name: helmar antwortet um 26-03-2012 08:19 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo Schlintlagrar.........es schliessen auch Polizeistationen, Postämter, Wirtshäuser, Gewerbetriebe usw. z.T. aus wirtschaftlichen Gründen, oder weil eben die Gewerbetriebe auch ohne Nachfolger sind............auch lauter "legale Morde"? ich denke dass ess ehr wohl auf die Wortwahl ankommt....zuerst die radikale Sprache, und dann die Taten?
M(it) G(rüssen) und ohne MG, Helga

Name: __joe007 antwortet um 26-03-2012 08:48 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
zeig her deine Hände, ..........
(die Fliese hat 29cm x 29cm )
die Hände werden auch größer, wenn man(n) öfter wqas arbeitet, .........



 

Name: liesbeth antwortet um 26-03-2012 09:21 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Ein Spruch aus der Generation vor uns lautet: Wenn ihr Bauern die Politik für euere Berufsgruppe nicht selber in die Hand nehmt, werden es andere für euch tun.!
Haben wir uns zu wenig eingemischt ?
Haben wir uns zu wenig zu Wort gemeldet ?
Hätten wir doch........

Name: Christoph38 antwortet um 26-03-2012 13:03 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Schmutzpfote



 

Name: helmar antwortet um 27-03-2012 08:44 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Bitte, liebe Redaktion....sollte jemand auf den Meldeknopf drücken, lasst diesen Eintrag stehen........denn es scheint dass Schintlagrar mich gemeint hat. Ich kann damit leben.........
Mfg, Helga

Name: helmar antwortet um 27-03-2012 19:58 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Schade dass er weg ist der Eintrag........denn lässt einige Rückschlüsse zu....
Mfg, Helga

Name: teilchen antwortet um 27-03-2012 23:10 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
@helmar

Wer - außer Dir selbst - sollte den Eintrag melden, wenn er an Dich gerichtet war.
Wenn Du den Beitrag von Schlintlagrar vermisst, kannst Du ihn ja bitten, ihn noch einmal hineinzustellen.


@Schintlagrar

Ich hab noch eine Antwort für Dich auf Deinen Eintrag vom 26.03. Um 00.21.
Übrigens, hier duzen sich alle, ich schreib auch alle mit Du an, und das tun sie auch mit mir. Wir können uns also auch duzen, wenn Dir das recht ist.

Wie sich Politiker im allgemeinen und Bauernvertreter im speziellen verhalten, ist eine Sache, wie sich der Landwirtschaftssektor entwickelt, eine andere. Auch wenn sich die Politiker noch so krumm verhalten.
Es ist nicht die Schuld der Politiker, dass Betriebe keinen Nachfolger haben, Vollerwerbsbetriebe zu Nebenerwerbsbetrieben werden etc.

Dass Bauern Vermögen haben habe ich zwar nicht geschrieben, aber dass sie keines haben, stimmt auch nicht. Es gibt sogar sehr vermögende Bauern, und es gibt auch welche die so mit Ach und Krach über die Runden kommen. Reich und Arm, wie in allen Bevölkerungsschichten.
Und Grundverkäufe erfolgen meiner Wahrnehmung nach selten aus wirtschaftlicher Not, da haben wir offensichtlich unterschiedliche Wahrnehmungen.

Dass mit Ausgleichszahlungen auch Exporte ermöglicht werden, das ist eine Tatsache. Ein Betrieb, der mehr produziert, als der Markt hier aufnehmen kann, exportiert natürlich, und die Ausgleichszahlungen kommen somit einer Exportstützung gleich. Das Produkt kann im Ausland billiger abgesetzt werden, als ohne Ausgleichszahlung.

Es gibt hier Beispiele die uns sehr zum Nachdenken anregen sollten.
Wir exportieren z.B. Hühnerteile, die bei uns nicht verkauft werden können, zu einem Dumpingpreis nach Afrika. Die billigen weil preisgestützten Hühnerteile hauen den dortigen Markt zusammen, und die lokalen Bauern dort können ihre eigenen Hühner nicht mehr verkaufen und müssen ihren Betrieb früher oder später schließen.

Als nächstes geht das mit Schweinefleisch so, und dann mit Rindfleisch. Beim Rindfleisch wird es besonders arg, weil die Rinder z.B. in Ghana von Hirten bewirtschaftet werden, die Rinder gehören ihnen nicht einmal. Wenn jetzt billiges europäisches Rindfleisch den afrikanischen Markt überschwemmt, geht der eigene Rinderbestand dort zurück, und die Hirten verlieren ihre Existenzgrundlage.

Alles was wir überproduzieren, liefern wir irgendwo hin, wo es noch Abnehmer dafür gibt. Und natürlich kaufen die Menschen dort die billigere Ware, als ihre eigene teure.
Leider können es sich afrikanische Staaten nicht leisten, ihre eigene Landwirtschaft mit Ausgleichszahlungen zu unterstützen, so wie wir das hier in Europa machen.

Die Bauern dort geben reihenweise ihre Betriebe auf.
Für viele afrikanische Staaten bedeutet das, dass sie ihre Ernährungssouveränität aufgeben und von anderen Staaten abhängig sind. Bei Missernten ist das fatal, Hungersnöte sind vorprogrammiert.

Wir könnten jetzt sagen, der Bauer oder der Hirte in Afrika ist mir egal, solange ich mein Fleisch verkaufen kann, bzw. als Konsument billig kaufen kann.
Es ist aber nicht egal.
Wir verursachen das mit. Wir sind nicht nur Opfer, sondern auch Täter, mit "wir" meine ich die gesamte europäische Gesellschaft, Produzenten, Handel, Konsumenten.


Name: helmar antwortet um 28-03-2012 08:34 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Ich habe diesen Beitrag nicht gemeldet.......jene Meldungen welche ich an die Redaktion geschickt habe habe ich jedesmal begründet.....da war einmal ein durchaus pornografischer Eintrag, und ein anderes mal ist ein Usere geoutet worden....
Mfg, Helga

Name: AnimalFarmHipples antwortet um 28-03-2012 18:27 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Helmar, ich wars. Tut mir leid, falls ich damit Deiner virtuell-masochistischen Ader zuwider gehandelt haben sollte, aber das betreffende Posting war unter aller Sau, soetwas sollte hier gar nicht erst einreißen.

Name: helmar antwortet um 28-03-2012 20:30 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo AFH...ich glaube nicht dass ich eine masochistische Ader habe, und du hast recht, das Posting war unter aller Sau. Aber ich halt schon was aus und so ein Posting wirft schon ein gewisses Licht auf den Schreiber. Dem hast du eher einen Gefallen getan.
Liebe grüsse, Helga

Name: ejankl antwortet um 28-03-2012 21:30 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
So einen Schwachsinn wie thc schreibt kann nur ein"Nicht-landwirt"schreiben.
Warscheinlich sitzt er auch irgendwo im Ministerium das so ein Blödsinn herauskommt.
So wie anderer Beiträge geschrieben sind: dann soll man den Hof aufgeben... Die Landwirtschaft kann man nicht einfach aufgeben wie ein sonsiges Dinstleisungsgewerbe. Das sollten die meisten Forumsschreiber verstehen. Ansonsten wäre es besser keine unqualifizierten Kommentare abzugeben.
Unseren Vertretern und Politikern sei gesagt das der Unmut der Bauern über Ihre Politik nicht so sehr an den fallenden Ausgelichszahlungen sind, sondern an der Mangelden Planungssicherheit.
Keine Anderer Berufsgruppe ist so dem Gemüht der Politik ausgesetzt.
Dann werden die Bauern noch als Staatsschmarotzer bezeichnet weil sie Ausgeleichszahlungen bekommen. Vor allem aus den Seiten der SPÖ kommen immer wieder solche Meldungen.
Und die Övp ist nicht in der Lage Bauernpolitik zu machen. Sie machen die Politik für das Gewerbe.
Der Bauer bekommt nur Förderungen wenn er kräftig das Gewerbe unterstützt.
So schauts aus!!!



Name: helmar antwortet um 29-03-2012 08:02 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo Ejankl.......wenn Flächen verpachtet werden, welche weiter bewirtschaftet werden, ist das "den Hof" aufgeben? Oder wenn Flächen aufgeforstet werden? Für mich ist "den Hof aufgeben" wenn man wegzieht, die Flächen, egal von wem, nicht mehr bewirtschaftet werden, wenn die Gebäude unbewohnt verfallen und der Holler fröhlich wuchert........
Was mich immer wieder überrascht ist auch dass "echte und wahre Bauern" nur solche sein sollen welcheTiere halten, und da vornehmlich Rindviecher......
Ich habe ingsgesamt knapp 31 ha, davon mehr als 2/3 Wald. Die landwirtschaftlichen Flächen habe ich seit heuer verpachtet, und morgen endet meine Rinderhaltung/Milchwirtschaft. Also bin ich als "wahre, echte Bäuerin" für dich wohl gestorben....;-). Aber glaub mir, im Wald werd ich sehr lebendig sein, weil ich jetzt mehr Zeit dafür habe.
Mfg, Helga

Name: Christoph38 antwortet um 29-03-2012 08:36 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
@ helmar

Dass du keine Landwirtin mehr bist sollte doch wohl sonnenklar sein., ebenso dass du Forstwirtin bleibst. Landwirtschaft besteht doch darin, Flächen zu bewirtschaften zb. als Acker oder Wiesen und nicht darin Eigentum zu besitzen.
Jeder Pächter ist Landwirt, der blosse Eigentümer eben nicht. Für manche "nur" Eigentümer wäre es sogar ein Schimpfwort, als Bauer bezeichnet zu werden.

Genauso bin ich selber kein Gewerbebetrieb, nur weil ich an einen Gewerbetreibenden was verpachtet habe.

Aber wenn du dich besser dabei fühlst weiterhin Landwirtin zu sein, darfst dich gerne so bezeichnen, ist ja nicht wie bei einem unrechtmäßigen Doktortitel, dass gleich bestraft wird. ;-)

Name: helmar antwortet um 29-03-2012 08:39 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Einigen wir uns auf Waldbäuerin?
Mfg, Helga

Name: Christoph38 antwortet um 29-03-2012 08:41 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Waldbäuerin ist sicher ok, wo du doch sogar noch die Unfallversicherung der SVB zahlst !

Name: helmar antwortet um 29-03-2012 08:47 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Nicht nur die Unfallversicherung, sondern das volle Programm...;-).
Mfg, Helga

Name: Christoph38 antwortet um 29-03-2012 09:08 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Bist du nicht in Pension gegangen ?

Name: helmar antwortet um 29-03-2012 19:25 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Nein, ich habe die landwirtschaftlichen Flächen verpachtet und den Wald behalten.....und habe vor bis zum 60iger, sofern ich gesund bleibe im Beruf zu bleiben.
Mfg, Helga

Name: ejankl antwortet um 29-03-2012 20:04 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Servus Helga, für mich bist du keine Bäurin mehr, jedoch Forstwirtin bist du geblieben. Schade!
Es ist nur etwas eigenartig wenn, so wie du diese Agrarpolitik immer verteidigst bzw. Fehler dieser Politik lapalisierst. Andereseitz den echten LW Betrieb aufgiebst. Mir jedoch oftmals den Vorwurf machst das ich die Fehler unser Argrarpolitik aufzeige und vielleicht oft sehr direkt anspreche. Das hinten herumreden liegt mir nicht. Ich sage was Sache ist. Darum brauche ich auch kaum 2 Großformatseiten um so manches Problem anzusprechen. Ich erlaube zu beanspruchen das ich mit meiner Frau sämtliche und früher mit meinen Eltern, alle Belange nicht nur der Landwirtschaft kenne, sondern auch des Gewerbes kenne. Da wir auch ein solches ausüben. Auch teilweise bin ich unselbständig beschäftig. Eines ist einfach abgekürzt gesagt. Der Landwirt verdient sein Brot am schwierigsten. Weil die Bedingungen die durch unser Politik einfach dermaßen verschlechtert werden. Und das hauptschächlich wegen der so Notwendigen EU, die wiederum den Bauern am wenigsten gebracht hat. Aber ich hoffe das auch du diesbezüglich, aus den vergangenen Ereignissen zur Einsicht gekommen bist. Die Schuldigen an dieser Misere brauch ich nicht zum wiederholten male nennen. Wäre Niki von der FPÖ besetzt worden wäre er schon zigmale von der ÖVP zum Rücktritt aufgefordert worden.
So schauts aus! LG ejankl


Name: helmar antwortet um 29-03-2012 20:33 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Hallo Ejankl..........offen gesagt, mir hat einiges gereicht ......und glaub mir, ich habe oft dies angesprochen dass einiges schief läuft, besonders was die Agrarverwaltung betrifft. Dass sich im Verpflichtungszeitraum die Bedingungen verändern und dass sich zwar die Mitarbeiter der Bauernkammer meistens für die Bauern sehr engagiert bemühen, dass aber die Poliitk auch diese im Regen herumirren lässt, oder besser, sich immer wieder neu auftuenden Erschwernissen bei der Erfüllung der förderbedingungen, diese als Botschafter der Miseren missbraucht........Und jetzt kommts, manchmal Zustimmung von Seite einiger FP- zugehöriger Bauern bekommen....;-).
Nämlich da als ich bei einer Veranstaltung mit Frau Köstlinger schlicht und einfach gemeint habe dass erst mal die Gesamtsumme an Fördergeldern bekannt sein muss, dann, wenn der politische Wille zur Beibehaltung der AZ da ist diese gesichert sein muss, weiterhin dass von der Restsumme ein gewisser Teil für Investitionsförderung zur Verfügung stehen soll, und wenn ein rest vorhanden ist dieser durch die ha bewirtschafteter Fläche dividiert und als Bewirtschaftungsprämie ausbezahlt werden sollte.....
Dass dies eine zu einfache Lösung wäre, wurde da gleich mal von einem Bundesrat kritisiert, denn die Landwirtschaft bräuchte dringend "Programme für die Zukunft".....;-). Also nix da mit einfachen Lösungen....

Ich hätte einige Investitionen zu tätigen gehabt, und das wollte ich nicht mehr, meine Verpflichtungszeit ist auch ausgelaufen gewesen, und meine Nachbarn können die paar ha gut brauchen......und die Milchtankfahrerei zur Mittagszeit jeden 2 Tag ging mir auch immer öfter.......besonders dann wenn es windstilles Wetter im auswärts gelegenen Wald gegeben hat und ich, eben wegen des Milchtanks, da nicht im Wald arbeiten konnte....

ich wickel mich recht gelassen über die letzten paar Tage mit Kühen und Tank, obwohl, ich geb es zu, hin und wieder........aber ich habe mich entschieden.

Was mich aber so richtig ärgert ist dass niemand so ehrlich ist und sagt dass die Mittel im Allgemeinen weniger werden.....statt dessen erfindet man immer wieder neue Vorschriften und auflagen, und hofft im Stillen dass es so manchem zu blöd wird und er entweder nach der Mindestverpflichtung aussteigt oder in Zukunft gar keinen Antrag mehr stellt. Und das sagt sehr wohl eine "Schwarze" auch den "Schwarzen" in aller Höflichkeit rein, aber es is fürn Hugo......
Und die Helga geht in Zukunf tin den Wald.....
Mfg, Helga

Name: ejankl antwortet um 06-04-2012 14:50 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Helga, ich mus dir sagen, ich habe kaum einen Beitrag von dir gelesen der so treffend war. Aber es würde deine Kritik als "Schwarze" an der Bauernpolitik mehr Wirkung zeigen als so eine Oppositionsmeinung von mir bzw. von FP Mandataren. Man weis es aus der Vergangenheit das erst, wenn Parteianhänger die Politik der eigenen Leute anzuprangern beginnen auch Wirkung zu erzielen ist. Wenn eine Oppositionspartei eine Kritik übt... ob sie richtig oder falsch ist, wird sie generell abgeschmettert.

Ich wünsche Dir auf jedenfall alles Gute mit deiner Forstwirtschaft.


Name: AnimalFarmHipples antwortet um 06-04-2012 19:35 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
ejankl, das ist wie beim Werkzeug: Wenn Du einen Hammer brauchst, greifst automatisch zu dem, der einen sauberen Stiel hat als zum Schmierigen.
Will heißen: Es sind weit nicht alle Vorschläge der FPÖ Unsinn, aber gottseidank haben immer noch genug Leute einen gesunden Ekel und geben am Wahltag ihre Stimme dem geringeren Übel.

Name: ejankl antwortet um 07-04-2012 18:34 auf diesen Beitrag
Legaler Bauernmord
Animal richtig das kleiner übel ist sicherlich FP zu wählen.

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