Tagebuch
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Glaubensblüten
Wie manipuliert muss das Gehirn eines Menschen sein der seiner Tochter im Fall dass sie durch eine Vergewaltigung schwanger würde, eine Zustimmung zur Abtreibung strikt verweigert, selbst wenn die ihn darum anflehte ? Und dem nicht genug – auch noch nachlegt dass es in so einem Fall der richtige Weg wäre zu akzeptieren was Gott dieser vergewaltigten Frau gegeben habe. Gut - gewissen Anhängern von ultrakonservativen, katholisch - fundamentalistischen Medien wie K-TV, Gloria TV, kath.net, rosenkranz-der-ungeborenen.de und wie sie alle heißen, könnte man diese Einstellung noch zutrauen und man könnte sagen solche Spinner wird es immer geben. Da diese aber eher isolierte Einzelgänger sind, die sich auf ihren Plattformen gegenseitig in ihren bizarren, mittelalterlichen Ideologieen bestätigen, können sie keinen großen Schaden anrichten. Was aber wenn so eine Einstellung von Rick Santorum, einem republikanischen Bewerber um eine Kanditatur für das Amt des Präsidenten von Amerika kommt und dieser trotz, oder noch viel schlimmer, mit dieser Einstellung einige spektakulere Vorwahlsiege verbuchen kann ? Da muss man dann fragen: Wie manipuliert (krank) müssen die Gehirne jener Menschen sein die so jemandem ihre Stimme geben ? Und das ist keine Minderheit mehr. Ich vermisse den empörten öffentlichen Protest gegen solche Äusserungen. Überhaupt scheint Amerika guter Nährboden für religiös motivierte Kandidaten zu sein. Wie wenig der freie Wille des Einzelnen wert ist, insbesondere wenn der Betroffene schon tot ist, zeigt eine traurige Episode um einen weiteren aktuellen Präsidentschaftskandidatenbewerber. Wenn ein Christ neben der Bibel noch das Buch Mormon verherrlicht, bezeichnet man diesen als Mormonen. Mitt Romney ist ein solcher Mormone. Seine Familie ließ, wie erst jetzt bekannt wurde, seinen verstorbenen Schwiegervater, einen überzeugten Atheisten, posthum taufen. Ein Jahr nach seinem Tod wurde Edward Roderick Davis, Ann Romneys Vater, in einer kirchlichen Zeremonie in die „Kirche der Heiligen der letzten Tage“ aufgenommen. In meinen Augen eine unverschämte Frechheit die zeigt wozu religiöse Menschen in der Lage sind. Sie gönnen einem Verstorbenen nicht mal seine Totenruhe. Was mich bei solchen Typen extrem beunruhigt: Sollte einer von ihnen an die Macht kommen, könnte die Begründung für sämtliche angeordneten Aktionen, schlimmstenfalls wären das Kriege, wie einst bei Bush wieder sinngemäß lauten: „Es ist Gottes Wille“ Das schlimme dabei – solche Leute sind in ihrem Glauben schon so weit (weg von der Realität) dass sie tatsächlich die Stimme Gottes zu hören glauben und ihre Entscheidungen mit ruhigem, reinen Gewissen auf ihn abwälzen. Quelle: h/pd
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