 Tagebuch
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Spende @ ws : Danke, ich werde bei Bedarf darauf zurück kommen ;-) Zum Wiener Tierschutzverein habe ich ein etwas gespaltenes Verhältnis; einerseits ist er schlecht geführt (extreme interne Spannungen und hohe Unzufriedenheit der Mitarbeiter, deren Einsatz "von oben" überhaupt nicht wertgeschätzt wird) und mir geht das rührige Bild auf die Nerven, das da medial vom Tierschutz nach draußen transportiert wird (zielt aber vermutlich auf ein bestimmtes Spendermilieu ab); andererseits ist das Tierschutzhaus einer der bedrückendsten Orte, die ich kenne (das liegt in der Natur der Sache) und ich bin mit den meisten, die dort arbeiten, gut befreundet und sehe, daß sie zu absolut lachhaften Gehalts- und Arbeitsbedingungen wirklich gute Arbeit machen. Diese unterstütze ich gern, einerseits durch meinen Mitgliedsbeitrag, andererseits nehm ich jedesmal, wenn ich hinfahre, einen Hänger voll Heu oder Stroh mit, und nicht selten ist der Hänger am Rückweg auch wieder voll ;-) Blutspender bin ich auch, hab aber kein Problem damit, daß das Rote Kreuz damit verdient ;-) Bei der Caritas hab ich selbst länger gearbeitet, würde aber auch nichts mehr spenden; einerseits sind die meisten Caritas-Einrichtungen ohnehin von der öffentlichen Hand finanziert, zumal ja auch durchwegs deren Aufgaben wahrgenommen werden (zB Versorgung von Asylwerbern); andererseits gibt es da tatsächlich einen extrem aufgeblähten Verwaltungsapparat (ich seh zB nicht ein, warum die Katastrophenhilfe zu jedem Anlaß Mitarbeiter auf die Reise schickt, die dann vor Ort nichts anderes tun als die Lage zu sondieren, sprich: blöd herumstehen und Interviews geben); und leider ist es auch so, daß allzu "professionelle" Hilfe ineffizient wird (mich hat es zB massiv gestört, daß die Beratungsstelle, wo ich tätig war, einen Tag pro Woche geschlossen hatte, nur weil die Sozialarbeiter unbedingt Teamsitzungen, Supervisionen und Jour fixes abhalten mußten). Feuerwehr hat für mich absolut Sinn, obwohl von den eigentlichen Hilfeleistungen abgesehen das meiste eigentlich Vereinsmeierei, Folklore und die Übernahme sozial-gesellschaftlicher Funktionen ist. Wir veranstalten zB jeden Sonntagvormittag den Sparverein für die Pensionisten im Ort, die sonst daheimsitzen würden, und wenn ich mir den Aufwand ansehe, den wir für das jährliche Feuerwehrfest, den Sturmheurigen und den Punschstand treiben, könnten wir uns eigentlich alle viel ersparen, wenn wir stattdessen einfach jeder einen Hunderter in die Feuerwehrkassa einzahlen würden (was bei diesen Veranstaltungen unterm Strich an Erlös bleibt, ist nämlich eher mager).
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