Bienensterben nach Maissaat

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Name: Woodster 21-04-2011 08:10
Bienensterben nach Maissaat

Hallo allseits,
vorgestern wurde bei uns rundum Mais gesät.

Gestern lagen haufenweise tote Bienen vor den Fluglöchern....

Warum muss diese so giftige Beize bei uns noch eingesetzt werden?
Wir vergiften unsere Umwelt ohne zu denken. Wie giftig muss das Zeug sein, dass es sogar beim überfliegen der Äcker ohne Berührung so wirkt???
In Deutschland ist diese Beize schon lang verboten.
Wann schalten die Österreicher ihr Hirn ein?

Name: Summsumm antwortet um 21-04-2011 10:02 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Es geht längst nicht nur um die Bienen

Heuer sind weltweit massenhaft Vögel tot vom Himmel gefallen, und keiner will wissen warum

Aber ja: giftig für Vögel:

http://xmedia.bayercropscience.de/pdf/2011042109350762825487.PDF

Und sowas wird zugelassen.
Gruselig.

Viele Beizmittel sind hochtoxisch für Gewässer, steht auch drauf. Darf nicht ins Kanalnetz gelangen.
Und ins Grundwasser?



Name: gdo antwortet um 21-04-2011 14:24 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Bitte so ein Schwachsinn ... wer kümmert sich schon um Bienen oder Vögel????
Hauptsache das Unkraut ist weg und das Zeug wächst wie der Teufel.

Profitmaximierung ist alles was zählt.

Bauern die das nicht schnallen sollten eigentlich enteignet und eingesperrt werden, die passen nicht mehr ins System, unsachgemäße Behandlung von allgemeinnützigen Resourcen oder so - und Ihre Gründe denen, die wissen wie man fortschrittlich wirtschaftet - z.B. mit roundup.

tic, tic, tic ...

Name: Deerer_001 antwortet um 21-04-2011 17:53 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Servus!

Schon mal Mais ohne Beize auflaufen gesehen?

@gdo: "Hauptsache das Unkraut ist weg und das Zeug wächst wie der Teufel"

Seit wann ist Saatgut mit Herbizid ausgestattet?? Beizung verhilft auch nicht dazu, dass "das Zeug wie der Teufel wächst", sondern dass es überhaupt aus dem Boden kommt, dass überhaupt aufläuft!

Außerdem ist die Beizung im vergleich zu anderen Maßnahmen fast umweltschonend:
Auf einem ha (10.000m²) kommen lediglich 60m² mit der Beize in Berührung!! Und in der Beize sind fast die gleichen Wirkstoffe wie so im normalen Pflanzenschutz, auch in gleicher Dosierung!

"Bauern die das nicht schnallen sollten eigentlich enteignet und eingesperrt werden, die passen nicht mehr ins System, unsachgemäße Behandlung von allgemeinnützigen Resourcen oder so"

-->Bist du / sind sie Landwirt? Du /sie wissen es sicher wie es besser geht... so jemand ist meistens gesetztgebend...
Da kannst nahezu alle der Österreichischen Bauernschaft enteignen und einsperren, da ich glaube,dass bis auf vielleicht Biobauern, selten jemand Mais ohne Beize sät....
Übernimmst du/Übernehmen sie die Arbeit der Bauern??

Jetzt haben wir eh schon den teuren "Bienen-Kit" auf den EK-Sämaschinen, jetzt machewn wir die Beize ganz weg..!
Da gäbes es dann aber einen erheblichen Rückgang bei den Erträgen, der Preis würde steigen, Lebensmittel werden teurer und alle fangen zu schimpfen an, dass die Bauern nur Geld einstreifen.. nur das der Markt den Preis macht und nicht der Landwirt, dass is was anderes.... -->
Thema "Profitmaximiereung"

Schon mal gesehen, was eine Semmel kostet und was davon an den Landwirt geht? Das ist der kleinste Posten an der Semmel!
Die Weltbevölkerung wächst, die Landwirtschaft muss mitmachen, aber halt ...!!... wir fangen mit verzichten auf Beizmittel an, dann auf PFSM und steigen ganz ALLE auf Bio um ... man braucht ja nix zu essen...
Ich will nicht schlecht gegen biologische Bewirtschaftung reden, überhaupt nicht, aber es ist nachgewiesen, dass durch Biologische Bewirtschaftung die Welt nicht ernährt werden könnte.

Außerdem:
Ihr wollt billige Lebensmittel, ok, wir brauchen die Mittel dazu! Ein Beizmittelverzicht brächte sicher höhere Preise, aber die will ja auch keiner zahlen... daher am besten keine Beizmittel und dergleichen und den gleichen Preis... optimal für den Konsumenten, aber für den Produzenten??
Wieso wird die Bauernschaft in Österreich immer weniger?
Sicher nicht, weil an als Landwirt reich wird!

Zurück zu den Bienen:
Ich verstehe die genauso! Wenn ich zum Beispiel Berufs-Imker wäre und mir gehen meine Stöcke ein, dann bin ich ruiniert!
Aber wir versuchen alle solches zu vermeiden! Die Beizmittel werden immer besser, sie haften immer besser und verursachen weniger Abrieb..!!

Schon mal nachgedacht wieviele Bienenvölker an Beizmittel sterben ? 100?
Und die Varroa-Milbe? Ausfälle von 70-80% in manchen Gegenden!!!

Das böse, böse Beizmittel....
Tut mir leid für die, die das mit der Beize trifft, aber es ist notwendig Beizmittel zu verwenden..
Blöder Vergleich aber die armen Bienen...ist doch viel schlimmer Lebensmittel mit Beize herzustellen und ev. einige Bienenstöcke zu opfern, als Strom aus Atomkraft herzustellen und ein paar tausend Leute, eine riesiges Gebiet und NUR das Meer und die Lebensmittel zu verstrahlen...
böses Beizmittel!

MfG Deerer




Name: Deerer_001 antwortet um 21-04-2011 18:00 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@ Woodster:

Das Beizmittel wirkt nicht ohne Kontakt!!

Das Beizmittel wird von dem Körnern in der Sämaschine abgerieben und, wenn es eine Pneumatische Sämaschine ist, über das Gebläse in die Luft gepustet!
Die Bienen fliegen durch diese Luft und dann is es vorbei!

--> Deshalb ist seit einiger Zeit der "bienen-Kit" GESETZTLICH vorgeschrieben!!!
Der führt die Luft mit der Beize in den Boden und dort bleibt das Beizmittel auch!!
So werden die Bienen verschont!!

MfG Deerer

Name: Hirschfarm antwortet um 21-04-2011 18:43 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@deerer: Wenn dein Ziel ist die Welt zu ernähren mußt du alles mögliche unternehmen um die höchstmöglichen Erträge zu erwirtschaften. Mein Ziel ist möglichst viel zu verdienen. Und das wäre sicher um einiges einfacher wenn alle Ertragssteigernden Mittel verboten wären. Dann hätten wir nämlich ordentliche Preise.
mfg

Name: Deerer_001 antwortet um 21-04-2011 19:00 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
gut, das ist zu hoch gegriffen, ja, ich hab damit auch noch die meinung einens anderen vertreten...
sicher wäre es einfach zu verbieten... ja, dann würde der preis auch stimmen, für uns, aber dann wird sich der Konsument ein wenig aufregen...

Frei nach einem Bekannten von mir: "Wir machen alles was der konsument will, solange er das auch bezahlen will... er will aber beides ..."

MfG Deerer

Name: Deerer_001 antwortet um 21-04-2011 19:04 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Außerdem:

Wenn du Höchstmögliches verdienen willst, wirst du nicht ohne Beize und dergleichen arbeiten, außer du bist "Bio"....
Wenn alles verboten wird, glaubst du die Preise werden für uns sehr steigen?? eher nicht ...

MfG deerer

Name: 179781 antwortet um 21-04-2011 19:45 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Schon mal Mais ohne Beize auflaufen gesehen?

Sehe ich jedes Jahr, weil ich als Biobetrieb nur unbehandeltes Saatgut verwende. Und wenn die Aussaat klappt, dann läuft der Mais ohne Probleme auf.
Wichtig ist nur, dass die Bedingungen passen. Wenn der Mais zügig keimen und auflaufen kann, dann ist eine Fungizdbeizung unnötiger Aufwand. Ein einziges Mal hatte ich einen Misserfolg. Da habe ich relativ früh in recht grobes Saatbeet gesät und dann war es zwei Wochen nass und kalt.

Die Geschichte mit der Insektitzidbeizung ist wieder etwas ganz anderes. Da geht es darum, dass aufgrund von Fehlern in der Bewirtschaftung sich bestimmte Insekten übermäßig vermehren und dadurch zu Schädlingen werden. Die chemieorientierete Landwirtschaft hat dazu keine bessere Idee als diese zu vergiften und je "gefährlicher" der Schädling umso radikaler das Gift.
Welchen Kollateralschaden sie damit in Kauf nehmen, ist den Landwirten, die das Zeug anwenden gar nicht bewusst. Da werden nämlich nicht nur die Bienen hin davon, sondern das meiste an Insekten was im und auf dem Acker lebt. Man schaltet also die letzten natürlichen Gegenspieler der unerwünschten Insekten aus und die Folgen sind noch mehr Probleme in Zukunft. Aber dagegen wird ein neues Gift entwickelt usw. und die Spirale dreht sich weiter.

Gottfried

Name: Deerer_001 antwortet um 21-04-2011 19:59 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Ich mein ja, wer sich auskennt, wie erfahrene Biobauern und dergleichen, bei dem ist das auch ohne Probleme möglich, aber ich glaubt wennst einem konventionellen einen Mais ohne Beize gibst, kanns schon Probleme geben...oder?

Ich bin nicht nur auf der konventionellen Schiene unterwegs, keines Falls!
Ich bin auch der Meinung, dass sich konventionelle viels von Biobauern abschauen können!
z.B. Mehr Leguminosen, Untersaaten zur Unkrautunterdrückung, oder wie Hefe gegen Schadinsekten, Pilzgerste, etc...

Es gibt viele möglichkeiten wo man PFS einsparen könnte, dass täte Umwelt und den Landwirten gut. Nur ich meine auch nur, Beize hat den Ackerbau auch einfacher und effektiver gemacht und die gibt's schon länger!! Seit wann regen sich die Bienzüchter auf? ....eben!!
Wenn man auf dem Klavier spielen kann kann man auch die Beize einsparen, aber viele hätten dann wahrscheinlich ein Problem mit dem Drahtwurm, oder?
Es geht alles, nur man muss sich effektiv mit anderen Mitteln zu helfen wissen...

MfG deerer

Name: mostkeks antwortet um 21-04-2011 21:06 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hat schon jemand versucht einen Mais zu züchten der es schafft ohne Beize aufzulaufen? Oder rechnet sich das für die Firmen nicht?

Name: Fridl antwortet um 21-04-2011 21:09 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Guten Abend

Lieber Deerer 001

voriges Jahr hat irgendein Würmlein (es war kein Drahtwurm) unseren Mais VA kaputti gmacht. Heißt auf Deutsch: Nochmal Saatgut kaufen, nochmal dieselbe Arbeit. Somit kannst Dir denken, dass ich sicher KEIN Gegner der Beize bin.
Aber zu sagen "wegen der paar Bienenstöcke, jo, is schlimm, bissi Pech g´habt wegen wirtschaftlichem Schaden der Berufsimker" is a bissal kurzsichtig. ( Ich hab das jetzt vielleicht etwas überspitzt, du hast es irgendwie anders formuliert gehabt)
Wenn Biene sein tot - Mensch sein auch bald tot!
Ich hab nämlich keine Lust mit dem Wattestäbchen von Rapsblüte zu Rapsblüte oder von Apfelbaum zu Zwetschkenbaum...... was auch immer..... zu huschen.

Wir bauen den Mais noch mit unserer "vorsintflutlichen" mechanischen Einzelkornsämaschine, da muß hinten einer draufhocken, und aufpassen, dass net schoppt, aber es geht a.
Versteht´s mi net falsch, bin a net der Feind von meinem Geld aber:
Irgendwann werden wir schmerzlich erkennen müssen, das wir Geld nicht essen können!
Schönen Abend
Fridl


Name: Woodster antwortet um 21-04-2011 21:43 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Ich denke viele Kleinimker wissen gar nicht, wieviele Bienen durch das Beizgift umkommen.
Berufsimker weichen schon seit geraumer Zeit den Maisäckern aus.
Ich hab aber keine Möglichkeit auszuweichen. Auf Wanderschaft gehe ich mit ein paar Völkern nicht.
Mir ist das auch nur durch Zufall aufgefallen. Schau sonst ja nicht jeden Tag.
Das Beizgift muss ein brutales Langzeitgift sein. Vernichtet alles Leben im Acker.
Dann kommen die Spritzmittel...

z.B. ist Antrazin schon lange verboten, 20 oder 30 Jahre?
Ist aber bei meinen Eltern noch immer in 5-fach überhöhter Dosis im Brunnen...

Insgesamt schon ein Irrsinn, was da passiert. Wir vergiften sehenden Auges konsequent unsere Umwelt.
Um damit vielleicht eine BiogasAnlage zu betreiben... Das wird auch noch lang und breit gefördert.
Man muss zum Denken aufhören, sonst hält man das nicht aus...


Name: Summsumm antwortet um 21-04-2011 21:59 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat

http://xmedia.bayercropscience.de/pdf/sdb/Poncho_7886_260609_V5_V4(1).pdf

Es geht ja auch ums Wasser oder nicht.
Wie kann wer verhindern, dass das Zeug ins Grundwasser gelangt? Niemand.
Ich wohne hier in einer Gemeinde, wo, ganz bio-bio, mit eigener "Fernwärme" geheizt wird.
Was verheizen wir? Maiskörner und Sonnenblumenkerne. Lebensmittel also.
Bitte nicht mit der Welt - Ernährung und so..

Wien verheizt täglich so viel Brot wie die Stadt Graz täglich verbraucht.

Und natürlich zahlt das alles wer.

In deutschen Foren werden grad die landwirtschaftl. Förderungen zerpflückt - und den "Sozialschmarotzer - Hartzis" schwillt mächtig der Kamm.

Ihr produziert unser Essen.

Ich bin überzeugt, dass jeder instinktiv weiß, was richtig und was falsch ist.

Die Bienen sterben, die Vögel, die Regenwürmer, die Mikroorganismen im Boden...
Wer fühlt sich noch wohl in dieser Welt?
Niemand.

Name: schellniesel antwortet um 21-04-2011 22:24 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Leider summsumm nicht ein jeder ist sich dessen bewusst was er da Eingentlich in der Hand hat!

Allerdings sehr viele entscheiden sich in dem Moment für das kleinere Übel im Bewusstsein welche Auswirkungen diese "Mittelchen" für Mensch/Tier und Natur hat!

Hoffe der Lw gelingt es aus dieser Abhängigkeit zu kommen und den viel zitierten Zwischenweg zu finden!

Träumen darf man ja wohl noch!


Mfg schellniesel

Name: tch antwortet um 21-04-2011 22:43 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hallo Summsumm

Trotz des Bienensterbens fühle ich michauf dieser Welt sehr wohl, und bin auch sicher das vielen anderen Menschen so geht.

Wo in Wien wird das Brot verbrannt?
Simmering, Flözersteig oder Rinterzelt?
um wielviele Tonnen handelt es sich dabei?

Name: Summsumm antwortet um 21-04-2011 23:53 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat

http://mediathek.viciente.at/2009/10/we-feed-the-world/

Name: AnimalFarmHipples antwortet um 22-04-2011 02:30 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@ Woodster :

Rein interessehalber: Um wieviele Bienen geht es denn da ? Ein paar ? Viele ? Ganze Völker ?

Wie wichtig Bienen gerade auch für die Landwirtschaft sind, hat Fridl ja schon gesagt.
(Ohne Bienen keine Bestäubung, kein Pflanzenwuchs, keine Photosynthese ...)

Es wird tatsächlich allein in Wien ein gutes Viertel der Backwaren für die Biogasanlagen produziert.
Begründung: Konsument will ja auch nach Dienstschluß beim Anker noch eine Auswahl haben.
Ist aber trotzdem relativ zu sehen, immerhin leben vom ganzen Produktionsprozeß ja auch Menschen und solange die Landproduktpreise wie das Wetter schwanken, kann vom einzelnen Landwirt auch nicht verlangt werden, weniger als möglich zu produzieren.
(Und obwohl eigentlich Großbetriebe eine bessere Ökobilanz vorweisen können, zeigt sich bei der Broterzeugung tatsächlich der Vorsprung regionaler Kleinbetriebe: Der kleine Bäcker im Ort produziert kaum mehr als erfahrungsgemäß nachgefragt wird, und sein Kundenkreis weiß die bessere Qualität zu schätzen und nimmt dafür in Kauf, daß es halt am Abend keine große Auswahl mehr gibt.)

Name: Woodster antwortet um 22-04-2011 08:28 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@AnimalFarmHippies,

hab nur 3 Völker, die ich eigentlich für einen alten Mann, der zuhause ewig Bienen hatte, aufgestellt habe.
Er erfreut sich und schaut ihnen zu, obwohl er für die Arbeit mit den Bienen an sich zu schlecht sieht.
Ich nehme seine Ratschläge gerne an und so erfreuen wir uns beide an den interessanten Tierchen.

Wenn am Tag drei bis fünf Bienen vor dem Flugloch liegen, ist das normal. Das ist der natürliche Totenfall.
Wenn aber mehr als 100 davor liegen, hats was. Wenn man genauer schaut, wie einzelne Tiere sich im Todeskampf mit ausgestrecktem Rüssel winden, zittern und qualvoll zu Tode kommen, wirds einem anders.
Da wird einem bewußt, was das Gift insgesamt anrichtet. Es geht auch nicht darum, ob jetzt alle Bienen tot sind, oder wenige. Es geht darum, dass in der Landwirtschaft oft ohne Bedenken großflächig die Böden vergiftet werden. Der Boden hat keine Chance sich zu erholen, weil einfach ohne Fruchtfolgen jahrelang z.B. immer nur Mais gesetzt wird. Das sich hier die Natur wehrt ist klar. Der Mensch knüppelt das aber mit immer stärkeren Giften nieder. Denkt nicht nacht, dass dieses Gift in den Nahrungskreislauf kommt. Durch verseuchtes Grundwasser, Nahrungsmittel, Luft, etc, etc...
Allein bei der Giftausbringung wird durch die Luftbewegung das Gift in alle Windrichtugen verfrachtet.
Ob mans haben will oder nicht, man wird "mitbehandelt". Und das geht mir vollends gegen den Strich!!!

Wer sich vergiften will, solls von mir aus tun, aber soll die Mitmenschen und Umwelt in Ruhe lassen.
Denn, wer aus der Vergangenheit nix lernt - hat sowieso keine Zukunft.


Name: Johannfranz antwortet um 22-04-2011 08:41 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Mensch tch, nimm doch bitte die Scheuklappen ab !

Name: Deerer_001 antwortet um 22-04-2011 11:12 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Wir vergiften uns mit.... welche Auswirkungen hat "das Gift" auf den Menschen?

"Keine Fruchtfolge": naja, in manchen Teilen der Stmk. wo außer Silomais nur ev. Körnermais angebaut wird vielleicht.... es kommt schon noch vor, dass einer keine FF hat, aber das ist schon selten.

"Die Landwirtschaft vergiftet großflächig Böden ohne Bedenken.... Denkt nicht nach, dass dieses Gift in den Nahrungskreislauf kommt...":
Die Landwirtschaft vergiftet die Menschen...achso, tut mir Leid...
Wenn diese "Gifte" in den Pflanzen und somit in den Lebensmitteln persistent wären, dann hätte man doch Probleme damit, oder? Außerdem hätte diese Mittel keine Zulassung....

Wie du diese Problematik des Pflanzenschutzes beschreibst, müssten wir alle mit Atemschutzmasken umher laufen!

Nur so: wir haben auch 2 Bienenstöcke für den Kümmel bei uns stehen, es wird normal gespritzt, gedüngt und ebenso Mais gesät... ich hab bis jetzt 2 tote Bienen vor den Fluglöchern liegen gehabt!!

Hat dieser ominöse Maisanbauer bei dir den Bienenkit drauf gehabt, oder war der mechanisch?
Wenn der den nicht drauf gehabt hat, dann kannst ihn anzeigen!
Klar, es kann immer was passieren, aber diese Abluft-Bienen-Kits um teures Geld haben wir nicht zum Spaß kaufen müssen, dass ist ein Mittel zum Bienenschutz, für eure Bienen!

MfG deerer


Name: Deerer_001 antwortet um 22-04-2011 11:17 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
"Die Landwirtschaft vergiftet großflächig Böden ohne Bedenken.... Denkt nicht nach, dass dieses Gift in den Nahrungskreislauf kommt...":

Schon mal gehört, was im Fast Food alles drinnen ist von gesundheitsschädlich bis krebserregend...
Schon mal gehört das Fastfood-Ketten das Burgerfleisch mit Ammoniak WASCHEN, damit die E.Coli-Bakterien abgetötet werden??

MfG Deerer

Name: beginner antwortet um 22-04-2011 12:30 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@Deere

Da "springt mir das Feitel im Hosensack" auf wenn du von Zulassung sprichst und dich dahinter versteckst.

Ich muss mich echt zusammen reissen um dich nicht zu beschimpfen, wie man nur so blöd sein kann.

Mitlerweile, mit ein bisschen,...nur ein bisschen Verstand müsste man erkennen, dass Industrie die Rahmen schafft und eine Zulassung noch keine Ungefährlichkeit bzw. Naturfreundlichkeit garantiert.

Solche Beiträge von dir, machen das Forum unlesenswert... ;-)

Besser du schreibst, dir ist es egal, ob was kaputt wird. Ist ehrlich und zeugt von Mut. Alles andere ist doch $%&&§$§"§§//

Name: Deerer_001 antwortet um 22-04-2011 14:45 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
ja, gut ich schreib eh nix mehr wenn das das forum für dich nicht mehr lesenswert macht!

Is meine Meinung, das von anderen kommt hab ich auch geschrieben. Klar richten sich das die Firmen, aber dass sich seit ein paar jahren die Bienenzüchter aufregen, aber die beize schon länger is was anderes!

Landwirte vergiften die Welt und die Menschheit -- bei dieser Haltung "springt mir der Feitel im Hosensack auf"!!!!
Wir verseuchen den Boden, das Wasser, die Luft alles!!
Ich meine die Mittel die die Landwirtschaft einsetzt sich nicht unumstritten, aber sind die gefährlich im vergleich zu dem was diverse Industrien machen???

Ich weiß es gibt in gewissen Bereichen probleme, aber dass die Landwirtschaft als Lebensmittelerzeuger als Vergifter und Vergaser beschimpft werden, da geht mir der Kragenknopf auf!!

Viel Spaß noch beim diskutieren, ich bin raus!

MfG Deerer

Name: DJ111 antwortet um 22-04-2011 18:06 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Es mögen ja viele Dinge nicht unbedingt nur Vorteile haben.

Und Mittel, die nachweislich schädlich sind und sich vielleicht zu langsam oder gar nicht abbauen, sollten auch verboten werden.

Aber bei aller Emotionalität:

Wo wären wir, wenn jegliche Art von Handelsdünger und PSM verboten wären ...?

Gibt es die rosarote Welt wirklich, wo wir alle bio sind und jeder genug zu essen hat und wir auch noch Biotreibstoffe u.a. herstellen und im Überfluss leben ...?

... nur so zum Nachdenken!

DJ

Name: Woodster antwortet um 22-04-2011 20:32 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Heute 3. Tag, wo die Bienen verenden.

Etwas weniger zwar, aber doch.
Wie wirkt das Saat-Beize-Gift?
Jemand hat hier gesagt, dass nur der Abrieb in der Luft für die Bienen giftig ist.
Kann aber nicht sein, heute wurde in der Umgebung kein Mais gesetzt, trotzdem gehen die Bienen ein.
Nehme an, dass es von den Körnern die offen herumliegen kommt.
Oder dampft durch die Wärme das Gift auch von den im Ackerboden gesäten Samen ab?

Wer weiß da mehr?


Name: agrobertl antwortet um 22-04-2011 21:09 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
hi woodster,

der direkte kontakt mit der beize ist das eine und sollte eigentlich nicht mehr das problem sein.
aber anscheinend wirkt das insektizid auch dann noch, wenn die pflanze wächst und das insektizid auch noch in den gutationstopfen enthalten ist. die bienen trinken dieses wasser und dann sterben sie.
aber da läuft ja noch ein projekt mit der ages.

die neonicotinoide Beizung sollte schon zu denken geben, wenn die bienen beim kontakt so plötzlich sterben. auch wenn die psm als bienenungefährlich eingestuft werden, kann es sicher zu schädigugen kommen wenn bei schönstem flugwetter gespritzt wird - aber sollte ja normaler weise nicht gemacht werden - die dosis macht das gift.
ich versuch halt immer, dass mich meine nachbarnvorher informieren wenn sie insektizide spritzen, damit ich das bienenflugloch schließen kann und so ev. schäden im vorhinein minimiere/ausschließe

lg
bertl

Name: gert antwortet um 22-04-2011 22:42 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Die moderne Landwirtschaft, mitunter auch die damit einhergehende Chemie haben halt die Ernten üppiger ausfallen lassen, und sie auch stabilisiert (Faktor Schädlinge als Ernteausfallsgrund wurde eher in den Hintergrund gedrängt).

Damit einhergehend haben wir natürlich das Problem mit der schleichenden Vergiftung der Böden ==> auf denen unsere Nahrungsmittel wachsen.
Wir könnten ja das Projekt Bio starten, im Notfall kann man ja immer noch auf die Chemie zurückgreifen oder?
Es sagt jeder es funktioniert sicher nicht, aber haben wir es schon ausprobiert? Nein!

Es wäre gut wenn da mehr in Richtung biologische Pflanzenschutzmittel, Dünger bzw. alles rund um den Acker erforscht werden bzw. das Wissen darum vermehrt weitergegeben würde.


zB. Im Gartenversuch hat sich gezeigt, dass es Pflanzengemeinschaften gibt, bei dem die eine Pflanze durch ihre Geruchsstoffe die Schädlinge von einer anderen Pflanze, wahlweise die die ich essen will fernhalten.
Oder Holzasche ist doch sicher auch ein guter Dünger?

Ich glaube wirklich gewiefte Biobauern haben oftmals gar nicht wirklich weniger Ertrag als konventionelle.

Zum Thema ,,Dann können wir ja gar nicht mehr alle Menschen ernähren" hat auch viel mit der Verteilung der Nahrungsmittel zu tun, bzw. wären mehr Menschen zu ernähren, wenn wir nicht so einen Fleischhunger hätten.

Die Stadt Belo Horizonte in Brasilien zB hat es geschafft die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln aus dem direkten Umfeld zu versorgen, da hungert niemand!!!



Name: Summsumm antwortet um 22-04-2011 22:45 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hallo woodster,

das Gift wirkt auf die Nervenbahnen der Bienen, und bleibt viel länger im Boden als angegeben, wenn die Bienen irgendwo an einer Pfütze nippeln, reicht es schon.

http://www.honig.at/imkerzentrum/_datei/Merkblatt_1_Vergiftungen_nov_07.pdf

Hier kannst Deine toten Bienen einschicken, darfst mehrere hundert Euro für die Analyse zahlen, und dann kannst Du den Besitzer des Feldes, weil Du ja sicher genau weißt wo Deine Bienen hingeflogen sind, fragen, ob er Dir aus seiner Haftpflichtversicherung vielleicht den Schaden ersetzen möchte.

Und drum haben wir eh fast keine Schäden, weil für den Zirkus kannst Dir gleich Bienen kaufen, und im übrigen ist wahrscheinlich eh die Varroa schuld - wirst halt geschlampt haben.

Hast schon mal geschaut, wer "MELISSA" finanziert?

Name: Summsumm antwortet um 22-04-2011 22:50 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
siehe auch

http://www.gruene.at/uploads/media/gruene_anfrage_bienensterben.pdf

lg

Name: tch antwortet um 22-04-2011 23:35 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Die Stadt Belo Horizonte in Brasilien zB hat es geschafft die Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitteln aus dem direkten Umfeld zu versorgen, da hungert niemand!!!

Was sagt das aus?

Cuczo, Aquas Caliente, (Peru) oder auch die kleine Ortschaft bei den Trinkwasserseen von La Paz (Bolivien) ein Stück höher in den Bergen schaffen das nicht...warum wohl?
Kann es sein das Belo Horizonte im Tiefland liegt und sehr gute vorausetzungen hat?
Woher stammen Deine Angaben?
was hat die gute Versorgung von Belo Horizonte mit den Biensterben in Österreich zu tun


lg
tch

Name: JD6230 antwortet um 23-04-2011 00:33 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hab da mal eine Frage:

wenn vor drei/vier Tagen Mais gesät wurde, jetzt noch immer die Bienen sterben, der Mais nicht an der Oberfläche liegt, noch nicht das "gift" durch Wachstum in sich aufgenommen hat und an die Bienen abgegeben hat, es nicht regnet, somit keine Pfützen mit "giftigen" Beizmittel als Tränken für die Bienen zur Verfügung stehen kann es dann sein, dass die Bienen an etwas anderem sterben als an der Beize für den Mais?


Name: mfj antwortet um 23-04-2011 09:08 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat

..nachdem hier "Hirn - und Hornlos" alles schreibt was es gibt !

Ich bin kein Imker - aber ich errinnere mich noch vage an den Bienenkunde-Unterricht von damals.
Da gibt es die sogenannten "Winterbienen" - die alten Oma´s im Bienenstock die zwar zum Pollensammeln noch fleißig ausfliegen, vollbepackt heimfliegen und vor Erschöpfung am Flugloch tot umfallen.
Also die "Schlacht am kalten Buffet"...
Bist Du Dir sicher Woodster - dass es das nicht ist....bevor du die ganze Welt und vorallem die Landwirtschaft für alles verantwortlich machst.

Oder auch mal die Winterfütterung überdenken...

...aber da ist schon einfacher - man hat einen Sündenbock. Einen Sündenbock wie man ihn heute für alles braucht !!!



Name: gdo antwortet um 23-04-2011 09:58 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Woodster, Summsumm .... bin weder Imker noch Landwirt .. daher sind die folgenden Iden vielleicht auch Schnapsideen ... nichtsdestotrotz ...

Grundsätzlich: in der Natur gewinnt der Stärkere. Momentan (und das wird noch viel schlimmer werden) sind das in Bezug auf die Bienen, Großkapital/Großchemie/Großpharma und Bauern die sich unterworfen haben und derer oberstes Motto Profit um jeden Preis ist.
Das ist ein Fakt. Denn müssen wir zur Kenntnis nehmen - und nun übelegen, wie kommst da raus, oder wie kannst Dich und Deine Bienen davor schützen?

Der springende Punkt dabei könnte sein die Bienen für eine gewisse Zeit (solange eben das Gift besonders massiv verteilt wird - also beim Säen und wieviele Tage danach?) am Ausfliegen zu hindern.
Wie macht das die Natur?
Sie läßt es regnen oder kalt werden, dann bleiben die Bienen daheim.
Also vielleicht beschatten (wenn es sonnig ist) und Sprinkleranlage einschalten .... oder in einen Kühlraum ... oder im schlimmsten Fall "kühle Nacht" machen, wie auch immer das zu bewerkstelligen ist ... ich jedenfalls würde meine Bienen einfach nicht rauslassen - soe wie ch Kindern nicht in der Nähe der besch.... Felder spielen lassen würde
Eine andere Idee - die Bienen für eine Woche oder zwei zu einem Wanderimker bringen? Oder kommen damit die Bienen nicht klar?
Wurscht wie - ich würde jedenfalls die Bienen versuchen zu schützen, wie meine Kinder.

Zumindest ein Denkansatz ist es vielleicht ... nicht den Feind bekämpfen, sondern den Feind vermeiden ... weil in diesem Krieg um Profit gewinnen auf jeden Fall die Profiteure, denen längst der gesunde Hausverstand abgekommen ist (mit a bisserl Glück trinkens eh ihr eigenes Grundwasser später) - und Bienen und Imker habe nur eine Chance wenn der Imker einfach der Schlauere ist ...

Eine traurige Welt ist das geworden ... in den Geschäften kannst nix mehr kaufen, weil zwischenzeitlich fast überall chemie drinnen ist (lest mal die Zutaten) - in diesem Falle zurück zum Herd - weiters kannst überhaupt keinen Nahrungsmitteln mehr vertrauen, weil wer weiß mit welchem Mist (niedergespritztes Zeug von der eigenen LW - toll) die Vieher gefüttert wurden, der Atomdreck der auf der ganzen Welt verteilt wird, und dann werden einfach die Grenzwerte raufgesetzt, der ganze Handy- und Funkwellenschaß, dem't überhaupt nicht mehr auskommst und wo man längst weiß, dass er schädlich ist, nocht nur für Bienen ...

Für mich jedenfalls eine weitere Lehre/Bestätigung beim Kauf einer Landwirtschaft .... möglichst weit weg von ackerbarem Land, vermutlich muß man hoch genug hinauf in die Berge, wo die Riesentraktoren und maschinelle Boden- und Umweltvergiftung den Schlauch haben und der Profitsucht noch natürliche Grenzen gesetzt sind und die Natur noch einigermaßen heil ist ... vielleicht ...

Name: Summsumm antwortet um 23-04-2011 16:41 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat

Die Bienen sterben ja weltweit, und sicher ist auch manchmal der Imker selber schuld.

Akute Vergiftungserscheinungen kann man sehr wohl am Verhalten erkennen, und die meisten Bienen kommen erst gar nicht zurück. Es geht nicht darum, jemand was in die Schuhe zu schieben, aber Insektizide tun eben das, was sie tun sollen: sie bringen Insekten um.

Dass der Landwirt nicht will, dass irgendwelche Schädlinge seine Ernte auffressen ist verständlich, aber wenn ich seh, dass wir den Mais dann verheizen, und ich finanziere das mit, weil ich ja an der Fernwärme angeschlossen bin, freut mich das wenig.

Ein erfahrener Imker, der über 40 Völker auf den Kompost räumen muss, haut den Hut drauf, und es interessiert ihn auch nicht mehr, woran genau sie eingegangen sind.

Aber wer weiß, vielleicht werden ja ganz neue Arbeitsplätze geschaffen:

http://www.landlive.de/images/284146/

lg

Name: Woodster antwortet um 24-04-2011 10:35 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@mfj,

ja deinen Worten "Hirn - und Hornlos" kann ich voll und ganz zustimmen.
In erste Linie aber nur auf deinen Betrag bezogen, aber auch auf jene deiner Artgenossen, die das Gift bedenkenlos - eben ohne Hirn - einsetzen.

Heute Tag 5 nach Maissaat: Bienen verenden nach wie vor.
Zwar wieder etwas weniger, aber mit den gleichen Vergiftungssymtomen.
Dabei ist anzumerken, dass es seit Tagen sonnig und trocken ist und das was ich vorm Flugloch finde ist ja nur die Spitze vom Eisberg...

Frohe Ostern!

Name: mfj antwortet um 24-04-2011 11:39 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat


Nein Woodster – mit hirnlos meinte ich etwas anderes....

Wenn du Vergiftungssymptome eindeutig identifizieren kannst, wird der Verlust angezeigt.So macht man das.
Und wenn du Verdacht auf Frevel hast, erstattet man bei der Staatsanwaltschaft Anzeige, das ist auch die Vorraussetzung um von Haftpflicht- und Imkerversicherungen Geld zu bekommen !
Dann übernimmt die Staatsanwaltschaft die toxischen Untersuchung in einem mikrobiologisches Labor.

So jetzt solltest du dir nur noch sicher sein – dass du nicht irrst ! Weil sonst geht der Schuss rückwärts, und zwar gehörig.
Schalte mal einen Bienenfachmann, anstatt hier im Forum deine „weltverbessernden (alter)na(t)iven Ansichten“ allen ins Knie zu drücken. Der wird schnell klären ob hier nicht wirklich „Winterbienen“ fliegen, ob hier nicht fehlerhafte Haltung eurerseits (fehlende Tränken...usw.) und ob es sich nicht um Gutationswasser von Pflanzen handelt, wo Kulturen eben haben.

Das du dir nicht zu helfen weisst, spricht nicht gerade für dich – ich hege eher den Verdacht – du willst die Landwirtschaft in Misskredit bringen...bzw. deinen Öko-Dunstkreis unterstützen.




Name: MUKUbauer antwortet um 24-04-2011 11:40 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
HI

Kann das andere Ursachen haben?
Ehrlich und mal die Emotion rausgenommen?

Wenn man die Beize verantwortungsvoll einsetzt passiert auch nix ...
davon bin ich nach wie vor überzeugt

Mich würde die Ursache selber interessieren -
Sind irgendwelche anderen Kulturen (auch Obstbäume etc. ) in der Nähe die Grad blühen ?

mfg

Name: G007 antwortet um 24-04-2011 11:53 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Meines Wissens gehen über die Wintermonate ein Großteils der Bienen durch die Varroamilbe und andere Parasiten ein. Bis dass es manche Hobbyimker checken, ist es mitten im Frühjahr und dann warens nur die bösen Nachbarn mit ihrer Maissaat und dem Spritzen.

Name: Woodster antwortet um 24-04-2011 17:50 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Nein, es gibt keine Obstplantagen in unmittelbarer Nähe. Ein paar Streuobstbestände.
In ca. drei Kilometer Entfernung gibts Obstbaukulturen, die aber noch nicht voll blühen.
Ich hab schon im Vorjahr den verstärkten Totenfall nach der Maissaat bemerkt, aber nicht weiter kontrolliert. Diesmal verfolge ich das täglich.

Hier zwei Videos, die ich gemacht habe:
http://www.youtube.com/watch?v=4dLWpopEhLo
http://www.youtube.com/watch?v=-RQiXPMAqww&feature=mfu_in_order&list=UL

Todeskampf einer Biene  

Name: schellniesel antwortet um 24-04-2011 18:11 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Gibts da keine Imkervereinigung die eventuell einen Studie beauftragen kann welche die derartig verstorbenen Bienen auf die Beizrückstände untersuchen könnte und so zweifelsfrei die Totesursache fegestellt werden kann!

Tragische videos woodster!

Derartig aggresive Beizmittel gehören vom Markt! Besser noch heute als morgen!

Wenn der Mais dann nicht jedes Jahr da super dasteht wird vielleicht auch mal nachgedacht das das nicht der richtige Weg sein kann!

Mfg schellniesel

Name: gdo antwortet um 24-04-2011 19:13 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Also Du Woodster - du eventueller die Landwirtschaft in Misskredit bringender boshafter Verräter und darüber hinaus Deinen Öko-Dunstkreis unterstützes hinterhältiges Luder - ich schlag vor du schickt die Bienen ein - direkt an so ein microbiologisches Institut.
Danach kannst noch immer an den Staatsanwalt einschicken. Oder etwas dazu gelernt haben.

Ich spende Dir 50€ für die Untersuchung - und vielleicht gesellen sich hier noch ein paar andere Spender dazu. Damit das geklärt und dann bekannt gemacht wird.

Ich unterstütze Dich jedenfalls. Egal was rauskommt - denn jeder von uns kann hier was dazulernen.

Aber wo der mfj schon Recht hat ... vielleicht gibt es in der Gegend eine tödliche Bienentränke oder andere Ursachen ... die könnten auch auf deinen Gründen oder Deinem Hof sein, möglicherweise ... ohne dass dir das derzeit bewußt ist ... das würd mich aber nicht davon abhalten, das klären zu wollen ... mein Vater hat vor 45 Jahren auch noch (voller Stolz und im Sinne etwas Gutes und Richtiges zu tun) gespritzt ohne zu ahnen, dass das Zeug ein Giftcocktail ist ....

Also in diesem Sinne vielleicht wirklich mal auch zuerst noch einen Bienenfachmann ran lassen ... aber dann ab damit ins Labor ...

Super (trauriges) Video ... verbreiten!!!

Name: gdo antwortet um 24-04-2011 19:33 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Ausschnitt aus: http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0127/uba.php5

Frühling 2008, das Land in voller Blüte. Dann starben die Insekten - massenhaft - von Basel bis Karlsruhe im Rheintal, überall tote Bienen. Für die Imker eine Katastrophe. Ekkehard Hülsmann erinnert sich.

Ekkehard Hülsmann, Imker: "Das Sterben mit Nervengift geht sehr langsam. Die Bienchen starben so über Stunden. Das war wirklich grausam. Es war eine beängstigende Stille in der Natur. Es haben die Schmetterlinge gefehlt, es haben die Hummeln gefehlt, es haben die Wespen gefehlt, es haben die Mücken gefehlt und auch die Bienen."

Die Ursache damals ein Nervengift, ausgebracht über ein Pflanzenschutzmittel gegen Schädlinge im Maisanbau.

-------------------------------------

Tja, aber momentan gibt es tolle Preise für den Mais - da baut jetzt jeder fleißig Mais ...

Kürzlich hat mich ein Amerikaner angeschrieben, dass er heuer noch keine Bienen gesehen hat ... ich hab heuer auch erst 2 gesehen ... aber Hautpsache der Mais kommt unter die Leut ...

In Dutschland haben sie's in der Zwischenzeit geschnallt - bei uns?
Darf weiter vergiftet werden.

Weil wem tun schon ein paar tote Bienen weh?

Wenn man dafür einen noch größeren Traktor fahren darf ...

Und dann wundern wir uns noch?

Woodster - ab damit ins Labor ...

Name: G007 antwortet um 24-04-2011 21:36 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@ Woodster
Warum sollten Bienen eingehen, nur weil die Obstbäume voll blühen?
Verstehe nicht den Zusammenhang.

Name: gdo antwortet um 24-04-2011 22:33 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Eine Linksammlung ... für mich ist die Sachlage mittelerweile ziemlich klar. Auch in Österreich weiß man es in den höchsten Stellen, aber ganz offensichtlich gibt es Lobbies, die ein entsprechendes Verbot zui verhindern wissen.
Woodster ... speziell für dich: "Zuletzt wurden im Juni 2010 dem Institut für Bienenkunde für den Zeitraum zwischen Auswinterung und Berichtsstichtag aus 64 Imkereibetrieben Vergiftungsverdachtsfälle gemeldet. Die betroffenen 80 Bienenstände verteilten sich auf fünf Bundesländer. Im Jahr 2009 kam es bei 618 Bienenvölkern zu Schäden (erhöhter Bienentotenfall, akute Vergiftungssymptome, Flugunfähigkeit, Krabbler, Bienengrüppchen im Gras vor den Fluglöchern, Zittern etc.) zur Zeit der Maisaussaat"

Nun die Lin ksammlung - Bienensterben durch Maisanbau:

Maisbeizmittel aus Tschechien - top aktueller Artikel
http://www.meinbezirk.at/Rohrbach/bez_90/channel_1-7/chsid_1/uid_14540/id_918974
Der Experte des LW_Kammer OÖ weiß es natürlich besser. Anderfalls er morgen seinen Posten los wäre - eh klar.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110216_OTS0067/bienensterben-bzoe-huber-berlakovich-negiert-eigene-forschungsergebnisse
Eh klar mit den Maisanbauer-Lobbies im Rücken ... Bienen sind weniger wichtig wie Maisprofit.

http://www.gruene.at/landwirtschaft/artikel/lesen/70021/

http://www.imkerverband.at/index.php?i=NuN&id=8183&d=a

http://www.global2000.at/site/de/wissen/lebensmittel/bienensterben/article-bienensterbenmais.htm

http://www.global2000.at/site/de/nachrichten/pestizide/biene2/

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,129758

-----------------------------------------

GDO: wozu über Atom reden, wenn wir im Flachland, in Maisanbaugebieten nach bei dicht besiedelten Gebieten das zulassen, damit leben müssen ... wobei das sicher nur die Spitze des Eisberges ist ... die letzten unberührten noch nicht versauten Gebiete gibt es scheinbar nur mehr im Hügelland und den Bergen ... wo es sich der Ackerbau noch nicht rechnet ...

Eine Frage: letztens hab ich einen Bauern auf einem Feld wo seit Jahren nur Gras/Wiese ist - was sprühen oder streuen oder stauben sehen - das Gebiet is sogar Bauland und unmiitelbar zwischen Häusern, und auch schon verkauft ... trotzdem hat der da was ausgebracht mit irgendeinem Gestänge ca 1,5-2 m breiter auf beiden Seiten wie der Tracktor ... - was kann das gewesen sein???
Das Gras dürfte wohl schon an die 30 cm hoch gewesen sein?
Hab noch nie gesehen dass so hoher Gras gespritzt oder gekalkt oder was auch immer wird?

Name: gdo antwortet um 24-04-2011 22:46 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Kenne zwar die Ergebnisse nicht - aber wetten trau ich mich, dass es in den Ackerbaugebieten ist, wo Mais angebaut wird und das Bienensterben auftritt ... Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Oberösterreich und wahrscheinlich Salzburg oder Kärnten.

Das nächste was mir dazu einfällt .. .die Deutschen und Italiener haben das sicherlich nicht zum Spaß verboten, ich denke mal dass das Nervengift in den Nahrungsmittelkreislauf, Grundwasser oder so gelangen kann ... tja und von da dauert es dann halt einige Jahre oder Jahrzehnte bis der Krebs oder so auftritt ...leider nicht einfach oder nur sehr mühsam nachweisbar.

Aber die Italiener und Deutschen haben das sicher nicht wegen der Bienen verboten ...

Bei uns in Österreich aber ist Maisanbau außerdem eine strategische/politische Angelegenheit ... und die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers von gottöberster Stelle der EU (wo es natürlich keine Pharma-Lobbyisten gibt) angeordnet ... wir gehen genau den Weg den Amerika geht ... die Lobbyisten bringen im Laufe der Zeit alles durch, was sie wollen. Politiker sind nicht mehr Vertreter des Volkes sondern Wirtschaftsvertreter. In weiterer Folge verkommt die Bevölkerung im Laufe der Zeit nur mehr zu "Wähler" (alle 4 oder 5 Jahre) und ansonsten zu Beitragszahlern. Das Geld wird dann dort verteilt, wohin es die Lobbyisten haben wollen. Ein legalisierter Selbstbedienungsladen für die Interessen des Großkapitals.

2 + 2 = 4
Ausser für die die nicht rechnen können, oder nicht rechnen wollen ... oder nur in Maiseinkommen rechnen wollen ...

Das wars von meiner Seite - danke für die Beiträge - ich weiß jetzt wo ich meine Landwirtschaft NICHT kaufen werde. Und es bestätigt einmal mehr, dass alles was da draußen angeboten wird in Wirklichkeit längst 3x verdächtig ist. Es geht überall nur mehr um Profit. Moral und Hausverstand der das Leben und die Natur schützt und respektiert - ist ebenso am Aussterben, wie die Bienen halt Jahr für Jahr ausgerottet werden.

Landfristig wird sich die Natur durchsetzen, mittelfristig vergiften wir die Welt unserer Kinder und Enkel - aber das ist heute kein Thema mehr.

Name: schellniesel antwortet um 24-04-2011 23:05 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Nun ja heuer ist mir erstmals aufgefallen das es zu wenige Bienen gibt das alle Kirschbäume bei uns voll beflogen werden können! Leider wurde auch gleichzeitig der meiste Mais gelegt!

Früher dachte man das die Kirschbäume abheben soviel Bienen schwirrten da herum heuer war es ganz still bei einigen Bäumen trotz Vollblüte!

Gab mir schon zu denken!



Mfg schellniesel

Name: Woodster antwortet um 24-04-2011 23:26 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@G007,

es wurde mir die Frage gestellt, ob sich im Flugkreis Obstbauanlagen bestehen.
Zweck der Frage könnte sein, dass die Blütenspritzung wahrscheinlich auch schuld sein könnte...
siehe meine Antwort bitte oben.


Name: gdo antwortet um 24-04-2011 23:46 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Noch ein Link zum Gift:
http://de.wikipedia.org/wiki/Clothianidin

Interessant ist der letzte Satz:
"Die Bauernzeitung Schweiz (www.bauernzeitung.ch) veröffentlicht in ihren News im Februar 2009 folgende Meldung: Die Studie der Universität Padua (I) stellt einen Zusammenhang zwischen dem Mittel "Clothianidin" und dem plötzlichen Tod von Bienenvölkern her. Nach der Behandlung mit dem Nervengift, das den Mais vor Insekten schützen soll, scheiden die Pflanzen eine Flüssigkeit aus. Trinken Bienen von dieser Flüssigkeit, sterben sie laut der Studie innerhalb von fünf Minuten."

Zum Guttationswasser:
http://www.bienenwiki.de/wiki/index.php?title=Guttationswasser
Nach neuen Untersuchungen der Universität Padua stellen junge Maispflanzen, die sich aus mit Neonicotinoiden gebeiztem Saatgut entwickeln, für mehrere Wochen eine erhebliche Gefahr für Bienen und andere Insekten dar, die Guttationswasser aufnehmen. Erst ab einer Pflanzengröße von 40 cm scheint die Gefährung zurückzugehen. Dies ergibt sich sowohl aus Labor- als auch Freilandversuchen. Die Maispflanzen sondern anfänglich Insektizid-Konzentrationen von 10 - 100 ppm ab; die mittlere letale Dosis für Bienen liegt bei 0,15 ppm bei oraler Aufnahme. Die Bienen verenden nach 2 - 5 Minuten.

Untersuchungsergebnisse von 2008:
http://idw-online.de/pages/de/news260637
Da ist die Rede von "unsachgemäßer Anwendung - etwas was schon ein Betragschreiber weiter oben erwähnt hat!
"In einem Fachgespräch, das heute am JKI stattfand und an dem Zulassungsinhaber, die zulassende Behörde BVL wie auch das JKI zusammen kamen, wurde die Ursachenanalyse der für diesen nach Einschätzung der Fachexperten extremen Schadensfall weiter vorangetrieben, um künftig derartige Fälle ausschließen zu können. Im Verdacht steht, dass die Beizung nicht immer mit der erforderlichen Qualität erfolgt sein könnte und dadurch während der Aussaat ein erhöhter Abrieb auftrat. Der Landwirt erhält bereits gebeiztes Saatgut von den Saatgutfirmen, die zur Beizung unterschiedliche Haftstoffe verwenden. Weiter stehen bestimmte pneumatisch arbeitende Sämaschinen in Verdacht, die in Verbindung mit Wind dazu geführt haben können, dass weitaus stärker als bekannt benachbarte blühende Pflanzen wie Löwenzahn, Raps oder Obst mit Clothianidin belastet worden sind. "

--------------------

An anderen Stellen ist auch von aufgewirbelten Staub und dessen Folgen die Rede ... vermutlich gibt es also noch weitere Berührungspunkte ausser der genannten Flüssigkeit ... doch wen kümmerts, die Imker sind sind ja nur ein kleiner Teil der LW - und lästige kleine Zwerge für die Pharmariesen.
Und die Maisanbauer.

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 00:12 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
mfj hat schon sehr gut Bescheid gewußt ... Respekt!
Hier ein weiterer link mit wirklich gutem Inhalt .... man achte auf die Erwähnung von "Stäuben" ... das hab ich auch in anderen Artikeln schon gelesen ... Maschinen die das Zeug irgendwie "verblasen"
Source: http://proleben.at/config/forum/index.php?function=showtopic&boardid=6&topicid=9&uid=237&showtopics=0&fid=UwRGqx

Seit vergangenem Jahr scheint der Versuch, das Bienensterben mit der Varroa zu erklären, ohnehin zunehmend ins Leere zu laufen. Im Mai 2008 erlebten die Imkern in Südbaden ihren Super-GAU:
Innerhalb weniger Wochen starben am Oberrhein, vor allem im Ortenaukreis nördlich von Freiburg, mindestens 12 500 Bienenvölker mit rund 330 Millionen Tieren – und diesmal war erwiesenermaßen ein Pflanzenschutzmittel schuld: das Insektizid Poncho Pro, das von Bayer CropScience, einer Tochter der Bayer AG, hergestellt wird. Das Gift mit dem Wirkstoff Clothianidin sollte den gefürchteten Maiswurzelbohrer bekämpfen, einen Käfer, dessen Larven die Maiswurzeln fressen. Dazu wird die Maissaat „gebeizt“, das heißt mit dem Gift getränkt. Und eigentlich soll das gebeizte Saatgut komplett im Boden verschwinden, sodass Insekten nicht direkt mit ihm in Kontakt kommen können. Deshalb war das Mittel trotz seiner grundsätzlichen Gefährlichkeit (laut technischem Datenblatt „sehr giftig für Wasserorganismen“) als „für Bienen nicht gefährdend“ eingestuft. Aber die Realität führte die Theorie ad absurdum.
Denn diesmal wirkte das Pestizid wie in einem Horrorfilm: Beim Säen lösten sich Stäube mit dem Gift von den Maiskörnern und wehten auf Raps-, Löwenzahn- und Obstblüten, wo die Bienen in kürzester Zeit starben. Wissenschaftler des Julius-Kühn-Instituts (JKI) in Braunschweig, vormals Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, fanden in den verendeten Bienenkörpern hohe Dosen des Gifts. Bayer CropScience sprach von einem „technischen Fehler“. Schuld seien die Saatguthersteller, die das Pestizid nicht ordnungsgemäß aufgebracht hätten, sowie ungeeignete Sämaschinen.

------------------------

Kann es also sein, dass einfach nur viele Bauern das Gift unsachgemäß aufbringen ... und sich damit erklären läßt, wieso in manchen Fällen nix oder wenig passiert und in anderen Fällen tritt Massensterben auf ...

Woodster, ich danke hiemit solltest du was zum Nachhaken haben ...

Ich klink mich jetzt aus ... ich weiß genug ... und wens interessiert, der sollte geeigente Grundlagen zum selber weiterforschen haben ...

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 00:17 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Deerer_001 hat es exakt beschrieben ... und das ist dann wahrscheinlich auch die Lösung für das Massensterben, wenigstens beim Aussäen einzuschränken ... dann später kommt die zweite Welle mit dem guttationswasser ...

"Das Beizmittel wirkt nicht ohne Kontakt!!

Das Beizmittel wird von dem Körnern in der Sämaschine abgerieben und, wenn es eine Pneumatische Sämaschine ist, über das Gebläse in die Luft gepustet!
Die Bienen fliegen durch diese Luft und dann is es vorbei!

--> Deshalb ist seit einiger Zeit der "bienen-Kit" GESETZTLICH vorgeschrieben!!!
Der führt die Luft mit der Beize in den Boden und dort bleibt das Beizmittel auch!!
So werden die Bienen verschont!!
"

!!! DANKE DEERER !!!


Also Woodster - prüfen, ob der Landwirt über den Bienen-Kit verfügt, damit du wenigsten nächstes Jahr nicht wieder das Problem hast ... zumindest nicht, bis das Guttationswasser kommt ...

Oder übersiedeln in die Berge ...

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 00:29 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hier ist nochmals von den "Stäuben" die Rede ... und dass sich das dann bis zu 20m weit sonst wohin noch verteilt ...

http://www.landundforst.de/der-maisanbau-intensiver

Untersuchungen in Nachbarkulturen hätten gezeigt, dass bei allen Aussaattechniken für Mais, Raps und Getreide (auch bei den Beizstaub reduzierenden) Rückstände von Beizstaub auch noch 20 m weit rein im Bestand gefunden wurden. Um Belastungen der Nachbarkulturen zu vermeiden, müsse Saatgut also nahezu staubfrei gebeizt werden können, formulierte Heimbach die nach wie vor aktuelle Herausforderung an die Beizstellen. Um Risiken für Bienen und den übrigen Naturhaushalt auszuschließen, können laut Heimbach nur noch Saatgutbehandlungsmittel zugelassen werden, wenn es möglich sei, klare Vorgaben bezüglich Staubfreiheit und Abriebfestigkeit einzuhalten.

In diesem Zusammenhang diskutierte Heimbach auch fest vorzugebende Heubach-Werte für einzelne Beizmittel (Methode zur Ermittlung von Staub und Abrieb) bzw. die Zertifizierung von Beizstellen. Importiertes Saatgut müsste ebenfalls dann die strengeren Kriterien einhalten. Bislang besteht aber noch Unsicherheit darüber, ab welchen Grenzwerten Beizmittelstäube schädlich seien. Deshalb müsse mit Sicherheitsfaktoren gearbeitet werden.

-------------------

Ob das tschechische Zeug wohl den Vorschriften entspricht???
Jedenfalls scheint es mit der Art der Anbringung der Beize zu tun zu haben ...

Frag mich wie sich das Zeug dann auf dem angrenzend Gras, das dann die Kühe bekommen, oder wo die Kinder spielen, oder im Gemüsegarten, auswirkt?

Das Guttationswasser dürfte vermutlich viel weniger zu dem Problem beitragen, da hier angeblich die Bienen seltener davon trinken ...

Ok und -- gute Nacht - Menschheit

Name: Woodster antwortet um 25-04-2011 09:29 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@gdo,

vielen Dank für die ausführlichen und sehr fundierten Informationen. Hut ab!
Je mehr ich darüber weiss, desto mehr komme ich zur Einsicht, dass wir im Maisbaugebiet in einer einzigen landwirtschaftlichen Giftküche leben. Ob Acker- oder Obstbau. Ausgenommen, natürlich ein paar Biobetriebe.
Aber ich denke wir stehen auch an einem Punkt, wo die Dosierungen einfach zu hoch werden (müssen), um noch zu wirken. Durch die jahrelangen Anwendungen kommt es zu Resistenzen, die immer höhere Dosierungen erfordern.
Ich bin deshalb vorsichtig, weil mein Vater mit hoher Wahrscheinlichkeit auch an dem Zeug gestorben ist.

Wir wissen von den Bienen und deren Sterben durch diese Gifte.
Dort wo ich wohne, werden rundum Maisäcker mit dieser Mais-Giftbeize bestellt. Bei der Bearbeitung der Felder wehen die Gift-Stäube auf Gärten und Häuser. Beim Spritzen ist es den Landwirten egal, ob die Winde die Giftbrühe auch auf die Häuser verteilen...
Hab einen einmal darauf angesprochen, der hat gesagt: Machst halt die Haustür und Fenster zu.... i spritz jetzt, basta.

Wenn man schon sieht, was das Gift in der Tierwelt anstellt, sollte man doch schleunigst die Konsequenzen ziehen, bevor es noch größeren Schaden bei Menschen hervorruft.
Das haben Deutschland und Italien "überzuckert". Aber anscheinend ist Österreich ja eine Insel der "Gift-Seligen".
Ich hab das Ganze dokumentiert und werde Proben zur Untersuchung einschicken.
Ist aber viel Arbeit - die ich mir gerne erspart hätte.

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 15:02 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Summsumm ... DANKE für Deinen Beitrag und den Link eingangs dieses threads ...

Da fällt mir echt die Lade runter ...
wer liest, was da alles steht, der wird sich (und die Seinen) künftig von Äckern oder Feldwegen und Wiesen neben Äckern fernhalten ... oder wie mfj wünscht: einen Großen bogen um jedes Feld machen ...
bin wirklich fassungslos ...
Ob das die Landwirte hier alle in der Form wissen??? Ehrlich???
Dass das Zeug eventuell auf die nächste Wiese verblasen wird, wo es wie geschrieben steht ja nicht hinkommen soll ...
Wieviele Lehrer wissen das? Ich denke an Schulausflüge und ahnungslos wandernde Kinder ...
Dann kommt der Regen und spült das Zeug irgendwohin .... wo es mit den Schuhen nachhause kommt ...
Kinder die an Bächen spielen ...
Die Raben und Vögel, die unterwegs sind und natürlich nicht lesen können, was auf den Schildern steht ...
Nachbars Kühe, die natürlich auch nicht lesen können ...
Ich hab auch schon mal eine oder zwei (und nicht mehr!!!) Ähren abgebrochen (in den letzten 30 Jahren) und dann die Kerne geknabbert ...
Mir wird richtig schlecht ...
Speiübel ...

Das war wirklich ein Augenöffner dieser Thread ...

Und ich will auch niemanden bedrohen oder beschimpfen oder ...

Kann nur mehr sagen ... mein Gott, mein Gott ...



Name: Summsumm antwortet um 25-04-2011 18:54 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat

Hier kann sich jeder informieren, was drin ist: und wie es wirkt

http://www.bayercropscience.de/schnellinformation.cms?ProductId=3648a7d3-8741-49c6-b27c-9e0d00c8b1f3

rechts Produkt auswählen

dann auf
Produktinformation
oder
Sicherheitshinweise

ich kann mir auch nicht vorstellen, dass alle wissen, womit sie da wirklich zu tun haben
Landwirte haben ja auch Kinder

Name: Summsumm antwortet um 25-04-2011 21:16 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hallo tria,

ich bin nicht hysterisch, und wenn DU sachkundig bist, bestens.

In meiner näheren Umgebung ist das nicht so, und dann legen wir Honig auf die Blattern auf der Schulter, den komischen Ausschlag auf den Händen der nicht und nicht abheilen will

Hier hält sich niemand an irgendwelche Vorschriften, selber nicht, weil Hartgesottene sind schließlich kein Weichei, bei dem Wind den wir meistens haben könnten sie es gar nicht anwenden, der Abstand zum Bach sowieso wurscht. Die Hersteller putzen sich ab, wenn Du das genau liest.

Soll ich meinen Nachbarn anzeigen, wenn er das Zeugs am ganzen Weg verliert, weils irgendwo ausrinnt? Nein, fällt mir nicht ein, auch nicht, wenn sie den Wildschweinen das übergebliebene Saatgut hinhauen. Ist schließlich alles zugelassen, wird schon nicht so schlimm sein.

Die gegenseitigen Schuldzuweisungen bringen nix, wenn Du mit einem Finger auf den anderen weist, zeigen drei zurück.
Ich weiß auch nicht, wie wir da wieder rauskommen.

Meine Bienen hab ich in Sicherheit gebracht, was eine Sauarbeit war.
lg

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 21:28 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Tria - seit wann wird Benzin, sachgemäß oder nicht sachgemäß, auf die Felder ausgebracht?

Weiters vonwegen Hysterie - gestehst du hier vielleicht jenen die u.U. Ihr Einkommen verlieren, zu, dass sie nachfragen, oder sich informieren wollen - dazu ist das Forum ja wohl da - nicht?

Versteh nicht was es dich aufregt, wenn summsumm hier Links zur Verfügung stellt, wo sich jeder im Zweifelsfalle informieren kann - das ist doch auch der Sinn dieses Forums nicht?

Ich jedenfalls bin heilfroh über diese Diskussion - weil einerseits Landwirte, die in dem Bereich unsicher sind, oder sich der Probleme vielleicht bisher gar nicht bewußt waren, so einen Anstoß bekommen - und andere die vielleicht künftig einmal Mais anbauen, gleich auf die Probleme aufmerksam gemacht werden.
Und ich selbst werde mich nach diesem Thread auch anders durch die noch verbliebene "Natur" bewegen.

Also ehrlich - dem Woodster und dem summsumm seine Aufregung kann ich verstehen und nachvollziehen - deine aber eigentlich nicht?
Was ist Dein Problem?
Was sollten der Woodster und der summsumm Deiner Meinung nach tun?
Nur lesen und den Mund halten - oder zuerst dich fragen, was sie fragen oder sagen dürfen?

Oder hättest du hier gerne eine Zensur?
Welche Probleme sollen Deiner Meinung nach hier nicht mehr angesprochen werden?

Deerer hat sich auch aufgeregt - aber er hat auch Lösungen angeboten - das find ich toll und hilfreich weil die anderen können was davon lernen - aber was sollen wir von Deiner Meldung lernen?
Das Maul halten? Nix sagen?

Wie würdest du reagieren, wenn Du vom Imkern lebst und Deine Bienen gehen auf einmal scharenweise ein - auf die Art wie der Woodster das in seinem Video dargestellt hast?
Oder Deine Kinder haben Vergiftungszustände und dann kommt einer und sagt du sollst nicht so hysterisch sein - da kriegt der wahrscheinlich a Watschn von Dir - aber der Woodster oder der summsumm sollen die Go halten ???

Also irgendwo komm ich da jetzt nicht mit ... ist das ein politischer Verein, wo nur die richtigen Farben was sagen oder fragen dürfen? Oder gelten Imker nicht als Landwirte - oder nur als Unterlandwirte?
Oder gibt es hier Parma-Interessenvertreter oder -verkäufer, die empfinden, dass ihnen grad ein Imker ans Bein gepinkelt hat?

Oder gibt es hier einfach nur ein paar Platzhirsche (wer sind die bitte?) mit speziellen Befindlichkeiten (bitte welche?) ... oder was sonst?

Ich versteh's nicht ... aber vielleicht kann mich ja wer aufklären was Woodster und summsumm falsch gemacht haben? Und wie sie es richtiger gemacht oder nicht gemacht hätten?

Name: gdo antwortet um 25-04-2011 21:35 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Summsumm ... pass auf was sagst, gleich kommst in an Zug ... oder zumindest eine Anzeige. Weil du bringst die Nation und einen ganzen Berufsstand in Gefahr.

Spaß beiseite ... wenn ich meinen Hof mal hab (vielleicht schon dieses Jahr) - kannst die Bienen in der Maisaussä-Zeit bei mir aufstellen. Ich liebe diese Tierchen über alles - die bekommen da dann auch hübsche Bienenweiden - und die Höhenluft wird ihnen auch guttun ... (;-))

Name: Woodster antwortet um 26-04-2011 08:59 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
@tria,

nein ich bin kein Berufsimker, sondern machs mit ein paar Völkern nebenbei. Ich machs auch nicht des Geldes wegen, sondern weil ich wissen möchte, was ich esse. (siehe auch Beiträge vorher)
Wie schon gesagt, hab ich das Sterben erst im Vorjahr registriert und hab halt heuer genauer geschaut.
Wie auch die Beträge zeigen, hab ich da wohl in ein "Wespennest" gestochen.
Ich hab da keine Berufgruppen oder Menschen pauschal verdächtigt, wie du meinst.
Die großflächige Umwelt- und Grundwasserverschmutzung durch Gifte, Kunstdünger und Co, kommt aber nachweislich von den intensivst landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Ich gebe da nichteinmal den Bauern, die ihr Brot hart verdienen müssen die Schuld. Seit EU-Beitritt haben die nichts zu lachen. Vor allem die Kleineren nicht. Unser Wirtschaftssystem an sich, erdrückt die kleineren Bauern mit immer mehr, größer, schneller, rationeller, etc..
Wenn man mithalten will, bzw. sich die Sozial-Steuern leisten möchte ist man in einem Hamsterrad. Der Bauer bekommt für seine Produkte im Verhältnis zum Handel dann oft ein Schmalzbrot.

Aber wer die Geschichte etwas zurückverfolgt, kann leicht erkennen, dass wir mit der Umwelt leichtfertig umgegangen sind und noch umgehen. Man denke seinerzeit an die Düngeberatungstellen der Kammer - bezahlt von der Chemie Linz - AG... usw.
D.h. die Bauern haben auf die Informationen der "Interessensvertretung" verlassen. Und je mehr man sich da drauf verlassen hat, desto mehr verdiente die Chemie-AG. Desto abhäniger wurde man aber auch.
Es ist ein Teufelskreis, aus dem der einzelne fast nicht heraukommt.

Nur mit Google und Co, hat heute jeder die Chance sich zu informieren. Und wenn man sich die Mühe macht, die Info-Spreu vom Weizen zu trennen, kommt man zu recht guten Informationen. Auch wenn einem dabei schlecht wird.

Ich hab da vier Mais-Nachbarn. Sie verwenden vorschriftsmäßig den Mais-Kit.
Wenns dann staubt und der Wind das Gift auf unseren Grund trägt, oder bei Wind gespritzt wird, sodas man wieder die volle Ladung bekommt und die aufgehängte Wäsche ein zweites mal waschen muss, hört sich für mich der Spass aber trotzdem auf. Hab außerdem einen Brunnen in der Nähe...

Mit drei kann man reden und mit dem vierten nicht. Weil des hama immer so gmocht, also warum regst di auf..., is ja olles genehmigt...
Und wenn man sich dann überlegt, dass dieser Mais möglicherweise in einer Biogasnlage landet, frage ich mich schon, was das für einen ökologischen bzw. ökonomischen Sinn macht. Aber es ist halt System und der einzelne der Gefangene darin. Aber gottseidank brechen immer mehr Mutige eh schon aus und machen das nicht mehr mit.

Aber insgesamt kommt man momentan noch auf keinen grünen Zweig. Und ich darf mich schon fragen, warum müssen wir das Gift jener Nachbarn schlucken; die nichteinmal wissen was sie mit ihrem Gift anrichten. Denke deshalb es ist bei uns schon gesünder in einer Stadt zu leben, als auf den sogenannten "Land"... wo das ganze Jahr über mit der Chemiekeule drübergefahren wird...


Name: MUKUbauer antwortet um 26-04-2011 13:22 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hallo

Ja ich habe die Frage gestellt weil ich wissen wollte ob ev. Raps oder Obst in der Nähe blüht oder sonst ein Kultur die behandelt worden sein könnte

Interessant wäre es schon was Schuld ist - jeder Bauer braucht Bienen - spätestens beim Kürbisanbau stellen das alle fest

Normal Insektizide davon Stirbt zwar ev. die direkt getroffene Biene aber die zieht das Gift nicht in den Stock mit rein...

Die Beizen haben ihre Vorteile - der Weisheit letzter Schluß sind sie aber sicher nicht ...
den es gibt noch immer genug Leute (nicht nur Bauern) die mit Chemie nicht so umgehen wie es eigentlich Gedacht ist, weshalb ich es ja immer noch als Frechheit empfinde was in so manchen Gartenbaumarkt alles frei zu kaufen ist ...


mfg

Name: gdo antwortet um 12-06-2011 13:58 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hat irgendwer diesen Beitrag gesehen?
Hab ihn leider versäumt.
Resumee?
Bienensterben nach Maisaussaat  

Name: biolix antwortet um 12-06-2011 16:15 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
traurig , besonders wenns die deutschen wirklich schon verboten haben..

hier kannst ihn dir ansehen

http://tvthek.orf.at/programs/1264-Hohes-Haus/episodes/2520483-Hohes-Haus
 

Name: JD6230 antwortet um 13-06-2011 10:58 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Was ist eigentlich bei der Untersuchung der eingesandten Bienen rausgekommen?

es wurde doch mal gepostet, dass das Ergebnis hier gepostet wird? ....oder habe ich das irgendwo übersehen!



Name: sturmi antwortet um 23-07-2012 11:01 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Das Monitoringprojekt der AGES zeigt, dass nur noch 0,1% der Bienenverluste (d.h. eine von 1.000 Bienen) auf Insektizid-gebeiztes Saatgut zurückzuführen sind (Vorjahr 0,38%)
Die Maßnahmen, die die Landwirtschaft gesetzt hat, greifen! Meistens ist es eine Kombination aus Parasitenbefall und Wetterbedingungen, die zum Bienensterben führt. Es ist ärgerlich, dass gerne den Bauern die Schuld am Bienensterben zugeschrieben wird
Auch in Ländern, wie etwa in Deutschland oder der Schweiz, wo schon seit Jahren keine Beizmittel ausgebracht werden, ist das Bienensterben ein Thema!
MfG Sturmi


Name: Steff_Agrarservice antwortet um 23-07-2012 13:06 auf diesen Beitrag
Bienensterben nach Maissaat
Hallo,

die Maßmahmen gegen das Bienensterben greifen. Aber:
Die Maßnahmen gegen den Maiswurzelbohrer greifen ganz und gar nicht...!!

mfg

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