Kauf einer Kleinballenpresse

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Name: XBjoerX 23-08-2010 15:26
Kauf einer Kleinballenpresse
Hallo,
gemeinsam mit meiner Frau betreibe ich Hobby-Pferdehaltung. Wir haben in den letzten Jahren den Eigenbedarf an Heu durch Grünlandbewirtschaftung selbst gedeckt. Nun würden wir unser Engagement dahingehend gerne ausdehnen, dass wir die in unserer Region stetig größer werdende Nachfrage nach HD-Kleinballen bedienen. Vor Jahren habe ich zusammen mit einem Bekannten eine JohnDeere 224T-Presse gekauft, die mit ihrem kleinen Macken durchaus für unseren Hobbybetrieb ausgereicht hat.
Diese Presse für allerdings 2000 bis 3000 Ballen jährlich zu benutzten, brächte einen so großen Aufwand mit sich (o. g. Macken), dass sich die Vergrößerung nicht mehr rentieren würde.
Nun stellt sich für uns die Frage, eine entsprechend bessere Presse zu kaufen. Zur Verfügung hätte ich ca. 4500 €.

Meine Frage nun an euch Fachleute:
Was würdet ihr mir raten?


Viele Grüße aus dem Saarland
Björn
Name: Leier antwortet um 24-08-2010 12:43 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Eine Welger Presse kann ich nur empfehlen,
sicher gibt es auch besseres. Aber wenn du eine einfache (vom aufbau) und gute Presse suchst machst du dabei sicher nichts verkehrt. Für das Geld was du dabei investieren willst bekommst du auch was gescheites ;-)

MfG


Name: XBjoerX antwortet um 25-08-2010 11:26 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Ich habe, wei gesagt, nur laienhafte Erfahrungen mit landwirtschaftlichen Maschinen. Auf was sollte ich beim Kauf einer gebrauchten Presse achten?

Name: Leier antwortet um 25-08-2010 14:36 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Das hängt von der Bauweise ab. Einfach ma den Durchlauf (Aufnahme, Presskanal, usw.) anschauen. Das wenn die aufnahme verbogen is was nicht stimmt weiß auch ein laie.

Ich würde mir die Gelenke, Zahnräder und Keilriemen als erstes mit anschauen. Als nächstes is wichtig zu wissen ob die Nadeln auch richtig arbeiten.Die sollten keinesfalls unterschiedlich auf der Welle geschraubt sein.Das Ganze bindewerk ist eigendlich am wichtigsten, die reperatur kann da schnell teuer werden.

Am besten is wenn du sie vorher Probepressen kannst, da weist du was du kaufst. Also am besten von einem Privaten Bauern, da die meisten händler sich da etwas komisch haben.

Oder du Mietest eine beim Händler, Presst Probe und wenns dir gefallen hat kann man immernoch den kauf überlegen.

Name: Thomann antwortet um 25-08-2010 14:51 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse

Kann den Leier nur Recht geben was er hier aufgezählt hat! Hatte eine Welger die wir dann nach ca. 20 Jahren hergegeben hatten und jetzt eine claas Markant 55 gebraucht gekauft und bin sehr zufrieden!

Hatte alle zwei mit ca. 2000 -3000 Ballen im Jahr im einsatz und muss sagen keine größeren reparaturen bis auf die verschleissteile das is aber in ordnung...

Name: XBjoerX antwortet um 25-08-2010 19:18 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
ich hab von mir aus ja schon ein Auge auf Welger geworfen. Vom Preislichen her hab ich mich auf die 40er bis 70er Typen konzentriert. Sind euch Typen bekannt, von denen man die Finger lassen sollte?

Björn

Name: Thomann antwortet um 26-08-2010 08:32 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Ich würd dir ab die 53 Typen empfehlen!

Name: XBjoerX antwortet um 27-08-2010 20:37 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Was ist an denen besser als bei den kleineren Pressen?

Gruß,
Björn

Name: AnimalFarmHipples antwortet um 27-08-2010 23:38 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Nachdem es hier dazupaßt und auch bei mir nächstes Jahr soweit sein wird :

Worauf ist beim Kauf einer gebrauchten Kleinballenpresse zu achten ?
Hier im Kleinanzeigenteil werden sie ja zum Teil schon ab EUR 500,00 angeboten.

(Ich habe selbst noch nie gepreßt und heuer im Juni von einem Nachbarn pressen lassen; habe allerdings bei allen Nachbarn, die eine haben, den Eindruck, daß sie sie wegen der Reparaturanfälligkeit nur eher ungern einsetzen.)

Name: XBjoerX antwortet um 31-08-2010 13:04 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Hallo AnimalFarmHipples,

ich hab mich recht schnell an den Kauf einer Presse getraut und muss sagen, dass ich es nicht bereut habe. Zwar war die, die ich jetzt zusammen mit einem Bekannten betreibe, nur für den Eigenbedarf brauchbar (siehe oben), aber bereits nach einem Jahr hatte ich den Kaufpreis einer "halben" Presse an den Futterkosten reingeholt. Kaufst du dir jetzt eine Presse für mehrere tausend Euro, musst du eine entsprechend längere Amortisierungszeit einrechnen oder durch Verkäufe von Überproduktion Geld einnehmen. Tatsache ist, du bist von keinem mehr abhängig und kannst pressen, wann du willst.

Viele Grüße

Björn


Name: AnimalFarmHipples antwortet um 01-09-2010 01:06 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Mein Heu- und Strohbedarf wird nie so hoch sein, daß sich Pressenlassen nicht rechnen würde; warum ich mir trotzdem eine Presse kaufen möchte, ist eben die Unabhängigkeit.

Das setzt aber voraus, Mängel möglichst schon beim Kauf erkennen zu können bzw. zu wissen, worauf technisch zu achten ist, daher auch meine Frage.

Name: XBjoerX antwortet um 01-09-2010 15:05 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Worauf ich gachtet habe: Probelauf an der Zapfwelle, Blechteile der Pickup nicht durchgewetzt (wenn ja: sehr viel gelaufen) Kreuzgelenke der Gelenkwelle ohne Spiel, Nadeln nicht verbogen, Abschmiernippel offen (wenn nein: vielleicht schon länger - immer abgeschmiert?) wenn Zentralschmierung durch Öl: Schmieren bis an allen Stellen, zu denen Leitungen hingehen, auch Öl austritt, Knüpfer augenscheinlich in Ordnung - keine Bruchstellen (sehr teuer) Ballenbremsen einstellbar? - Kurbeln am hinteren Ende des Ballenschachtes

Ich an deiner Stelle würde auf ein Probepressen bestehen. Ich hab es damals nicht gemacht. Nur so kannst du Funktionsstörungen im Betrieb des Presse erkennen. Wenn etwas an einer Presse anfällig ist, dann ist das der Knüpfer, der die Knoten in die Ballenschnur macht. Sollten die Verkäufer gerade nichts zum Pressen habe, dann nimm dir ein paar Ballen mit, die du aufschneidest und neu presst. Wenn dir das untersagt wird, hat das meist einen Grund. Frag den Bauern ob er ein Gerät kaufen würde, wenn er es nicht testen konnte.

Welchen Typ du am Besten kaufst? Das ist meine Frage.

Björn

Name: AnimalFarmHipples antwortet um 01-09-2010 23:08 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Danke.

Ich neige zu einer Welger - die scheinen recht renommiert und verbreitet zu sein und ich kann bei Problemen die Nachbarn fragen.
Bin aber in einem vergleichsweise niedrigeren Preissegment unterwegs als Du, es geht bei mir also eher um betagte Modelle.

Werde Deine Tipp-Liste mit einem Nachbarn an dessen Presse durcharbeiten, um dann entsprechend fit für Besichtigungen zu sein.

Nochmals vielen Dank & alles Gute für Deine Suche !

Name: haapee antwortet um 05-09-2010 13:08 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
AFHipples.....

ich würde dir eine claas markant empfehlen!

hatten solchen pressen über jahrzehnte im einsatz und trotzdem war ich froh sie verkaufen zu können,nicht wg technischer probleme sondern einfach weil ich der meinung war dass das sklavenarbeit war!

sind eben auf die ladermechanisierte und schlagkräftigeren rund und quaderballen umgestiegen.

die futter und strohqualität der kleinballen ist aber vorzüglich!


AFHipples wenn ich richtig in der annahme bin kommst du aus der VBer gegend?(BG wagrainerstrasse?rechts das schlosserl links der schmucklose plattenbau mit teicherl...)


Name: AnimalFarmHipples antwortet um 07-09-2010 02:49 auf diesen Beitrag
Kauf einer Kleinballenpresse
Stimmt, schmuckloser Plattenbau mit Teicherl; wo die Wagrainerstraße ist, mußte ich jetzt aber ziemlich lang überlegen, ist ja schon 20 Jahre her.

Zur Marke :
Ich schau einfach mal was mich im Kleinanzeigenteil anspringt; tendenziell trotzdem eher eine Welger, um bei Problemen die Nachbarn fragen zu können, die auch eine haben.
Alternativ müßte ich mich so gut auskennen, um einen "Exoten" zu nehmen, den ich von vornherein versteh, sodaß sich ratlose Problemsituationen ausschließen lassen; glaube nicht, daß ich das schaffe, zumal sich die Marken schon äußerlich extrem unterscheiden.

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